Ring Nationaler Frauen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Ring Nationaler Frauen (RNF) ist eine bundesweite Unterorganisation der NPD, die am 16. September 2006 in Sotterhausen bei Sangerhausen gegründet wurde. Nach dem Rücktritt von Gitta Schüßler 2009 übernahm Edda Schmidt den Posten der Bundessprecherin des RNF bis 2012.[1] Dann folgten Sigrid Schüßler und Ricarda Riefling als Vorsitzende. Seit Ende Mai 2017 ist Antje Mentzel die aktuelle Bundesvorsitzende.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Zustimmung der NPD-Parteivorstandssitzung wurde im September 2006 in Sotterhausen ein Ring Nationaler Frauen als Unterorganisation der NPD gegründet, der „den Frauen in der NPD als Sprachrohr dienen“, aber auch für „national denkende, parteienungebundene Frauen ein Ansprechpartner“ sein soll. Initiatorinnen des Projektes waren die sächsische NPD-Landtagsabgeordnete Gitta Schüßler, das niedersächsische NPD-Mitglied Katharina Becker sowie Judith Rothe von der NPD Sachsen-Anhalt; letztere ist die Lebensgefährtin des bekannten Neonazis Enrico Marx,[2] auf ihrem Anwesen fand die Gründungsversammlung statt. Bei der Gründung waren Frauen aus sechs Bundesländern vertreten. Die meisten Interessentinnen kamen aus den neuen Bundesländern und Berlin.

Die Organisation ist offiziell nach dem Vorbild der Frauenorganisationen anderer, demokratischer Parteien wie der Frauen-Union oder der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen organisiert beziehungsweise ahmt deren Strukturebenen nach. Experten sehen darin, wie bei früher gegründeten Organisationen, wie zum Beispiel der Gemeinschaft deutscher Frauen (GDF), dem Skingirl Freundeskreis Deutschland (SFD), der Aktiven Frauen Fraktion oder dem Mädelring Thüringen (MRT), die zunehmende Bedeutung und aktive Mitarbeit von Frauen in der rechtsextremen Szene. [3]

Am 3. August 2012 trat das Vorstands- und Gründungsmitglied Jasmin Apfel von all ihren RNF-Ämtern zurück und gleichzeitig aus der NPD aus. Als Grund nannte sie persönliche und gesundheitliche Probleme.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bundesvorstand des Rings Nationaler Frauen[4] besteht aus

Weitere bekannte RNF-Mitglieder und Funktionäre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dörthe Armstroff, Landesvorsitzende Rheinland-Pfalz des RNF
  • Stella Hähnel
  • Antje Hiekisch – KV Görlitz
  • Carola Holz
  • Brigitte Kallweit
  • Heidelore Karsten, stellvertretende Landesvorsitzende Sachsen des RNF
  • Katrin Köhler, Sachsen
  • Antje Kottusch
  • Ariane Meise, Nordrhein-Westfalen
  • Iris Niemeyer
  • Mandy Schneider (* 1971), Sachsen [5]
  • Ines Schreiber, aus Strehla, Sachsen, langjährige Vorsitzende des Bundesschiedsgerichtes der NPD
  • Gaby Zellmann, ehemaliges RNF-Vorstandsmitglied (sechsfache Mutter und vierfache Großmutter) [6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Edda Schmidt neuer Vorsitz
  2. Lexikoneintrag der RNF auf netzgegennazis.de
  3. Juni 2007 Grüne Jugend: Frauen im rechtsextremen Spektrum
  4. Von Grund auf Neu? Vorstand der NPD-Frauen ausgetauscht. www.endstation-rechts.de, 2. Juni 2017
  5. http://www.abgeordnetenwatch.de/mandy_schneider-641-23881.html
  6. http://www.ring-nationaler-frauen-deutschland.de/index.php/meldungen/166-rnf-landesgruppe-thueringen-steht-vor-der-gruendung