Rieferath

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50.8052777777787.4963888888889Koordinaten: 50° 48′ 19″ N, 7° 29′ 47″ O

Rieferath
Gemeinde Windeck
Höhe: ca. 166–222 m ü. NHN
Einwohner: 148 (31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 51570
Vorwahl: 02292
Niederrieferath

Niederrieferath

Rieferath ist ein Ortsteil der Gemeinde Windeck im Rhein-Sieg-Kreis. Er besteht aus Nieder- und Oberrieferath. Rieferath gehört zu den Ortschaften der Herchener Höhe.

Lage[Bearbeiten]

Rieferath liegt in einer Höhe von 166 m bis 222 m ü. NHN auf dem Nutscheid. Nachbarorte sind Lüttershausen und Ringenstellen. Oberrieferath wird von der Landesstraße 312 durchzogen. Niederrieferath liegt am Rieferather Bach, der bei Niederottersbach in den Ottersbach mündet.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals 1483 als Ryffrode erwähnt.

Am 22. Februar 1944 stürzte bei Niederrieferath ein B-17 Bomber der US- Luftwaffe ab. Dieser war zuvor massiv von deutschen Jagdflugzeugen beschossen worden. Beim Absturz wurden vier Soldaten getötet und sechs weitere konnten sich mit dem Fallschirm retten.[2]

Einwohner[Bearbeiten]

Forsthaus bei Rieferath (1893)

1830 wurde eine statistische Erhebung der Bürgermeisterei Herchen durchgeführt. Danach lebten in den Weilern Oberrieferath 46 und in Niederrieferath 87 Einwohner.[3]

Anfang des 20. Jahrhunderts waren für Niederrieferath folgende Haushalte verzeichnet: Ackerer Christian Becher, Maurer Wilhelm Engelbert, Ackerin Witwe Peter Fahnenmüller, Ackerer Wilhelm Fahnenmüller, Witwe Josef Fennig, Ackerer Gottfried Hillen, Invalide Peter Ittenbach, Ackerer Wilhelm Ittebach, Ackerer Heinrich Krämer, Hilfsbahnwärter Peter Löhr, Ackerin Witwe Wilhelm Löhr, Ackerer August Müller, Ackerer Wihelm Müller, Ackerer Gottfried Nohl, Ackerin Witwe Karl Ottersbach und Ackerer August Schmidt. Für Oberrieferath waren es Tagelöhner Peter Dohle, Streckenarbeiter Josef Görgen, Ackerer Jodokus Görgen, Maurer Christian Henrichs, Ackerin Witwe Karl Henrichs, Streckenarbeiter Franz Nohl, Invalide Christian Pohl, Ackerer August Schumacher, Ackerer Karl Seinsch und Tagelöhner Michael Weyer. Insgesamt sind das 25 Haushalte, davon 22 Erwerbstätige, hiervon wiederum 16 mit eigener Landwirtschaft.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Nördlich von Oberrieferath, an der Mucher Straße, liegt ein ehemaliges, unter Denkmalschutz stehendes Forsthaus. Es wurde 1893 auf der Weltausstellung in Chicago ausgestellt und anschließend auf der Herchener Höhe wieder aufgebaut. Das Gebäude wird inzwischen als Wohnhaus genutzt. Anfang Januar 2012 fanden hier und im benachbarten Wald Dreharbeiten für den deutsch-norwegischen Film "Zwei Leben" (Regie: Georg Maas) statt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Windeck - Ortschaftenverzeichnis, abgerufen am 3. April 2014
  2. Missing 306BG aircraft on 1944-02-22 (Version vom 12. Dezember 2013 im Internet Archive)
  3. Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolaische Buchhandlung, Berlin und Stettin 1830
  4. Einwohner-Adressbuch des Siegkreises 1910