Risør

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Risor ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum bulgarischen Germanisten und Übersetzer siehe Ljubomir Ognjanow-Risor.
Wappen Karte
Wappen der Kommune Risør
Risør (Norwegen)
Risør
Risør
Basisdaten
Kommunennummer: 0901 (auf Statistik Norwegen)
Provinz (fylke): Aust-Agder
Verwaltungssitz: Risør
Koordinaten: 58° 43′ N, 9° 13′ OKoordinaten: 58° 43′ N, 9° 13′ O
Fläche: 193 km²
Einwohner:

6916 (30. Apr. 2016)[1]

Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner je km²
Sprachform: neutral
Postleitzahl: N 4952
Gliederung: Risør, Søndeled
Webpräsenz:
Politik
Bürgermeister: Per Kristian Lunden (Ap) (2011)
Lage in der Provinz Aust-Agder
Lage der Kommune in der Provinz Aust-Agder
Stadtansicht

Audio-Datei / Hörbeispiel Risør?/i ist eine Kommune an der südnorwegischen Küste in der Provinz (Fylke) Aust-Agder.

Der Name kommt von der Insel "Risøya" (deutsch: Reisig-Insel) vor der Küste. Die Kleinstadt ist eine von Europas besterhaltenen Holzhaussiedlungen aus dem 19. Jahrhundert – sie erhielt im Jahr 1990 den Preis für die schönste Holzstadt des Landes. Ihren Beinamen den hvite by ved Skagerrak (deutsch: Die weiße Stadt am Skagerrak) verdankt sie ihrer Entstehung während des großen Holzexportbooms in die Niederlande um 1500.

Der Ort war bis 1630 der Holzumschlagsplatz für Skien. Als Kristiansand gebaut wurde, sollten die Einwohner von Risør dorthin umgesiedelt werden, was aber am Widerstand der Bevölkerung scheiterte. Risør hatte im 18. Jahrhundert größere Zolleinnahmen als Kristiansand. 1723 erhielt Risør die Stadtrechte. Im Krieg von 1808 bis 1818 ging von Risør eine große Zahl von Kaperfahrten aus. Dort war eine große Segelflotte stationiert, die aber mit dem Aufkommen der Dampfschifffahrt verschwand.

1861 zerstörte ein verheerender Brand alle 248 Häuser. Daraufhin wurde Risør neu geplant. Der Ort behielt seinen alten Namen "Øster Riisøer" noch bis 1905. Danach wurde "Risør" der offizielle Name. 1964 wurden die ehemals selbständigen Orte Risør und Søndeled unter dem Namen Risør zusammengelegt.

Søndeled ist wesentlich älter und entstand aus einem Verkehrsknotenpunkt von Wasserlauf, Fjord und Landweg. Die Kirche des Ortsteils aus dem Jahre 1150 wurde 1997 zum lokalen Kulturdenkmal ernannt.

Heute wohnen ungefähr 3.500 Menschen im Ortsteil Risør. 136 km² des Kommunegebietes sind mit Wald bestanden, 6 km² sind Ackerbaufläche.

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Heilig-Geist-Kirche von Risør wurde im Jahre 1647 gebaut. Das Altarbild wurde von einem Rubensschüler gemalt und war ursprünglich für eine Kirche in Riga bestimmt. Doch das Schiff erlitt zwischen Risør und Lyngør Schiffbruch und wurde der Kirche von Risør geschenkt. Der Rahmen des Bildes und die Kanzel stammen aus 1674.
  • Oberhalb des Ortes Risør befindet sich ein markanter Kalkfelsen Risørflekken. Von ihm aus kann man 22 Nautische Meilen übers Meer sehen, und er dient der Schifffahrt als Landmarke.
  • Im August findet eine populäre Regatta für Holzboote statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Knoller, Rasso – Norwegen, Goldstadt Verlag, Pforzheim 1995, ISBN 3-89550-039-9
  • Mehling, Marianne – Kulturführer Norwegen, Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur, München 1998, ISBN 3-8289-0674-5
  • Detlef Jens: Wer einmal hier war, kommt immer wieder. Trebåtfestival, Risør. In: ders.: Die klassischen Yachten. Bd. 1: Festivals in Nordeuropa. Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg 2006, S. 76–107. ISBN 978-3-7822-0943-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Risør – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistics Norway – Population and quarterly changes, Q1 2016