Ring deutscher Pfadfinderverbände

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Der Ring deutscher Pfadfinderverbände (RdP) ist die Dachorganisation von drei Pfadfinderverbänden in Deutschland mit Sitz in Berlin. Der RdP ist Mitglied im Weltverband der Pfadfinder World Organization of the Scout Movement (WOSM). Vorsitzende des RdP sind Dominik Naab (DPSG) und Oliver Mahn (VCP)[1].

Partnerorganisation und „weibliches“ Gegenstück des RdP ist der Ring Deutscher Pfadfinderinnenverbände (RDP – mit großem D).

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die drei Mitgliedsverbände sind:

2018 wurde der Bund Moslemischer Pfadfinder und Pfadfinderinnen Deutschlands als Anschlussverband aufgenommen.

2013 waren insgesamt 113.716 Mitglieder bei der WOSM gemeldet.[2] Die Verbände DPSG und VCP führen für alle Mitglieder, ungeachtet des Geschlechts, Beiträge an die WOSM ab, während der BdP nur seine männlichen Mitglieder dort meldet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Ring deutscher Pfadfinderbünde wurde am 1. Oktober 1949 eine Vorgängerorganisation gegründet, die am 21. August 1950 in WOSM aufgenommen wurde. Mitglieder im Dachverband waren damals

Die drei Gründungsverbände richteten sich damals – wie auch die WOSM bis in die 1990er Jahre – ausschließlich an Kinder und Jugendliche männlichen Geschlechts.

Nach internen Streitigkeiten im Mai 1971 löste sich der Ring deutscher Pfadfinderbünde auf. Mit der DPSG, dem vom BDP abgespaltenen BdP sowie dem durch Zusammenschluss der drei evangelischen Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände entstandenen VCP gründete sich der Dachverband am 1. Januar 1973 als Ring deutscher Pfadfinderverbände neu und wurde erneut in die WOSM aufgenommen.

Seit 2007 gibt es für gemeinsame Veranstaltungen des Ringes ein Ringhalstuch, das ebenfalls vom Ring Deutscher Pfadfinderinnenverbände verwendet wird. Zum 23. World Scout Jamboree 2015 in Japan trugen erstmals alle deutschen Pfadfinderinnen und Pfadfinder eine gemeinsame einheitliche Pfadfindertracht.

2018 wurde die Jugendbewegung der Pfadfinder mit dem Internationalen Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet. Pfadfinderinnen und ein Pfadfinder aus dem RdP und dem RDP nahmen den Preis stellvertretend für alle Pfadfinder entgegen.[3][4][5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) - www.vcp.de. Abgerufen am 5. Dezember 2018 (englisch).
  2. Some statistics. (englisch).
  3. Kirche und Leben, Münster, Germany: Pfadfinder erhalten Preis des Westfälischen Friedens. (kirche-und-leben.de [abgerufen am 22. August 2018]).
  4. Elmar Ries: Lettland, Estland und Litauen und die Pfadfinder als Preisträger bekanntgegeben. In: Westfälische Nachrichten. (wn.de [abgerufen am 22. August 2018]).
  5. Oliver Steuck: Estland, Lettland und Litauen sind Preisträger des Westfälischen Friedenspreises 2018. 15. Juli 2018 (wdr.de [abgerufen am 22. August 2018]).