Risiko

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Risiko (Wagnis, Gefahr, vom Schicksal / Zufall abhängen, vermutlich aus dem Italienischen,[1] siehe Wortherkunft) wird in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen unterschiedlich definiert (siehe Risikobegriff in verschiedenen Fachdisziplinen). Allen Definition gemeinsam ist die Beschreibung des Risikos als Ereignis mit möglicher negativer (Gefahr) bzw. positiver (Chance) Auswirkung.[2] Da nicht alle Einflussfaktoren bekannt sind, bzw. vom Zufall abhängen, ist das Risiko mit einem Wagnis verbunden. Unter einem Wagnis wird fachsprachlich „das Eingehen eines Risikos bzw. das Einlassen auf eine risikohaltige Situation“ verstanden.[3]

Begriffliche Abgrenzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gefahr, Exposition, Risiko, Wagnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Begriffe Gefahr, Risiko und Wagnis sind fachsprachlich exakt definiert.[4][5][3] Im allgemeinen Sprachgebrauch wird dies häufig nicht beachtet, werden die Begriffe oft synonym verwendet.[5] Daraus entstehen bisweilen Missverständnisse.[4]

Eine Gefahr besteht, wenn eine Sachlage eine schädliche Wirkung haben kann. Gefahren sind also beispielsweise eine Unebenheit in der Straße, eine unbeaufsichtigte Maschine, ein Feuer, ein Terroranschlag.[5]

Der zweite zu betrachtende Faktor ist die Exposition, also wie sehr eine betrachtete Person oder ein betrachteter Gegenstand der Gefahr ausgesetzt ist: Ein Terroranschlag in München ist für eine Person in Hamburg ungeachtet der Gefühlslage vergleichsweise ungefährlich. Ein Risiko besteht nur dann, wenn eine Gefahr und die Exposition gemeinsam auftreten.[5]

Ein Tiger in einem Käfig ist eine Gefahr, aber kein Risiko.

Das Risiko drückt die Wahrscheinlichkeit aus, mit der eine betrachtete Person oder ein betrachteter Gegenstand auf eine Gefahr stößt. Ein Tiger kann als Gefahr betrachtet werden.[5] Solange der Tiger sich in seinem verschlossenen Käfig befindet, ist die Exposition aber nicht möglich, und es besteht kein Risiko.[5] Trotzdem besteht die Gefahr weiter, denn diese ist nur an die Existenz des Tigers geknüpft.

Anders als es der Duden[6] fälschlicherweise vorgibt, sind auch die Begriffe „Risiko“ und „Wagnis“ weder umgangssprachlich noch fachsprachlich Synonyme: Ein Risiko ist nicht identisch mit einem Wagnis. Das „Risiko“, wegen einer Gesetzesübertretung im Gefängnis zu landen, hat beispielsweise nichts mit einem „Wagnis“ zu tun, und einen Unfall kann man durch grob fahrlässiges Verkehrsverhalten zwar „riskieren“, aber nicht „wagen“. Es gibt ein Unfallrisiko, aber kein Unfallwagnis. Die klar definierten Begriffe sind nicht austauschbar.[7]

Vertiefung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Risiko wird im Allgemeinen als Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit eines unerwünschten Ereignisses und Schadensschwere als Konsequenz aus einem etwaigen Eintritt des Ereignis angesehen. Eine oft übliche Vereinfachung ist es, das Produkt aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensschwere als Risiko zu bezeichnen. Dies ist dann angemessen, wenn dieses Produkt wohldefiniert ist und wenn das Ereignis so oft eintritt oder eintreten kann, dass der Übergang zu dem durch dieses Produkt beschriebenen Erwartungswert sinnvoll ist. Das Risiko wird in diesem Fall in der Einheit der Zielgröße bewertet.[8]

Auf Grund des begrenzten Wissens über Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß ist es von einer Reihe von Begriffen abzugrenzen.

Im Unterschied zum Begriff Risiko ist der Begriff Wagnis tendenziell mit einer ethischen Komponente verbunden und findet deshalb bevorzugt in den Geisteswissenschaften (Theologie, Philosophie, Psychologie, Pädagogik, Sportwissenschaften etc.) Verwendung (Wagnis Freundschaft, Wagnis Ehe, Wagnis Sport).[9][10] Im Unterschied zum Risiko ist das Wagnis zudem immer mit einer Handlung verbunden: Es wird zwischen dem Sachverhalt einer objektiven Gefahrensituation, d.h. eines Risikos, und dem Sachverhalt, ob jemand sich auf diese Situation einlässt, unterschieden. Risiko ist danach immer Teil eines Wagnisses. Es gibt kein Wagnis ohne Risiken. Risiken sind aber nicht zwingend mit einem Wagnis verbunden. Ein solches erfordert vielmehr zusätzlich eine persönliche Handlungsentscheidung.[7][11]

Im juristischen Sprachgebrauch wird das Risiko von der Gefahr abgegrenzt. Hier beschreibt Gefahr eine Situation, in der bei ungehindertem, nicht beeinflussbaren Ablauf des Geschehens ein Zustand oder ein Verhalten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu einem erwarteten Schaden führt. Die Gefahr stellt ein stärkeres Risiko dar.[12] Ferner wird das Risiko vom Restrisiko abgegrenzt, das zunächst als schwächeres Risiko bezeichnet werden kann.

Zur Unterscheidung der Begriffe Gefahr, Risiko und Restrisiko wurde auch die „Je-desto“ Formel entwickelt. Sie besagt, dass bei größerem drohenden Schadensumfang infolge von Synergieeffekten die Ansprüche an die Eintrittswahrscheinlichkeit des Ereignisses geringer sind, um dennoch von einer Gefahr zu sprechen. Diese Abgrenzung wird jedoch schwierig, wenn es unmöglich erscheint, Aussagen über Schadenshöhe oder Eintrittswahrscheinlichkeit zu treffen.

In diesem Fall verfließen die Grenzen zwischen Gefahr und Risiko sowie Risiko und Restrisiko. Vorstellbar ist hier, dass das Schadenspotenzial eines benannten Restrisikos um ein Vielfaches höher sein kann als das einer klar definierten Gefahr. Beispiel: Bis zum 11. September 2001 konnte sich niemand vorstellen, dass Terroristen mit Flugzeugen das World-Trade-Center in New York zum Einstürzen bringen würden. Dieses Ereignis wurde bis dahin als sehr unwahrscheinlich und damit als Restrisiko betrachtet. Nach dem 11. September stellt ein terroristischer Angriff aus der Luft jedoch eine Gefahr dar.

In Gegensatz zu Ereignissen unter Ungewissheit und Unwissenheit ist das Eintreten eines Risikos kalkulierbar. Bei der Ungewissheit sind die möglichen Auswirkungen bekannt, man verfügt jedoch nicht über Informationen zur Eintrittswahrscheinlichkeit. Beim Unwissen sind auch die Auswirkungen der untersuchten Handlungsalternativen nicht vollständig bekannt. In beiden Fällen ist das Ereignis mehr als beim Risiko, unkalkulierbar. Es ist aber auch denkbar, dass weder die Schadenshöhen noch die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses bekannt sind.

Wortherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Duden wurde im 16. Jahrhundert das italienische Fremdwort risico als kaufmännischer Terminus in unseren Sprachgebrauch aufgenommen. Damals verstand ihn der Kaufmann als gewisse Gefahr bzw. ein Wagnis.[13] Die Herkunft des italienischen Wortes risico ist jedoch nicht eindeutig geklärt. Während Großwörterbücher des Deutschen (Duden, Wahrig) das Wort über das vulgärlateinische, nicht belegte *risicare*resecare („Gefahr laufen, wagen“) auf das altgriechische ῥίζα (rhiza „Wurzel, Klippe“) zurückführen, nennt das Etymologische Wörterbuch der deutschen Sprache (2000) als etymologischen Hintergrund nur das postulierte vulgärlateinische *resecum („Felsklippe“), das als Verbalsubstantiv zu resecare („abschneiden“) den „vom Festland abgeschnittenen Felsturm, der zur Gefahr für Handelsschiffe wird“ bezeichnet. Auch das viel ältere Romanische Etymologische Wörterbuch (1935) sieht die Entwicklung des Wortes im griechischen ῥιζικόν (rhizikon „Klippe“) und der dazugehörigen Ableitung lat. resecare begründet. Kluge (1999) diskutiert dagegen eine vorromanische Form riscare, die als Ableitung vom lateinischen rixari („streiten, widerstreben“) die unkalkulierbaren Folgen eines Widerstands im Kampf bezeichnen würde. Eine weitere Herkunft liefert der Fremdwörter-Duden. Dort wird der Begriff vom arabischen (rizq „von Gottes Gnade oder Geschick abhängigen Lebensunterhalt“) abgeleitet.

Risikobegriff in verschiedenen Fachdisziplinen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entscheidungstheorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entscheidungstheorie differenziert das Verhalten eines Entscheiders im Angesicht einer Risiko-Situation.

  • Risikoaversion oder Risikoscheu bezeichnet die Eigenschaft eines Entscheiders, bei der Wahl zwischen mehreren Alternativen mit gleichem Erwartungswert (= Eintrittswahrscheinlichkeit x Nutzenhöhe) die Alternative mit dem geringsten Risiko bezüglich des Ergebnisses – und damit auch dem geringstmöglichen Verlust – zu bevorzugen. Risikoscheue Entscheider bevorzugen also einen möglichst sicheren Gewinn, auch wenn dieser klein ausfällt.
  • Risikoneutralität bedeutet, dass ein Entscheider bezüglich des Risikos indifferent ist, das heißt seine Entscheidung allein anhand des Erwartungswertes trifft und das dabei evtl. auftretende Risiko nicht mit in seine Entscheidung einbezieht.
  • Risikoaffinität, Risikosympathie oder Risikofreude bezeichnet die Eigenschaft eines Entscheiders, bei der Wahl zwischen mehreren Alternativen mit gleichem Erwartungswert die Alternative mit dem höchsten Risiko bezüglich des Ergebnisses – und damit auch dem höchstmöglichen Gewinn – zu bevorzugen. Risikofreudige Entscheider bevorzugen also einen möglichst hohen Gewinn, auch wenn dieser unsicher ist.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die geographische Risikoforschung analysiert Effekte von antizipierten Gefährdungen im Schnittfeld von Gesellschaft und Umwelt. Die Forschung verfolgt zwei unterschiedliche Zielsetzungen: Bei einem Teil der geographischen Risikoforschung geht es darum, objektive Risikofaktoren in der Wechselwirkung von Mensch und Umwelt zu bestimmen. Ein anderer Teil untersucht, in Anlehnung an die konstruktivistischen Sozialwissenschaften, welche gesellschaftlichen Effekte mit der Zuschreibung „Risiko“ verbunden sind. Spezifische Merkmale der geographischen Risikoforschung ist das Augenmerk für die Verräumlichung von Risiken und der hohe interdisziplinäre und integrale Anspruch als Vermittler zwischen verschiedenen Risikokonzeptionen.[14]

Gesundheitswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Medizin spricht man von Risikoindikatoren und Risikopatienten, wenn bestimmte Vorerkrankungen oder Zusatzerkrankungen vorliegen, die eine Operation oder weitere medizinische Behandlungen erschweren oder gar verbieten, weil sie eine erhöhte Gefährdung mit sich bringen und entsprechend einer besonders sorgfältigen Anamnese und abgewogenen Behandlung bedürfen.[15] Als Risikofaktoren gelten z. B. Herz-Kreislauferkrankungen mit einem vorangegangenen Infarkt oder Herzinsuffizienz, Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus oder eine Immunabwehrschwäche und Infektionskrankheiten wie Hepatitis oder AIDS. Zu den speziellen Risikopatienten zählen neben den Herzkranken, Tumorleidenden und sehr alten Menschen beispielsweise auch Patienten mit Marcumarmedikation, Allergiker oder Asthmatiker. In der Anästhesie unterliegen besonders die „kardialen Risikopatienten“ einer besonderen Aufmerksamkeit.[16] In der Gynäkologie spricht man von einer Risikoschwangerschaft bzw. einer Risikogeburt, wenn aufgrund bestimmter Faktoren eine erhöhte Gefährdung von Mutter und/oder Kind besteht.[17]

Eine Auswertung von zahlreichen Studien ergab, dass pro Jahr im Krankenhausbereich mit fünf bis zehn Prozent unerwünschter Ereignisse, zwei bis vier Prozent Schäden, ein Prozent Behandlungsfehler und 0,1 Prozent Todesfälle, die auf Fehler zurückgehen, zu rechnen ist. Bei jährlich 17 Millionen Krankenhauspatienten entspricht dies 850.000 bis 1,7 Millionen unerwünschten Ereignissen, 340.000 Schäden (vermeidbare unerwünschte Ereignisse), 170.000 Behandlungsfehler (mangelnde Sorgfalt) und 17.000 auf vermeidbare unerwünschte Ereignisse zurückzuführende Todesfälle. Der gesamte ambulante Bereich ist darin nicht enthalten.[18]

Ingenieur- und Umweltwissenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umweltwissenschaftler, Planer und Sicherheitsingenieure bezeichnen mit Risiko die Kombination von Eintrittshäufigkeit bzw. Eintrittswahrscheinlichkeit und Ereignisschwere bzw. Schadensausmaß. Diese Definition ist z.B. in der EN ISO 12100:2010 verwendet. Die Vereinfachung eines Produkts ist auch hier teilweise üblich und wird auch vom wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen (WBGU, siehe Jahresgutachten, 1998) verwendet. Bei der empirischen Anwendung des Konzepts treten z. T. Prognose- und Quantifizierungsprobleme auf. Beispiele zur Lösung dieser Probleme finden sich vor allem in den methodischen Vorgehensweisen zur Abschätzung von Hochwasserrisiken sowie der Hochwasserschadenserwartungswerte.

Die Eintrittshäufigkeit bezeichnet dabei die Häufigkeit, mit der ein Ereignis innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls eintritt. So bedeutet z. B. 0,01 Ereignisse pro Jahr, dass im Mittel ein Schadensereignis einmal in 100 Jahren beobachtet worden ist. Solche Einschätzungen sind abhängig von den verfügbaren statistischen Daten und Erfahrungen aus der Vergangenheit. Sie sind nur dann halbwegs verlässlich, wenn eine genügend große Zahl von Beobachtungen vorliegt (Gesetz der großen Zahlen). Der Schluss, ein Ereignis mit der beobachteten Eintrittshäufigkeit würde auch in Zukunft "nur alle 100 Jahre" auftreten, ist bei Zufallsereignissen ein Fehlschluss.

Die Einheit des Schadensausmaßes hängt vom jeweiligen Sachgebiet ab. Es können Werte sein, die sich in Geldgrößen ausdrücken lassen (€), es kann sich aber auch um befürchtete Tote, potenziell schwer Betroffene oder den Totalverlust eines Flugzeuges handeln. Selbstverständlich lässt sich nicht jedes Schadensausmaß in Geld ausdrücken, letztendlich ist mangels einheitlicher Definitionen für "Schaden" die Bewertung oft subjektiv.

Im Arbeitsschutz wird bei der Risikobeurteilung auf Grenzwerte (z. B. aus Unfallverhütungsvorschriften) und standardisierte Verfahren (z. B. aus Normen), wie sie z. B. bei der Beurteilung von Sicherheitssystemen (z. B. Nothalt als Hard- oder Software) verwendet werden (Risikograph), zurückgegriffen und wo dies nicht möglich ist zur Objektivierung (Risikoabschätzung) die Risikomatrix (nach Nohl) verwendet.[19]

Im Bereich Katastrophenschutz, genauer des Feuerwehrwesens ist die Brandschutzbedarfsplanung mit den Themen Schutzziel und Hilfsfrist relevant. Dabei werden neben den obigen Faktoren die Maßnahmen zur Risikobewältigung (Mannschaftsstärke, Ausrüstung) und Risikominderung (vorzeitige Evaluierung der Risiken, politischer Konsens über Schutzziel bzw. behördliche Vorgabe des Zielerreichungsgrades) betrachtet.

Im Bereich Umweltschutz wird "Risiko" (engl. risk) durchgängig unterschieden von "Gefährdungspotential" (oder "Gefährdung", engl. hazard). Werden die Begriffe vermengt, sind Diskussionen über Umweltgefahren schwierig, da ständig Missverständnisse entstehen können. Die deutsche staatliche Behörde Bundesinstitut für Risikobewertung, BfR, die für den Chemikalieneinsatz wirbt, hatte 2006–2007 eigens ein Forschungsprojekt aufgelegt, um die Risikokommunikation im deutschsprachigen Bereich zu verbessern. Unter Verwendung einer beim BfR vorgängigen Definition legten die Forscher fest:

„Der Begriff Gefährdung/Gefährdungspotential („hazard“) beschreibt ... das dem Stoff (Chemikalie) innewohnende Potential, eine schädigende Wirkung beim Zielorganismus zu verursachen. Grundlage dafür bilden Dosis-Wirkungsbeziehungen. Der Begriff Risiko („risk“) umfasst das Produkt aus Ausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadens. Grundlage für die Ermittlung der Eintrittswahrscheinlichkeit bilden Expositionsdaten.“

BfR, Berlin, Kommunikation von Risiko und Gefährdungspotenzial aus Sicht verschiedener Stakeholder: [20]

Daraus ergibt sich, dass es beim "Risiko" stets eine Zeitschiene gibt, denn nur so ist die Wahrscheinlichkeit zu berechnen. Es liegt immer eine statistische Berechnung zugrunde, der Gefährdungsquotient. Bei "Gefährdung" reicht dagegen theoretisch ein einmaliges Ereignis; z.B. kann ein Mensch durch einmalige Zufuhr einer enormen Alkoholmenge, die vorgenannte "Dosis", zu Tode kommen, die vorgenannte "Wirkung".

Mathematik und Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Das auf den Zufall spezialisierte Teilgebiet der Mathematik, die Stochastik, beschäftigt sich mit Risiken und deren Berechnung.[21] Die Wahrscheinlichkeitstheorie beschreibt die mathematischen Grundlagen des Zufalls und damit von Risiken. Die mathematische Statistik, ein Teilgebiet der Stochastik, versucht, durch die Analyse von Daten über dokumentierte Ereignisse Größen wie Eintrittswahrscheinlichkeit, Schadenshöhe und Erwartungswerte zu quantifizieren. Die Risikotheorie beschäftigt sich mit Risiken, die sich aus komplexen Kombinationen von Vorgängen ergeben.

Pädagogik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pädagogik unterscheidet klar zwischen den Begriffen „Risiko“ und „Wagnis“:[7][11][22] Das Risiko beschreibt nach Sicht der Pädagogik lediglich eine in gewissen Grenzen berechenbare (Risikofaktoren) gefahrenträchtige Ausgangslage. Beim Wagnis kommt eine Handlungsentscheidung hinzu, die nach ethischen Grundsätzen und gewissenhaftem Abwägen der negativen und positiven Folgen ausgerichtet sein sollte. Der Wagende muss sich personal und ganzheitlich auf die risikohaltige Aufgabe einlassen. Anders als beim Restrisiko gibt es kein Restwagnis. Nach der Theorie des Sicherheitstriebs des Wagnisforschers Felix von Cube[23] und der die Gesetzmäßigkeit menschlicher Entwicklung beschreibenden Wagnisformel des Experimentalpsychologen Siegbert A. Warwitz[24] muss sich der Mensch Unsicherheiten und Risiken aussetzen, um die notwendigen Impulse auszulösen, über entsprechende Lernprozesse seine Persönlichkeit ausreifen zu können und auf einen anspruchsvolleren Sicherheitslevel zu gelangen.

Wissenschaftliche Pädagogik und praktische Erziehung befassen sich mit der Vermittlung der reflektierten Einschätzung von Risiken in den unterschiedlichsten Lebensbereichen und dem Lernen des verantwortungsbewussten Umgangs mit diesen Risiken, dem „gekonnten“ Wagnis. Ziel ist der Erwerb von Risiko- und Wagniskompetenz, wie sie etwa bei der Zivilcourage oder der Bereitschaft, sich risikohaltigen Anforderungen wie Prüfungen oder Bewerbungen zu stellen, ihren konkreten Ausdruck findet. Die zuständige pädagogische Disziplin, die diesem Ziel didaktisch und methodisch zuarbeitet, ist die Wagniserziehung. In bestimmten Eliteschulen, wie den von dem Reformpädagogen und Politiker Kurt Hahn[22] in der ganzen Welt gegründeten Outward-Bound-Schulen, wird der Konfrontation mit dem Risiko ein hoher Stellenwert zugemessen.

Nach Warwitz hat die veraltete risikoaverse „Bewahrpädagogik“, wie sie sich etwa noch in dem Leitsatz „Messer, Gabel, Schere Licht sind für kleine Kinder nicht“ widerspiegelte, als überholt zu gelten und ist durch eine „Bewährpädagogik“ zu ersetzen:[25] Während sich die alte Bewahrpädagogik darauf konzentrierte, Risiken aller Art von den Zöglingen möglichst fernzuhalten, also einem Schutzreflex in Form der Gefahrenmeidung folgte, konfrontiert die Bewährpädagogik bewusst und gezielt mit Gefahren und Risiken und lehrt dabei den sinnvollen und sicheren Umgang mit ihnen. Risikokompetenz wird danach nicht durch Ignorieren oder Ausweichen von Gefahrenquellen und risikohaltigen Situationen, sondern nur über eine reflektierende und praktisch handelnde Auseinandersetzung mit entsprechenden Herausforderungen erreicht. Als Paradebeispiel nennt er dafür die statistisch nachweisbare Tatsache, dass die „geschonten“, im Elterntaxi regelmäßig durch den Verkehr chauffierten und damit verkehrsunmündig gehaltenen Kinder sich zu typischen Unfallkindern entwickeln, während die im täglichen Umgang mit dem Verkehr geübten und vertrauten Kinder die notwendige Verkehrskompetenz und Sicherheit im Verkehrsumgang erreichen.[26]

Die Auseinandersetzung mit Risiken ist nach Hermann Röhrs nicht nur pädagogisch wertvoll,[11] sondern auch hoch attraktiv für Kinder und Jugendliche. Der Mutige wird bewundert, und Risiken reizen zu Mutproben. Sie garantieren Spannung und setzen Emotionen, Motivationen sowie körperliche und geistige Energiereserven frei. Der sich daraus ergebende Abenteuer- und Erlebnischarakter wird von der Pädagogik für die Risikokonfrontation und Wagniserziehung genutzt.[27][28]

Philosophie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Begriffsbestimmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Philosophie befasst sich mit der Sinnorientierung des Lebens. Beim Thema „Risiko“ geht es ihr um die Frage des „Warum“ der Zuwendung zu Risikosituationen, um die Sinnhaftigkeit des Wagens und um ethische Gesichtspunkte.[29] In diesem Zusammenhang werden die verschiedenen Verwendungsweisen des Begriffs „Risiko“ in den Wissenschaften und Lebensbereichen analysiert und ethisch gerechtfertigte Umgangsweisen mit dem Risiko gesucht:[30] So bezeichnet das Risiko manchmal eine qualitativ bestimmte Möglichkeit, manchmal eine in der Regel quantitativ bestimmte Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Möglichkeit real wird, und manchmal eine in der Regel quantitativ bestimmte, mit der Wahrscheinlichkeit gewichtete Bewertung einer solchen Möglichkeit. In der Ethik des Risikos werden zweckrationale von moralischen Aspekten unterschieden. Utilitaristische und deontologische Moralphilosophien kommen teils zu unterschiedlichen Ergebnissen, da letztere die Verrechnung von bestimmten Personen entstehenden Schäden mit anderen Personen entstehenden Gewinnen nicht beliebig erlauben. Dass die Schäden bzw. Gewinne nur wahrscheinlich eintreten, ändert nichts an dieser grundlegenden Differenz.

Ethik des Risikos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der christliche Existenzphilosoph Peter Wust (1884–1940) beschreibt in seinem Hauptwerk "Ungewissheit und Wagnis"[31] die schicksalhafter Einbindung der menschlichen Existenz in ein risikobestimmtes Dasein von ungewissem Verlauf. Sie verwirklicht sich nach seiner Auffassung in den drei Dimensionen der vitalen, der geistigen und der religiösen Lebensform. Dabei ist das Leben als Aufforderung zum eigenverantwortlichen Handeln im Wagnis zu verstehen, anzunehmen und immer wieder neu zu gestalten. Wust kennzeichnet den Menschen als ein "Sucherwesen", das stets unterwegs ist und die Erfüllung seiner Sehnsucht nach Sicherheit und Geborgenheit letztlich nur über die Bindung einer "religio" und über das vertrauensvolle "Sich-Hinwenden zu seinem Schöpfer" erlangen kann. Die risikohaltige Existenz des Menschen erfüllt sich nach der Theorie von Wust in einem stufenförmigen Werteaufbau von der Ausgestaltung der vitalen Ebene als Lebensbasis über das Schaffen eines geistigen Überbaus bis zur letztlich lebenserfüllenden religiös bestimmten Daseinsweise, was über das Wagnis zu leisten ist.

Der Wagnisforscher Siegbert A. Warwitz sieht das Wesen des Menschen in einer anderen bildlichen Vorstellung und ideellen Einordnung prinzipiell durch die Offenheit seiner Anlagen und Möglichkeiten bestimmt: Er hat dadurch die in der Evolutionsgeschichte einmalige Chance, aber auch die Verantwortung, seine Entwicklung in großem Umfang aus eigener Initiative nach seinen persönlichen Vorstellungen selbst zu gestalten. Dabei unterliegt er aber gleichzeitig auch dem Risiko, hierbei zu versagen, indem er (in christlichem Verständnis) den „Schöpfungsauftrag“ nicht wahrnimmt bzw. (profan formuliert) der „Bestimmung seines Wesens“ nicht gerecht wird. Der Mensch ist nach dieser Vorstellung darauf hin angelegt und dazu aufgerufen, die ihm von der Natur nur rudimentär mitgegebenen Anlagen durch permanente Arbeit an sich selbst „in wachsenden Lebensringen“ möglichst optimal auszureifen und dabei immer wieder scheinbare Begrenzungen zu sprengen. Der Umgang mit dem Risiko, das Wagen, wird insofern mit einer ethischen Komponente verbunden. Diese verfolgt die Zielrichtung einer persönlichkeitsgerechten wertgetragenen existenziellen Sinnfindung, die sich naturgemäß von der anderer Menschen erheblich unterschieden kann.[32]

Dem englischen Mathematiker und Philosophen John G. Bennett (1897–1974) zufolge macht erst die Möglichkeit des Versagens die Dinge „wirklich“. So ist echte Freiheit nach Bennett nur in nicht-determinierten Lebenssituationen denkbar, deren möglicher Ausgang also tatsächlich offensteht. Diese Fälle, deren besondere Eigenart er mit dem Vorhandensein von "Hazard" (englisch für Gefährdung, Gefahr, Gefahrenmoment, Risiko, Wagnis, Zufall) beschreibt, ermöglichen aufgrund dieses nicht-determinierten Moments dem Individuum eine tatsächliche freie Willensentscheidung – beinhalten also eine wirkliche Unsicherheit. „Hazard“ ist für ihn die Bedingung für Freiheit. In seinem Hauptwerk The Dramatic Universe[33] behauptet Bennett, dass solche Situationen nicht auf die menschliche Wahrnehmung begrenzt seien, sondern dass Momente des Hazards ganz konkret auf physikalischer Ebene zur Grundbedingung des Universums gehören (was auch interessante Querverweise zu Erkenntnissen der modernen Quantenphysik eröffnet). Es gibt keinen perfekten Zustand, der von diesem Zusammenspiel von Unsicherheit und Wille (bzw. Naturgesetzen) frei wäre, da Hazard eine „Grundkonstante“ der Wirklichkeit darstellt. Ein weiterer, auch religionswissenschaftlich interessanter Aspekt ergibt sich daraus, dass Bennett nicht nur Mensch und Natur als dieser Unsicherheit unterworfen ansieht, sondern auch jede mögliche Vorstellung eines „Schöpfers“. Aus seinem Postulat, auch Gott sei in seinem Wirken nicht vom „Naturgesetz“ des Hazard bzw. der Unsicherheit befreit, löst sich der systemimmanente Widerspruch von menschlicher Freiheit und einer „Allmächtigkeit Gottes“ auf. Basierend auf der Überzeugung, dass Gott (welcher religiöser Vorstellung auch immer) nicht allmächtig sein könne, misst Bennett der Mitverantwortung des Menschen an der Schöpfung einen besonderen Stellenwert bei.

Psychologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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In der Psychologie beschäftigt sich die Risikowahrnehmung mit der Frage, wie Risiken subjektiv empfunden werden. Die Fehlerforschung befasst sich mit der Erforschung von Denk-, Planungs- und Handlungsfehlern, die Risiken verursachen oder erhöhen können sowie mit Fragen der Risikoentstehung durch sicher beherrscht geglaubte Routine. Speziell mit dem Handeln unter Risiko beschäftigt sich die sozialpsychologische Theorie der Schutzmotivation (Protection Motivation Theory).

Soziologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit den 1980er Jahren ist die Risikogesellschaft in den Sozialwissenschaften stark diskutiert worden. Ulrich Beck, dessen gleichnamiges Buch den Begriff als zukunftsweisend für eine „andere Moderne“ beschreibt, wurde sehr populär. Seine Kernthese war, dass die moderne Gesellschaft sich durch selbstproduzierte Risiken charakterisiere, und nicht über Fortschritt, wie in der Industriegesellschaft.

In der systemtheoretischen Soziologie wird der Begriff des „Risikos“ benutzt, wenn eine Entscheidung unter der Unterscheidung Wissen/Nichtwissen beobachtet wird. Der soziologische Risikobegriff ist damit immer an Entscheidungen und deren Folgenerwartungen verschiedener Akteure gebunden.

Die Systemtheorie von Niklas Luhmann unterscheidet dabei zwischen „Risiko“ und „Gefahr“. Die populäre Unterscheidung Risiko und Sicherheit greife zu kurz, da jede Entscheidung Risiken enthält. Sicherheit sei als allgemeines Ziel zu verstehen, entscheidend ist aber, wie jemand einem Risiko selbst gegenüberstehe. Habe man selbst die möglichen negativen Folgen einer Entscheidung zu beeinflussen, schultere man ein Risiko, das meist auch selbst verantwortet werden muss. Ist man jedoch von Wirkungen aus der Umwelt (in dem Beispiel vom Wetter) betroffen, so wird dies nach Luhmann als „Gefahr“ kategorisiert.

Berühmt ist Luhmanns Beispiel des Regenschirmrisikos:[34]

Wenn es Regenschirme gibt, kann man nicht mehr risikofrei leben:
Die Gefahr, dass man durch Regen nass wird, wird zum Risiko, das man eingeht, wenn man den Regenschirm nicht mitnimmt.
Aber wenn man ihn mitnimmt, läuft man das Risiko, ihn irgendwo liegenzulassen.

Die Risikodefinition von den Kommunikationswissenschaftlern Silje Kristiansen und Heinz Bonfadelli (Universität Zürich, Schweiz) integriert weitere Risikokomponenten in die Risikodefinition. Dabei baut deren Definition unter anderem auf den Definitionen von Aven & Renn (2009),[35] Beck (2007),[36] Bonfadelli (2004),[37] Dahinden & Schanne (2009),[38] Niklas Luhmann (1991),[39] Ortwin Renn 2008,[40] auf. Dabei lautet die Definition: „Risiko ist die Entscheidung, einen Nutzen zu genießen und dabei einen zukünftigen Schaden mit einer mehr oder weniger gut bestimmbaren Eintrittswahrscheinlichkeit und einem ungewissen Ausmaß in Kauf zu nehmen“ (Kristiansen/Bonfadelli 2014: 299).[41] Dabei weist die Autorin Kristiansen darauf hin, dass das Ausmaß bei gewissen Risiken doch einschätzbar ist; das Ausmaß ist ebenfalls mehr oder weniger gut bestimmbar, wie die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadens auch. Für die massenmediale Risikoberichterstattung bedeutet diese Definition, dass über alle Komponenten berichtet werden soll, damit sich der Rezipient informiert eine Meinung bilden kann und dementsprechend entscheiden kann, ob sie oder er das Risiko eingehen will oder nicht.

