Ringelspitz

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Ringelspitz
Piz Barghis
Blick vom Bot da la Crusch gegen Nordwesten: Flimserstein, Trin, Ringelspitz

Blick vom Bot da la Crusch gegen Nordwesten: Flimserstein, Trin, Ringelspitz

Höhe 3'247 m ü. M.
Lage Schweiz,
(Graubünden, St. Gallen)
Gebirge Westalpen,Glarner Alpen
Dominanz 29,9 km → Bifertenstock
Schartenhöhe 841 m ↓ Panixerpass
Koordinaten 745185 / 196053Koordinaten: 46° 53′ 59″ N, 9° 20′ 39″ O; CH1903: 745185 / 196053
Ringelspitz (Graubünden)
Ringelspitz
Ringelspitz links in der Mitte

Ringelspitz links in der Mitte

Der Ringelspitz (rätoromanisch Piz Barghis) ist mit einer Höhe von 3'247 m ü. M. der höchste Berg des Kantons St. Gallen. Auf der Grenze zum Kanton Graubünden gelegen bietet der Ringelspitz dank seiner völlig freien Lage und der grossen Entfernung zu andern höheren Gipfeln eine weite Fernsicht vom Wetterstein und den Ötztaler Alpen bis zu den Walliser- und den Berner Alpen, vom Adamello bis zu den Höhen des Schwarzwaldes.

Die ganze nördliche Flanke des Ringelspitzmassivs, einschliesslich des Gipfelturmes und des Firnfeldes, ist als Teil der Panära-Alp in Privatbesitz. Das Ringelgebirge gehört mit dem Sardonamassiv, der Kette Sazmartinhorn, der Gruppe Graue Hörner (Pizol) und der Calandakette zum Taminagebirge. Demnach gehört das Ringelgebirge zu den nördlichen Westalpen südöstlich der Glarner Alpen. Nördlich des Ringelspitz liegt das Calfeisental mit dem Gigerwaldsee, im Osten fällt der Grat relativ sanft Richtung Kunkelspass, von wo aus der Gipfel am einfachsten zu erreichen ist. Im Süden liegt das Tal des Vorderrheins.

Wie bei seinen westlichen Nachbarn besteht auch beim Ringelspitz der Gipfelbau aus Verrucano, einem flach geschichteten, grünlichen Gestein, das auf einer breiten Basis aus viel jüngeren, steilgestellten Flyschschiefern aufliegt und von dieser durch ein von Süden und Westen weithin sichtbares, gelbliches Dolomit- und Kalkband getrennt ist. Ein kühn gebauter Zwillingsturm bildet den Gipfel (mit Kreuz und Buch). Er fällt gegen Südwesten in einem Zackengrat, dem Tscheppgrat, ab, während sich auf der Ostseite, jenseits einer Scharte, der Vorder Ringel mit einem abgerundeten Gipfelkopf aufrichtet. Zu dieser Scharte hinauf zieht sich von Süden der Mittelgrat. Am Nordfuss des Turms breitet sich die weithin leuchtende Firnterrasse aus, der „Ringelfirn“. Südöstlich liegt der steile und von einigen Spalten durchzogene Taminser Gletscher. Gegen das Val Lavadignas fällt der Südwesthang in schroffendurchsetzten Schieferhalden ab. In den 1990er-Jahren stürzte ein beachtlicher Teil der Ostwand des Gipfeltumes auf den Taminser Gletscher hinunter und riss dabei die frühere Normalroute mit sich. Die Erkletterung des Turmes in der Nähe der Nordostkante ist nun noch ausgesetzter und schwieriger geworden.

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