Ringleben (bei Artern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ringleben
Ringleben (bei Artern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ringleben hervorgehoben
Koordinaten: 51° 22′ N, 11° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Kyffhäuserkreis
Verwaltungs­gemeinschaft: Mittelzentrum Artern
Höhe: 125 m ü. NHN
Fläche: 15,14 km2
Einwohner: 819 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km2
Postleitzahl: 06556
Vorwahl: 03466
Kfz-Kennzeichen: KYF, ART, SDH
Gemeindeschlüssel: 16 0 65 057
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Grabenstraße 34a
06556 Ringleben
Bürgermeister: Lutz Fensterer (parteilos)
Lage der Gemeinde Ringleben im Kyffhäuserkreis
Thüringen Abtsbessingen Artern/Unstrut Bad Frankenhausen/Kyffhäuser Kyffhäuserland Bellstedt Kyffhäuserland Clingen Borxleben Bretleben Donndorf Ebeleben Etzleben Freienbessingen Gehofen Kyffhäuserland Gorsleben Greußen Großenehrich Kyffhäuserland Kyffhäuserland Hauteroda Helbedündorf Heldrungen Hemleben Heygendorf Holzsußra Ichstedt Kalbsrieth Mönchpfiffel-Nikolausrieth Nausitz Niederbösa Oberbösa Oberheldrungen Oldisleben Reinsdorf Ringleben Rockstedt Roßleben Kyffhäuserland Kyffhäuserland Sondershausen Kyffhäuserland Thüringenhausen Topfstedt Trebra Voigtstedt Wasserthaleben Westgreußen Wiehe WolferschwendaKarte
Über dieses Bild

Ringleben ist eine Gemeinde im Osten des Kyffhäuserkreises in Thüringen (Deutschland). Die Gemeinde wird von der Verwaltungsgemeinschaft Mittelzentrum Artern mit Sitz in der Stadt Artern verwaltet.

Kirche St. Valentin in Ringleben (2014)
Fachwerkhaus in Ringleben

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt zwischen dem breiten Tal der Unstrut und dem Kyffhäusergebirge in einem sehr fruchtbaren Gebiet, das auch Das Ried genannt wird. Landschaftlich treffen hier die Goldene Aue (nördlich vom Kyffhäuser gelegen) und die Diamantene Aue (südlich des Kyffhäuser gelegen) aufeinander. Die Stadt Artern ist 5 km entfernt, Bad Frankenhausen etwa 10 km und die sachsen-anhaltische Stadt Sangerhausen ca. 12 km.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Ringlebens (Rinkelebo) datiert bereits aus dem Jahre 786, es wird aber vermutet, dass der Ort zu dem Zeitpunkt schon 400 Jahre existierte. Ringleben gehörte nacheinander den Grafen zu Stolberg, den Herren von Heldrungen sowie den Grafen von Schwarzburg. Bei Ringleben, das mit bewehrten Toren und Mauern ausgestattet war, befand sich eine Thingstätte. Hier wurde im 16. Jahrhundert Recht gesprochen. Die Gemeinde lag an der Kreuzung zweier alter Handels- und Heerwege (Heerstraße von Bad Frankenhausen nach Artern und Handelsstraße von Erfurt nach Lübeck). Bis 1918 gehörte der Ort zur Unterherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994 - 1.208
  • 1995 - 1.193
  • 1996 - 1.178
  • 1997 - 1.174
  • 1998 - 1.169
  • 1999 - 1.149
  • 2000 - 1.159
  • 2001 - 1.119
  • 2002 - 1.097
  • 2003 - 1.070
  • 2004 - 1.056
  • 2005 - 1.047
  • 2006 - 1.033
  • 2007 - 1.009
  • 2008 - 0998
  • 2009 - 0961
  • 2010 - 0944
  • 2011 - 0898
  • 2012 - 881
  • 2013 - 846
  • 2014 - 830
  • 2015 - 819
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sankt-Valentins-Kirche im Übergangsstil von der Romanik zur Gotik
  • barocke Grabdenkmale auf dem Kirchhof
  • Schenktor (gotischer Turmbau mit spitzbögigem Tonnengewölbe)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ringleben liegt an der direkten Verbindungsstraße von Bad Frankenhausen nach Artern. Von diesen beiden Städten aus führen Bundesstraßen in alle Richtungen. 10 km nördlich gelangt man über den Autobahnanschluss Sangerhausen-West auf die Bundesautobahn 38. Die Bundesautobahn 71 überquert etwa 2 km östlich von Ringleben die Unstrut, die nächstgelegene Anschlussstelle ist Artern. Der nächste Bahnhof befindet sich ebenfalls in Artern an der Bahnstrecke Sangerhausen–Erfurt.

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adolf Frantz (1851−1908), Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ringleben (bei Artern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien