Ring 1 (Hamburg)

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Ring 1
Karte
Übersichtskarte Ring 1
Basisdaten
Betreiber:
Gesamtlänge: 3.3 km

Bundesland:

Hamburg

Hamburg Fernstraßen.svg
Straßenverkehr in Hamburg

In Hamburg existieren seit 1970 drei Ringstraßen, die als Ring 1, Ring 2 und Ring 3 bezeichnet beziehungsweise zusätzlich zu bestehenden Straßennamen mit entsprechenden Schildern ausgewiesen sind. Zur Entlastung anderer Straßen zumeist durch Ausbau bestehender Verbindungen als Hauptverkehrsachsen angelegt, verlaufen sie nördlich der Elbe in drei konzentrischen Halbkreisen durch die Stadt, deren Mittelpunkt etwa die Hamburger Innenstadt bildet.

Ring 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die innere, der Ring 1, ist der traditionelle Wallring, der im Stadtplan deutlich erkennbar den ursprünglichen Kern der Stadt umschließt. Er verläuft entlang der Innenseite der Hamburger Wallanlagen, der ehemaligen Stadtbefestigung.

Geplant wurde der Ring 1 von Werner Hebebrand, der im Jahre 1956 eine Skizze vorlegte, nachdem der Wallring eine weitgehend kreuzungsfreie Straße werden sollte, die als Hochstraße durch die Stadt führen und durch Zufahrtsrampen erreichbar sein würde. Dies wurde jedoch bis auf den 1963–1966 entstandenen Wallringtunnel nicht so gebaut.

Nachfolgende Beschreibung erfolgt hier im Uhrzeigersinn von West nach Ost.

Holstenwall[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ring 1 beginnt an der Kreuzung Millerntordamm/Ludwig-Erhard-Straße auf Höhe des Bismarck-Denkmals, wo er von der B4 abzweigt. Hier verläuft der Ring auf dem Holstenwall, westlich begrenzt durch die Großen Wallanlagen bzw. dem Park Planten un Blomen und das Museum für Hamburgische Geschichte. Östlich passiert er die Handwerkskammer Hamburg.

Johannes-Brahms-Platz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er mündet in den Johannes-Brahms-Platz (früher Holstenplatz, dann Karl-Muck-Platz) mit dem Brahms Kontor, das von den 1950er Jahren bis 1962 dem Hamburger Polizeipräsidium diente.

Gorch-Fock-Wall[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von hier verläuft er auf dem Gorch-Fock-Wall (früher Ringstraße, dann Friedrich-Ebert-Straße), nördlich flankiert von den kleinen Wallanlagen sowie dem Alten Botanischen Garten.

Stephansplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Stephansplatz endet der Gorch-Fock-Wall und östlich führt die Straße Esplanade weiter zur Lombardsbrücke. Vom rund 300 Meter nördlich liegenden Theodor-Heuss-Platz mit dem Fernbahnhof Hamburg-Dammtor verläuft der Dammtordamm zum Stephansplatz und geht von dort als Dammtorstraße weiter in Richtung Gänsemarkt.

An der südwestlichen Ecke der Straßenkreuzung, unter der sich der gleichnamige U-Bahnhof der Linie U1 befindet, steht der Gebäudekomplex der Alten Oberpostdirektion. Die Colonnaden, eine nicht weit entfernt an der Esplanade beginnende Fußgängerzone, führen zum Neuen Jungfernstieg am Westufer der Binnenalster.

Esplanade[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im weiteren Verlauf verläuft der Ring über die Esplanade mit dem ehemaligen Casino Esplanade der Spielbank Hamburg in einem früheren Grand Hotel. Daran schließen sich das Burmah-Oil Hochhaus und das markante Finnlandhaus an. Rechtsseitig der Esplanade sind Büro- und Kontorhäuser, Hotels und Reste der ursprünglich klassizistischen Wohnbebauung vorhanden. An der Ecke zum Neuen Jungfernstieg steht das ehemalige Esso-Haus, in dem später das Hamburgische Weltwirtschaftsarchiv seinen Sitz fand. Die Straße selbst verfügt in der Mitte über eine separate, als Allee angelegte Abbiegespur Richtung Norden.

Lombardsbrücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Verlängerung der Esplanade verläuft der Ring auf der Lombardsbrücke, die nur weniger Meter nebeneinander parallel mit der Eisenbahnbrücke der Verbindungsbahn sowie der Kennedybrücke (früher Neue Lombardsbrücke) über die Verbindung der südlich begrenzenden Binnenalster sowie der nördlich begrenzenden Außenalster führt. Dabei kreuzt er den 10. Meridian Ost.

Wallringtunnel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hinter der Brücke folgt der Wallringtunnel oder alternativ die Straßen Glockengießerwall, Steintorwall und Klosterwall, die exakt über den Tunnel verlaufen, aber die Möglichkeit zum Abbiegen in Seitenstraßen ermöglichen. Östlich werden diese von der Hamburger Kunsthalle sowie dem Hamburg Hauptbahnhof begrenzt. Westlich der Straßen liegt die Innenstadt und Fußgängerzone Hamburgs mit den Einkaufsstraßen Spitalerstraße und Mönckebergstraße. Im weiteren Verlauf wird die Straße heute durch einen großen Elektronikmarkt (zuvor Horten-Kaufhaus) gesäumt. An dieser Stelle standen zuvor das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Naturhistorische Museum und die um 1955 abgerissene Badeanstalt Schweinemarkt. Den südlichen Abschluss bildet der Komplex des City-Hofs.

Deichtorplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschilderung am Deichtorplatz

Am Ende der Straße treffen der Tunnel und die darüber verlaufenden Straßen auf den Deichtorplatz. Dieser stellt das östliche Ende des Rings dar. Hier trifft er wieder auf die B4, die an diesem Ort in westliche Richtung den Namen Willy-Brandt-Straße und in östliche Richtung den Namen Amsinckstraße trägt.


 Commons: Ring 1 (Hamburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien