Riol

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Riol
Riol
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Riol hervorgehoben
Koordinaten: 49° 48′ N, 6° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Schweich an der Römischen Weinstraße
Höhe: 125 m ü. NHN
Fläche: 6,3 km2
Einwohner: 1230 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 195 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54340
Vorwahl: 06502
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 115
Adresse der Verbandsverwaltung: Brückenstraße 26
54338 Schweich
Webpräsenz: www.riol.de
Ortsbürgermeisterin: Christel Egner-Duppich
Lage der Ortsgemeinde Riol im Landkreis Trier-Saarburg
Luxemburg Saarland Eifelkreis Bitburg-Prüm Landkreis Birkenfeld Trier Bescheid (Hunsrück) Beuren (Hochwald) Damflos Geisfeld Grimburg Gusenburg Hermeskeil Hinzert-Pölert Naurath (Wald) Neuhütten (Hochwald) Rascheid Reinsfeld Züsch Baldringen Greimerath (bei Trier) Heddert Hentern Kell am See Lampaden Mandern Paschel Schillingen Schömerich Vierherrenborn Waldweiler Zerf Kanzem Konz Nittel Oberbillig Onsdorf Pellingen Tawern Temmels Wasserliesch Wawern (Saar) Wellen (Mosel) Wiltingen Bonerath Farschweiler Gusterath Gutweiler Herl Hinzenburg Holzerath Kasel (bei Trier) Korlingen Lorscheid Mertesdorf Morscheid Ollmuth Osburg Pluwig Riveris (Gemeinde) Schöndorf (an der Ruwer) Sommerau (an der Ruwer) Thomm Waldrach Ayl Fisch (Saargau) Freudenburg Irsch (bei Saarburg) Kastel-Staadt Kirf Mannebach (bei Saarburg) Merzkirchen Ockfen Palzem Saarburg Schoden Serrig Taben-Rodt Trassem Wincheringen Bekond Detzem Ensch Fell (Mosel) Föhren Kenn Klüsserath Köwerich Leiwen Longen Longuich Mehring (Mosel) Naurath (Eifel) Pölich Riol Schleich Schweich Thörnich Trittenheim Aach (bei Trier) Franzenheim Hockweiler Igel (Mosel) Kordel (Eifel) Langsur Newel Ralingen Trierweiler Welschbillig ZemmerKarte
Über dieses Bild
Blick über Riol
Mosel bei Riol

Riol ist eine Ortsgemeinde im moselfränkischen Sprachraum im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Riol liegt am rechten, südlichen Ufer der Mosel zwischen den Nachbarorten Longuich oberhalb und diesseits und Mehring unterhalb und jenseits der Mosel. An der Gemarkungsgrenze zu Longuich mündet der Feller Bach in die Mosel. Südlich, in etwa 800 m Entfernung, verläuft in weitem Bogen die A1 (Abschnitt Mosel-Saarbrücken) mit der markanten „Fellerbachtalbrücke“. Zwischen der Ortslage und der Autobahn liegt die Weinberg-Einzellage „Rioler Römerberg“.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon in der Antike machte sich Riol einen Namen durch die von Tacitus geschilderte Schlacht bei Rigodulum (keltischer Ursprung) im Jahre 70 n. Chr., bei der die Römer die Treverer (keltisch-germanischer Volksstamm) besiegten. Schauplatz des Waffengangs waren die Höhenzüge bei Riol, die die Treverer in aller Eile durch Gräben und Steindämme zu einem Bollwerk umfunktioniert hatten. Der schroff abfallende Teil des Bergzuges ermöglichte es den Moselanern, eine Zeit lang Widerstand zu leisten. Auf Dauer konnten sie jedoch der Übermacht der Römer nicht standhalten. Durch diese Niederlage der Treverer war Trier dem Sieger preisgegeben. Dennoch schonten die Römer die abtrünnige Stadt. In der Folgezeit gewann die römische Kultur immer mehr an Einfluss.[2]

Peter von Aspelt, der Königsmacher, war hier Pfarrer, bevor er Mainzer Erzbischof wurde.

Im Jahre 1497 wurde die Riolsburg als Besitz des Grafen Sebastian von Sayn erstmals erwähnt. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gehörte die Burg den Husmann von Namedy, die sich danach auch Freiherren von Riolsburg nannten. Die Burg erlosch während des Dreißigjährigen Krieges. Von ihr sind keinerlei Reste erhalten.

Teile einer römischen Villa sind in der heutigen Treppenanlage zu sehen, die zur Pfarrkirche St. Martin hinaufführt. Der romanische Glockenturm der Kirche wurde auf römischen Fundamenten erbaut.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Riol, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 341
1835 587
1871 657
1905 653
1939 705
1950 688
Jahr Einwohner
1961 745
1970 767
1987 898
1997 1.037
2005 1.121
2015 1.230

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Riol besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.

Die Sitzverteilung im Ortsgemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU WGR Gesamt
2014 3 6 7 16 Sitze
2009 4 6 6 16 Sitze
2004 4 6 6 16 Sitze
1999 4 9 3 16 Sitze

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine bekannte Weinlage ist der Rioler Römerberg, der seinen Namen zur Erinnerung an die dortige Schlacht zwischen Kelten und Römern erhielt.

Ansässig sind verschiedene Weingüter und Weinstuben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche von Riol

Am dritten Wochenende im Juni wird jedes Jahr von Freitag bis Sonntag in Riol das Weinfest Zum Wohl Riol veranstaltet. Samstags findet eine große Weinprobe mit Weinen von Weingütern aus Riol statt.[5]

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freizeitsee Triolago

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Riol – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Eintrag zu Schlacht bei Rigodulum in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier, abgerufen am 11. März 2016.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Weinfest Riol – Zum Wohl Riol. Nightlife-Trier.de, abgerufen am 13. September 2015.