Ringwall Dreibornskopf

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Ringwall Dreibornskopf
Noch sichtbarer Teil des Innenwalls

Noch sichtbarer Teil des Innenwalls

Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Burgstall, Wallrest
Ort: Hausen vor der Höhe
Geographische Lage 50° 4′ 23,6″ N, 8° 3′ 43,7″ OKoordinaten: 50° 4′ 23,6″ N, 8° 3′ 43,7″ O
Höhe: 490 m ü. NHN
Ringwall Dreibornskopf (Hessen)
Ringwall Dreibornskopf

Der Ringwall Dreibornskopf ist eine abgegangene Ringwallanlage im Taunus in der Gemarkung Kiedrich nahe dem Schlangenbader Ortsteil Hausen vor der Höhe im hessischen Rheingau-Taunus-Kreis. Eine Datierung der Anlage ist aufgrund der unklaren örtlichen Darstellung, wie auch dem Fehlen von Funden bis heute nicht möglich.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ringwall liegt im Taunusteil Rheingaugebirge innerhalb des Naturparks Rhein-Taunus im Kiedricher Gemeindewald – etwa 1,7 Kilometer südöstlich von Hausen und 4 km nordnordwestlich von Kiedrich. Er befindet sich auf der nach Südwesten vorspringenden Nase der Dreibornsköpfe auf etwa 490 m ü. NHN[1] Höhe und ist nicht weit von der Passhöhe der alten Straße entfernt, die vom oberen Rheingau über den Taunushauptkamm zum Wispertal führt.

Erkundung und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1904 und 1908 führte Christian Ludwig Thomas Erkundungen durch. Funde oder auch Wallschnitte gab es allerdings nicht, weswegen eine Datierung des Ringwallanlage bis heute nicht möglich ist.

Es handelt sich um eine kleine Doppelringwallanlage. Nur der ovale Innenring mit einer Länge von 56 m und einer Breite von 35 m zeichnet sich noch ab. An der Nordwestseite wurde im Rahmen der Untersuchungen unter Christian Ludwig Thomas ein Tor gefunden. Der Außenwall nähert sich einer Kreisform an. Der genaue Verlauf ist aufgrund der Zerstörungen nicht mehr feststellbar. Aus gleichem Grund ließen sich keine Hinweise auf eine Toranlage feststellen. Offensichtlich waren teilweise Felsklippen in den Außenwall einbezogen. Nach Nordosten hin führt ein flach ansteigender Bergrücken zu den Dreibornsköpfen, was annehmen lässt, dass von dort aus der Zugang zur Anlage angelegt war; die anderen Bergflanken unterhalb des Walls fallen mäßig bis steil zum Sillgraben ab.

Denkmalschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Burgstall der Wallanlage ist ein Bodendenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz. Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind genehmigungspflichtig, Zufallsfunde an die Denkmalbehörden zu melden.

Sage vom Geisterwein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine lokale Sage erzählt davon, dass sich unterhalb der Anlage unsichtbare Keller erstrecken sollen, in denen die Geister römischer Legionäre hausen sollen. Nach der Varusschlacht soll der Cherusker Hermann selbst die Römer bis an die Wisper verfolgt und hier aufgerieben haben.

Die Geister dieser Legionäre steigen der Sage nach im November in voller Montur aus dem Keller in die Weinberge, stoppeln dort die letzten verbliebenen Trauben und keltern hieraus Wein. Verirrt sich ein Mensch in dieser Zeit in den Heidekeller, wird er von den Geistern betrunken gemacht, irrt die Nacht herum und vergisst die Zeit.[2]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Topographische Karte Hessen 5914 Eltville am Rhein
  • Christian Ludwig Thomas Heidenkeller in Nassauische Mitteilungen 13 (1909/1910)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Gerd Bauer: Geheimnisvolles Hessen, 2. Auflage, Hitzroth-Verlag, Marburg 1993, S. 174–175, ISBN 3-89398-135-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]