Ringverein

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Die Ringvereine waren kriminelle Vereinigungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Berlin. Die Mitglieder zeichneten sich dadurch aus, dass sie als Erkennungszeichen einen Ring trugen.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Reichsverein ehemaliger Strafgefangener entstand 1890 in Berlin und war ein Verein zur solidarischen Unterstützung Strafgefangener. Weitere Vereine schlossen sich 1898 in Berlin zum Dachverband Ring Berlin zusammen.

Sie organisierten Überfälle, Einbrüche, Raubzüge, Prostitution und Hehlerei, beschafften sich gegenseitig Alibis und unterstützten sich bei Krankheit und Gefängnisaufenthalt.

1934 wurden sie von den Nationalsozialisten verboten.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Immertreu
  • Libelle
  • Apachenblut
  • Reichsverein ehemaliger Strafgefangener
  • Freie Vereinigung
  • Deutsche Eiche

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hsi-Huey Liang: Die Berliner Polizei in der Weimarer Republik., Veröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin (Bd. 47), Walter de Gruyter & Co. / G. J. Göschen’sche Verlagshandlung, Berlin / New York 1977, ISBN 3-11-006520-7.
  • Erich Frey: Ich beantrage Freispruch. Aus den Erinnerungen des Strafverteidigers., Heyne, München 1959.
  • Werner W. Malzacher: Berliner Gaunergeschichten. Aus der Unterwelt 1918–1933., Haude & Spenersche, Berlin 1970.
  • Peter Feraru: Muskel Adolf & Co. – Die „Ringvereine“ und das organisierte Verbrechen in Berlin., Argon, Berlin 1995, ISBN 3-87024-785-1.
  • Wie ist die Berliner Unterwelt organisiert? Artikel in der Vossischen Zeitung, 5. Januar 1929
  • Arthur Hartmann, Klaus von Lampe: The German underworld and the Ringvereine from the 1890s through the 1950s., Global Crime (Vol. 9, Issue 1&2, S. 108–135), Routledge, New York 2008, ISSN 1744-0572.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiktionary: Ringverein – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen