Ringgau (Gemeinde)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ringgau (Gemeinde)
Ringgau (Gemeinde)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ringgau (Gemeinde) hervorgehoben
Koordinaten: 51° 5′ N, 10° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Werra-Meißner-Kreis
Höhe: 379 m ü. NHN
Fläche: 66,81 km2
Einwohner: 2974 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km2
Postleitzahl: 37296
Vorwahlen: 05659
05658 (OT Datterode)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: ESW, WIZ
Gemeindeschlüssel: 06 6 36 010
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Anger 3
37296 Ringgau (Gemeinde)
Webpräsenz: www.ringgau.de
Bürgermeister: Klaus Fissmann (SPD)
Lage der Gemeinde Ringgau (Gemeinde) im Werra-Meißner-Kreis
Werra-Meißner-Kreis Hessen Sontra Waldkappel Hessisch Lichtenau Gutsbezirk Kaufunger Wald Großalmerode Berkatal Meißner Neu-Eichenberg Witzenhausen Herleshausen Ringgau Wehretal Weißenborn Eschwege Wanfried Meinhard Bad Sooden-Allendorf Niedersachsen Thüringen Landkreis Hersfeld-Rotenburg Schwalm-Eder-Kreis Landkreis KasselKarte
Über dieses Bild

Ringgau ist eine Gemeinde im Werra-Meißner-Kreis in Hessen, Deutschland.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Ringgau liegt im Ringgau etwa elf Kilometer (Luftlinie) südlich von Eschwege zwischen Meißner und Thüringer Wald.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ringgau grenzt im Norden an die Gemeinden Wehretal und Weißenborn (beide im Werra-Meißner-Kreis), im Osten an die thüringische Gemeinde Ifta (Wartburgkreis), im Süden an die Gemeinde Herleshausen sowie im Westen an die Stadt Sontra (beide im Werra-Meißner-Kreis).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Datterode, Grandenborn, Lüderbach, Netra (Sitz der Gemeindeverwaltung), Renda, Rittmannshausen und Röhrda.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 13. Jahrhundert war das Gebiet thüringisch, wechselte dann in dem hessisch-thüringischen Erbfolgekrieg zwischen Hessen und Thüringen hin und her, bis es dann endgültig im Jahr 1436 zu Hessen kam. Die Boyneburg in unmittelbarer Nachbarschaft zog als Reichsburg Kaiser und Könige an, in deren Gefolge mancher Ritter und Reiter über die Felder zog. Nicht zuletzt stellte die Straße durch das Netratal einen wichtigen Verbindungsweg von Leipzig nach Frankfurt dar und war unter dem Namen „die langen Hessen“ wohlbekannt.

Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 1971 schlossen sich die Orte Grandenborn, Lüderbach, Netra, Renda und Rittmannshausen zur Gemeinde Ringgau zusammen. Datterode und Röhrda schlossen sich am 1. April 1972 in der Gemeinde Netratal zusammen. Diese wurde am 1. Januar 1974 in die Großgemeinde integriert.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[3] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[4][5]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
   
Von 15 Sitzen entfallen auf:
  • SPD: 7
  • CDU: 3
  • ÜWG: 5
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 44,2 7 46,3 11 42,8 10 47,2 11
ÜWG Überparteiliche Wählergemeinschaft 32,4 5 29,1 7 33,9 8 29,4 7
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 23,4 3 24,6 5 23,3 5 23,5 5
Gesamt 100,0 15 100,0 23 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 60,9 65,9 65,2 73,4

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1974–1995 Herbert Grüneberg
  • 1995–2007 Helmut Jakob
  • seit 2007 Klaus Fissmann

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Das Wappen der Gemeinde Ringgau führt im durch einen silbernen schrägrechten Wellenbalken geteilten Schild oben in Rot einen goldenen Eichenbruch mit drei Eicheln und zwei Blättern, unten in Blau drei goldene Ähren auf einem Halm.“[6]

Das Wappen der Gemeinde wurde am 17. Mai 1977 vom Hessischen Innenminister genehmigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Boyneburg- und Heimatstube des Heimatverein Datterode e. V.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Wasserburg Netra im Ortsteil Netra
  • Die Burgruine Boyneburg
  • Der Berliner Turm, Aussichtsturm oberhalb von Datterode
  • Acht-Mühlen-Brunnen und die acht Mühlen (Röhrda)
  • Beobachtungsturm des ehemaligen "Observation Post India" bei Lüderbach
  • Die Wüstungskirche bei Harmutshausen (Datterode)
  • Schloss Lüderbach (Lüderbach)
  • Ehrenmal (Datterode)
  • Burg Röhrda in Röhrda

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick ins NSG- und FFH-Gebiet Boyneburg und Schickeberg bei Breitau

An der Gemarkungsgrenze zu Sontra liegt das zweigeteilte Naturschutz- und FFH-GebietBoyneburg und Schickeberg bei Breitau“ östlich und nordöstlich von Breitau.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • An Christi Himmelfahrt findet an der Ruine der Boyneburg ein Volksfest mit Gottesdienst durch den Datteröder Pfarrer und mit der traditionellen Brotspende durch die Herren von Boyneburg statt.
  • In Datterode findet seit 1992 am Pfingstwochenende ein Handballrasenturnier der SG Datterode/Röhrda statt. Dabei nehmen über 100, auch überregionale, Mannschaften beider Geschlechter und aller Altersklassen teil.
  • In allen anderen Ortsteilen wird jährlich eine Zeltkirmes veranstaltet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Bundesstraße 7 (KasselEisenach), die direkt durch die Gemeinde führt, ist der Ort an das Straßennetz angeschlossen. Alle Ortsteile der Gemeinde werden durch die Buslinie 240 des NVV an die Kreisstadt Eschwege und an Herleshausen angebunden.

Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind Herleshausen an der Bahnstrecke Halle–Bebra sowie der Haltepunkt Wehretal-Reichensachsen an der Bahnstrecke Göttingen–Bebra.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2015 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 388 und 389.
  3. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  6. Hessischer Staatsanzeiger Nr. 23/1977 S. 1147 auf heimatverein-datterode.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ringgau (Gemeinde) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien