Riesel-Segge

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Riesel-Segge
Riesel-Segge (Carex magellanica subsp. irrigua)

Riesel-Segge (Carex magellanica subsp. irrigua)

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Sauergrasgewächse (Cyperaceae)
Gattung: Seggen (Carex)
Art: Riesel-Segge
Wissenschaftlicher Name
Carex magellanica subsp. irrigua
(Wahlenb.) Hiitonen

Die Riesel-Segge oder Alpen-Schlamm-Segge (Carex magellanica subsp. irrigua, Syn.: Carex paupercula Michx.) gehört zur Gattung Seggen (Carex) innerhalb der Familie Sauergrasgewächse (Cyperaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Riesel-Segge ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30, zuweilen bis zu 40 Zentimetern erreicht. Sie bildet Ausläufer und wächst in kleinen, lockeren Horsten. Die dunkelgrünen Laubblätter sind im Querschnitt flach und rund 4 mm breit.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

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Die Riesel-Segge ist eine Verschiedenährige Segge. Es gibt ein männliches, gestieltes sowie zwei bis vier voneinander entfernt stehende, lang gestielte und überhängende weibliche Ährchen. Diese werden bis zu 1 cm lang. Das unterste Tragblatt ist mindestens so lang wie der Blütenstand. Die elliptischen, linsenförmig zusammengedrückten Schläuche sind nur schwach nervig und im Querschnitt undeutlich dreikantig. Die Einzelblüten sind dreinarbig.

Vorkommen[Bearbeiten]

Carex magellanica ist im südlichen Südamerika und auf den Falkland-Inseln durch die Unterart Carex magellanica subsp. magellanica vertreten, zirkumpolar auf der Nordhalbkugel durch die Unterart Carex magellanica subsp. irrigua. Auf der Nordhalbkugel ist sie submeridional-subalpin bis arktisch verbreitet. Carex magellanica subsp. irrigua wächst in mesotrophen, kalkarmen Zwischenmooren und Moorwäldern.[1] Die Riesel-Segge besiedelt in Mitteleuropa fast ausschließlich alpine Hochmoore, vor allem in Höhenlagen zwischen 100 und 200 Metern.[2] Außerhalb der Alpen kommt sie in Mitteleuropa nur im Bayerischen Wald und in den kalkfreien Mittelgebirgen von Tschechien und Slowenien vor; sie fehlt aber auch hier in weiten Gebieten. Insgesamt ist sie in Mitteleuropa sehr selten.[2]

Die Riesel-Segge gedeiht am besten auf kalkfreien, sauren, torfigen Boden, die nass und kühl sein sollten.[2]

Belege[Bearbeiten]

  • Rafael Govaerts, D. A. Simpson: World Checklist of Cyperaceae. Sedges: 1-765. The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew 2007. Kew Database.
  •  Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). 2. korrigierte und erweiterte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2007, ISBN 978-3-8001-4990-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Rudolf Schubert, Klaus Werner, Hermann Meusel (Hrsg.): Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Begründet von Werner Rothmaler. 13. Auflage. Band 2: Gefäßpflanzen, Volk und Wissen, Berlin 1987, ISBN 3-06-012539-2.
  2. a b c  Dietmar Aichele, Heinz-Werner Schwegler: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas. 2. Auflage. Band 5: Schwanenblumengewächse bis Wasserlinsengewächse, Franckh-Kosmos, Stuttgart 2000, ISBN 3-440-08048-X.

Weblinks[Bearbeiten]