Riederalp
| Riederalp | |
|---|---|
| Staat: | |
| Kanton: | |
| Bezirk: | Östlich Raron |
| BFS-Nr.: | 6181 |
| Postleitzahl: | 3987 Riederalp 3983 Goppisberg 3983 Greich 3986 Ried-Mörel |
| Koordinaten: | 645135 / 136430 |
| Höhe: | 1905 m ü. M. |
| Höhenbereich: | 707–2360 m ü. M.[1] |
| Fläche: | 19,09 km²[2] |
| Einwohner: | 440 (31. Dezember 2024)[3] |
| Einwohnerdichte: | 23 Einw. pro km² |
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) |
14,3 % (31. Dezember 2023)[4] |
| Gemeindepräsidentin: | Katharina Kummer |
| Website: | www.gemeinde-riederalp.ch |
Riederalp im Mai 2025
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| Lage der Gemeinde | |

Als Kugelpanorama anzeigen
Riederalp ist eine durch Fusion entstandene Munizipalgemeinde im Schweizer Kanton Wallis. Sie gehört zum Bezirk Östlich Raron und liegt südöstlich des Aletschwaldes, im Bereich der seit 2002 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärten Bergregion Jungfrau-Aletsch, und ist damit Teil des Aletschgebiets.

Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde wurde auf den 1. November 2003 durch die Fusion der bis dahin selbständigen Gemeinden Goppisberg, Greich und Ried-Mörel gegründet.
Das heute gemeinhin Riederalp genannte Skigebiet besteht historisch gesehen aus drei Alpen, von West nach Ost der Riederalp, der Greicheralp und der Goppisbergeralp, die zu den jeweiligen, in Hanglage befindlichen Dörfern Ried, Greich und Goppisberg gehörten.
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | 2000 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 527 | 527 | 529 | 536 | 508 | 508 | 498 | 488 |
Gemeindepräsidenten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit den Gemeinderatswahlen von 2004:
| Amtszeit | Name | Partei | Nachweis |
|---|---|---|---|
| 2005–2012 | Graziella Walker | CSP | |
| 2013–2024 | Peter Albrecht | FDP | |
| 1-5/2025 | Ursula Mathieu | ||
| 6/2025- | Katharina Kummer | [5] |
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die neue Gesamtgemeinde führte nach ihrer Fusion 2003 zunächst kein Wappen; mehrere Vorschläge wurden von der Behörde abgelehnt. Das Wappen mit drei Sternen als Sinnbild für die Gemeinden, Berge und Gletscher wurde erst am 30. November 2008 von den Stimmbürgern angenommen.[6][7]
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Goppisberg
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Greich
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Ried-Mörel
Tourismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Riederalp ist autofrei und lebt primär vom Tourismus. Die Gemeinde hat etwa 6.000 Gästebetten und verzeichnet jährlich etwa 300.000 Übernachtungen.[8] Im Winter stehen den Wintersportlern im Skigebiet Aletsch Arena rund 104 km Pisten und 34 Anlagen zur Verfügung. Seit dem 5. Dezember 2009 ist eine neue 4er-Sesselbahn Hohfluh, seit 2015 ein Neubau der Gletscherbahn Moosfluh in Betrieb. Im Sommer ist die Gemeinde Ausgangsort für Wanderer und Biker. Als Attraktion gilt die im Sommer 2008 eröffnete Hängebrücke, die Riederalp mit Belalp verbindet.[9] Der 9-Loch Golfplatz auf Riederalp ist der höchstgelegene in Europa.
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Westlicher Teil der Riederalp mit Golfplatz (Sicht aus der Hohfluh-Bahn)
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Villa Cassel, Riederalp
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Riederalp
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Pendelbahn Riederalp
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Mörel befindet sich ein Bahnhof der Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB, Fahrplanfeld 142).
Riederalp ist mit der Grosskabinenbahn Mörel–Riederalp-Mitte oder der 6er-Gondelbahn Mörel–Ried-Mörel–Riederalp-West erreichbar.
Am 14. Dezember 1996 um 9:40 Uhr ereignete sich bei der Gondelbahn Riederalp–Moosfluh ein Seilbahnunglück. Die Achse der Umlenkscheibe in der Talstation brach, und mehrere Kabinen schlugen infolge des erheblich vergrösserten Seildurchhanges auf dem Boden auf. Ein Passagier starb, 18 Passagiere erlitten Verletzungen.[10]
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Villa Cassel[11]
- Aletschwald
- der Berg Moosfluh (2340 m)
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Art Furrer (* 1937), Ski-Akrobat und Gastronom
- Thor Kunkel (* 1963), Schriftsteller
- Lilian Kummer (* 1975), Skirennfahrerin
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Anton Riva: Riederalp. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2017.
- Philipp Kalbermatter: Goppisberg. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2017.
- Philipp Kalbermatter: Greich. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2017.
- Anton Riva: Ried-Mörel. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2017.
- Walter Ruppen: Goppisberg. In: Die Kunstdenkmäler des Kantons Wallis. Band 3: Der Bezirk Östlich-Raron (= Kunstdenkmäler der Schweiz). Band 84. Wiese Verlag, Basel 1991, ISBN 3-909158-58-7, S. 208–220.
- Walter Ruppen: Goppisberg. In: Die Kunstdenkmäler des Kantons Wallis. Band 3: Der Bezirk Östlich-Raron (= Kunstdenkmäler der Schweiz). Band 84. Wiese Verlag, Basel 1991, ISBN 3-909158-58-7, S. 221–230.
- Walter Ruppen: Goppisberg. In: Die Kunstdenkmäler des Kantons Wallis. Band 3: Der Bezirk Östlich-Raron (= Kunstdenkmäler der Schweiz). Band 84. Wiese Verlag, Basel 1991, ISBN 3-909158-58-7, S. 231–282.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Riederalp auf der Plattform ETHorama
- Offizielle Website der Gemeinde Riederalp
- Bundesamt für Kultur: Goppisberg (Riederalp) im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz
- Naturschutzzentrum in der historischen Villa Cassel
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
- ↑ Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2023. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2024
- ↑ Besetzung Gemeinderat Stand Juni 2025. Gemeinde Riederalp, abgerufen am 7. August 2025.
- ↑ Vorschläge über neues Wappen
- ↑ Annahme des Wappens ( des vom 4. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Portrait der Gemeinde Riederalp. Gemeinde Riederalp, Ried-Mörel, 2025, abgerufen am 31. Oktober 2025.
- ↑ Hängebrücke
- ↑ Artikel auf Tages-Anzeiger online (nicht mehr abrufbar)
- ↑ Villa Cassel auf ETHorama


