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Philipp Riederle

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Riederle 2010 beim Kongress „The World after Advertising“

Philipp Riederle (* 9. Oktober 1994 in München) ist ein deutscher Autor und Unternehmensberater.[1] Durch seinen Videopodcast „Mein iPhone und Ich…“ erlangte er überregionale Bekanntheit.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Riederle wurde 1994 in München als Sohn des Ingenieurs Martin Riederle geboren und besuchte das Dossenberger-Gymnasium[2] in Günzburg. Neben der Schule betrieb er mehrere Projekte, die ihn im Internet unter dem Pseudonym „Phipz“ bekannt machten.

Im April 2008 rief er den Podcast „Mein iPhone und Ich…“ ins Leben, worin er von seinen Erfahrungen mit dem Apple iPhone berichtete und Mobile Apps für dieses Gerät vorstellte. Vorerst wurden diese Folgen mit einfachstem Equipment im heimischen Kinderzimmer aufgezeichnet. Nachdem zahlreiche Apple-Fans auf das Projekt aufmerksam wurden und der Podcast in kürzester Zeit in die Liste der Podcast-Charts in iTunes einstieg, baute er im Partykeller seiner Großeltern ein Studio mit HD-Kameraequipment und Greenscreen-Technik auf.[3]

Gesponsert von einem Internet-Versandhändler[4] gründete Riederle im Mai 2010 sein Zweitprojekt „Mein iPad und Ich…“.[5]

Die steigenden Downloadzahlen sowie das Feedback der Zuschauer bewogen den damals 15-Jährigen dazu, sich mit einem eigenen Unternehmen, der „Phipz Media UG (haftungsbeschränkt)“, selbstständig zu machen, die Geschäftsführung übernahm der Vater, Martin Riederle.[2] In einem Werkstätten-Gebäude in seinem Wohnort Burgau steht ihm dafür ein Büroraum zur Verfügung. Zwischenzeitlich erreichten die Projekte nach eigenen Angaben jährlich etwa eine Million Downloads.[6]

Riederle wurde 2010 erstmals als Referent über das Thema Social Media eingeladen – so zu den „Audiovisual Media Days“[7] und auf einige andere Branchenveranstaltungen. In Düsseldorf hielt er im Rahmen der Veranstaltung „The World after Advertising“ vor bekannten Persönlichkeiten[8] im November einen Vortrag mit dem Titel „Ihr wollt wissen, was wir brauchen – das Kommunikationsverhalten der Digital Natives“.[9][10]

Neben einigen Publikationen in der lokalen Presse war Riederle auch in einigen Fernsehsendungen zu Gast, so im September 2012 beispielsweise in der ZDF-Sendung Pelzig hält sich[11] oder im Frühjahr 2013 beim Morgenmagazin von Sat.1 und ZDF.[12]

Im Alter von 18 Jahren veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel „Wer wir sind und was wir wollen“.[13] (4 Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste[14]) Im April 2017 erschien sein zweites Buch "Wie wir arbeiten, und was wir fordern". [15]

Derzeit lebt er in Friedrichshafen und studiert "Soziologie, Politik & Ökonomie" an der Zeppelin Universität. [16]

Auszeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Initiative Wissenschaftsjahr 2014 Die Digitale Gesellschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Gesellschaft für Informatik wurde er mit der Auszeichnung Deutschlands Digitale Köpfe geehrt. Die Auszeichnung gilt jenen, die mit ihren Ideen und Projekten die digitale Entwicklung in Deutschland vorantreiben.[17]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Philipp Riederle: Wer wir sind, und was wir wollen : Ein Digital Native erklärt seine Generation, Droemer Knaur, München 2013, ISBN 978-3-426-78611-6
  • Philipp Riederle: Wie wir arbeiten, und was wir fordern : Die digitale Generation revolutioniert die Berufswelt, Droemer Knaur, München 2017, ISBN 978-3-426-27729-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berichte über Philipp Riederle
  • Maximilian Aubele: Seine Firma produziert Podcasts. In: Augsburger Allgemeine. 23. Juni 2010 (Online).
  • Dennis Rother: Schüler berät Manager. In: Neue Westfälische. 16. Oktober 2010 (Online).
  • Catrin Bialek: 16-jähriger Gymnasiast erklärt die neue Werbewelt. In: Handelsblatt. 12. Dezember 2010 (Online).
  • DPA: Pfiffiger Podcast vom Phipz. In: DPA-Infocom. 15. Dezember 2010 (Online (beispielsweise bei N24)).
  • Jeannette Krauth: Der Netzstecker. In: Berliner Tagesspiegel. 20. Dezember 2010 (Online).
  • Anatol Locker: „Zuhörer erwarten nicht viel von einem 16-Jährigen“. In: ZDF heute.de. 9. Januar 2011 (Online).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bericht der GoldenGap-Agentur
  2. a b Interview mit der Günzburger Zeitung
  3. Unternehmensberater mit 18 – Ein Abiturient erklärt die digitale Welt, Frankfurter Allgemeinen Zeitung 9. Mai 2013
  4. Sponsoring vom Apple-Versandhändler „arktis“
  5. Kay Städele: Philipp Riederle: „Wir wollen uns aus erster Hand informieren“. In: wuv.de, 3. Juni 2010.
  6. Riederle im Gespräch mit der Redaktion von heute.de des ZDF
  7. Philipp Riederle, Mein iPhone und Ich.de (Memento vom 28. Dezember 2011 im Internet Archive). Auf: amd-conference.com am 25. März 2010
  8. Schüler berät Manager. Abgerufen am 31. März 2015.
  9. Riederle auf der Messe „World after Advertising“ in Düsseldorf
  10. Artikel zum Vortrag
  11. Gästeliste der ZDF-Sendung Pelzig hält sich, 18. September 2012
  12. Video morgenmagazin: Riederle – Digital Native-Gluecksgefühle (29. Mai 2013, 7:20 Uhr, 5:05 Min.) in der ZDFmediathek, abgerufen am 6. Februar 2014
  13. Beitrag zu Riederles Buchvorstellung in Berlin
  14. Wer wir sind, und was wir wollen. Abgerufen am 31. März 2015.
  15. Wie wir arbeiten, und was wir fordern von Philipp Riederle – Buch von Droemer Knaur. Abgerufen am 23. April 2017 (deutsch).
  16. Über mich | Philipp Riederle. Abgerufen am 23. April 2017 (de-de).
  17. Das sind Deutschlands digitale Köpfe: Wissenschaftsjahr 2014 – Die Digitale Gesellschaft. Abgerufen am 31. März 2015.
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