Krautscheid

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Krautscheid
Krautscheid
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Krautscheid hervorgehoben
Koordinaten: 50° 4′ N, 6° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Arzfeld
Höhe: 525 m ü. NHN
Fläche: 8,59 km2
Einwohner: 217 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54673
Vorwahl: 06554
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 253
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Luxemburger Straße 6
54687 Arzfeld
Website: www.krautscheid.com
Ortsbürgermeister: Peter Pusch
Lage der Ortsgemeinde Krautscheid im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild
Blick auf den Bildstock von 1781
Kirche St. Valentin

Krautscheid ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Arzfeld an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsgemeinde liegt zwischen Neuerburg und Arzfeld auf einer weithin sichtbaren Hochebene in der Südeifel, etwa 15 km östlich der Staatsgrenze zu Luxemburg. Zur Ortsgemeinde Krautscheid gehören die Ortsteile Ringhuscheid, Bellscheid und Krautscheid.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krautscheid grenzt im Norden an Lauperath, im Osten an Niederpierscheid und Oberpierscheid, Berkoth und Uppershausen im Süden sowie Arzfeld im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste gesicherte Erwähnung des Orts unter dem Namen „Kruisscheit“ stammt von einem Kaufvertrag aus dem Jahr 1231. In diesem wird ein Walterus sacerdos de Kruisscheit (Priester Walter zu Krautscheid) als Zeuge genannt.[2][3]

Bis 1794 gehörte die drei heute zur Gemeinde gehörenden Ortschaften Bellscheid, Krautscheid und Ringhuscheid zur luxemburgischen Herrschaft Neuerburg. Krautscheid war Hauptort einer Meierei, diesem Verwaltungs- und Gerichtsbezirk gehörten neben Krautscheid auch die Ortschaften Bellscheid, Hölzchen, Mauel, Niederpierscheid, Oberpierscheid, Ringhuscheid, die Höfe Windhausen und Wehrhausen und einen Teil von Arzfeld an.[4]

Während der französischen Verwaltung (1795–1814) wurden die drei Ortschaften von der Mairie Ringhuscheid verwaltet, die zum Kanton Arzfeld im Departement der Wälder gehörte.

Unter der preußischen Verwaltung (nach 1815) gehörte die Orte zunächst zur Bürgermeisterei Ringhuscheid im Kreis Prüm, von 1854 an zur Bürgermeisterei Waxweiler.

Die heutige Gemeinde wurde am 1. Januar 1973 aus den aufgelösten Gemeinden Krautscheid (damals 97 Einwohner), Bellscheid (46) und Ringhuscheid (159) neu gebildet.[5]

Bevölkerungsentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Krautscheid bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[6]

Jahr Einwohner
1815 208
1835 328
1871 381
1905 357
1939 368
1950 381
Jahr Einwohner
1961 337
1970 335
1987 304
1997 273
2005 262
2017 217

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Krautscheid besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Die sechs Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf drei Wählergruppen.[7]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Mai 2014 wurde Peter Pusch mit 55,3 Prozent zum Ortsbürgermeister gewählt. Er löste Oswald Keschtges ab.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Krautscheid
Blasonierung: „Von Silber über Rot geteilt, oben eine flugbereite schwarze Rabenkrähe, unten ein silberner, in drei Lindenblätter austreibender Baumstumpf“[8]
Wappenbegründung: Das Wappen zeigt ein „Redendes Wappen“. Die Farben sind Silber und Rot. Im oberen Feld ist eine schwarze auffliegende Krähe mit ausgebreiteten Flügeln dargestellt, im unteren Feld ein silberner Baumstubben, aus dem durch Stockausschlag neues Leben in Form von drei neuen Stämmchen, die in je einem Lindenblatt enden, sprießt. Der Baumstubben symbolisiert die Waldrodung, wodurch die drei Orte entstehen konnten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Krautscheid

Grünflächen und Naherholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jährliches Kirmes- bzw. Kirchweihfest
  • Hüttenbrennen am ersten Wochenende nach Aschermittwoch (sogenannter Scheef-Sonntag) [13][14]
  • Mehrmal jährlich finden hier Motorsport-Veranstaltungen (Stock-Car und Autocross) statt. Die ersten Rennen wurden 1969 durchgeführt und ziehen Besucher aus weitem Umkreis an.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Krautscheid

Krautscheid ist eine landwirtschaftlich geprägte Wohngemeinde. Seit 1971, als noch 48 landwirtschaftliche Betriebe gezählt wurden, hat die landwirtschaftlich genutzte Fläche von 603 ha auf 420 ha (2010) abgenommen, die von 7 Betrieben bewirtschaftet wurden.

64 % des Gemeindegebietes werden landwirtschaftlich genutzt, 31 % sind von Wald bestanden (Stand 2011).[6]

Der Ort liegt am Kreuzungspunkt mehrerer Landes- und Kreisstraßen. Die nächste Autobahn-Anschlussstelle Waxweiler/Schönecken liegt 10 km östlich an der Bundesautobahn 60.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsgemeinde ist Standort einer Freiwilligen Feuerwehr.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Wackenroder (Bearb.): Die Kunstdenkmäler des Kreises Prüm (= Paul Clemen [Hrsg.]: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 12/II). Trier 1983, ISBN 3-88915-006-3, S. 175 (222 S., Mit 9 Taf. u. 185 Abb. im Text. Nachdr. d. Ausg. Schwann, Düsseldorf 1927).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Krautscheid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Philipp de Lorenzi: Beiträge zur Geschichte sämtlicher Pfarreien der Diöcese Trier. Bischöfliches General-Vikariat, Trier 1887, S. 629 (www.dilibri.de)
  3. Heinrich Beyer: Mittelrheinisches Urkundenbuch, Band III, Coblenz: Hölscher, 1874, S. 352, Urkunde 447 (www.dilibri.de)
  4. Artikel Krautscheid auf www.region-trier.de
  5. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (Memento vom 22. Dezember 2017 im Internet Archive) (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 393). Bad Ems März 2006, S. 183 (PDF; 2,6 MB). i Info: Es liegt ein aktuelles Verzeichnis (2016) vor, das aber im Abschnitt „Gebietsänderungen – Territoriale Verwaltungsreform“ keine Einwohnerzahlen angibt.
  6. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. Wappen von Krautscheid
  9. Wandern in Krautscheid. Abgerufen am 29. April 2018.
  10. Wandern von Krautscheid nach Lauperath. Abgerufen am 29. April 2018.
  11. Jakobsweg/Pilgerweg. Abgerufen am 18. Mai 2017.
  12. Jakobsweg Köln nach Schengen. Abgerufen am 29. April 2018.
  13. Hüttenbrennen in der Eifel. Abgerufen am 1. Mai 2016.
  14. Hüttensonntag in der Eifel. Abgerufen am 10. August 2017.