Im angelsächsischen Sprachraum wurde schon früh die Bedeutung der Risikokommunikation erkannt. Hier gibt es eine Tradition der linguistischen (z. B. Benjamin Whorf) und kulturanthropologischen Forschung (z. B. Mary Douglas und Aaron Wildavsky), die auf die kulturelle Prägung der risikobezogenen Semantik verweist. Generell erfolgt die Bewertung von Risiken heute in interdisziplinären Diskursen, die durch unterschiedliche professionelle Codes und Semantiken geprägt sind, aber die in die von allen Akteuren mehr oder weniger geteilte Alltagssprache übersetzt werden müssen. Darin liegt ein erhebliches Risikopotenzial.[42]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen seiner intensiven, über die Alltagsbewegung hinausgehenden Beanspruchung der Leistungsorgane ist das Ausüben von Sport mit Risiken, etwa des Verletzens, verbunden. Diese erhöhen sich noch, wenn Sport, etwa beim Hochleistungssport, beim Extremsport oder Risikosport, bis an die physischen und psychischen Grenzen des Sportlers oder die technischen Grenzen der Sportart bzw. des Sportgeräts betrieben wird.[43] Die Risiken steigen außerdem, wenn zu der Hochbeanspruchung des Organismus noch leistungsfördernde Substanzen, etwa in Form von Doping, hinzukommen.[44]

In der Sportwissenschaft wird zwischen verschiedenen Risikoformen unterschieden:[45] So bezeichnet das „objektive Risiko“ die Gefährdungslage, die von der Sache, einer bestimmten Sportart oder einem Sportgerät, ausgeht. Dieses Risiko besteht unabhängig von einem sporttreibenden Menschen, es ist sport(art)immanent. Das „subjektive Risiko“ hingegen ist abhängig vom aktuellen Kompetenzstand des einzelnen Sportlers. Derselbe Sport beinhaltet entsprechend dem Können, dem Wissen, der Erfahrung und der Übung des Einzelnen sehr unterschiedliche persönliche Risiken. Unter dem sogenannten „Restrisiko“ wird das Unsicherheitspotenzial verstanden, das sich auch bei äußerster Sorgfalt der Vorbereitung, zuverlässiger Nutzung aller verfügbaren Sicherungshilfen und gewissenhaftem Einhalten der Verhaltensvorschriften in der Gefahrensituation nicht vermeiden lässt, weil es Faktoren wie etwa einer Fremdeinwirkung oder einem Augenblicksversagen unterworfen ist, auf die der Sportler nahezu keinen Einfluss hat.

Die Risikobelastung des einzelnen Sportlers hängt außer von seinem Kompetenzstatus zudem wesentlich von seiner Einstellung, seinem Reflexionsvermögen, seinem Wertbewusstsein und seiner Verantwortungsfähigkeit ab, mit denen er seinen Sport betreibt. Ihnen wird eine entscheidende Bedeutung im Umgang mit dem Risiko zugemessen: So unterscheidet der Wagnisforscher Siegbert A. Warwitz zwischen einem Sportlertyp, den er als „Risiker“, „Hasardeur“ oder „Thrill-Sportler“ bezeichnet und dem „Wagenden“, den er unter dem Begriff „Skill-Sportler“ charakterisiert:[46] Während der Thrillsportler im Wesentlichen auf die Lust am Nervenkitzel ausgerichtet ist, die von einer gefährlichen Situation ausgeht, das Risikoerleben also zum Selbstzweck wird, interessiert den Skillsportler weniger das Risikoerleben als ein bestimmter Sport, etwa das Gleitschirmfliegen oder Felsklettern, was zwar mit gewissen Risiken verbunden ist, deren Management er aber über einen entsprechenden Kompetenzerwerb verantwortungsvoll leisten kann. Während sich der Thrillsportler bei der Einlassung auf das Risiko weitestgehend auf sein Glück verlässt und sein Schicksal in weiten Teilen vom Zufall abhängig macht,[47][48] wägt der Skillsportler Sinn und Unsinn, Maß und Grenzen seines risikohaltigen Tuns gewissenhaft gegeneinander ab und geht nur so viel an Risiko ein, wie er mit seinem erworbenen Wissen und Können (Skill) zu verantworten und relativ zuverlässig zu beherrschen vermag.[49]

Die mit dem Sport in unterschiedlichem Maße immer verbundenen Risiken und die daraus erwachsenden Möglichkeiten des Wagens, Mut-Beweisens und Sich-Bewährens haben einen hohen Erlebnischarakter und machen nicht nur in einem entsprechend gestalteten Schulsport,[50][51] sondern auch noch im Freizeitsport der Erwachsenen einen Großteil der Attraktivität aus.[52][53]

Theologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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In den Religionslehren ist das Glück des Menschen über das endliche Leben hinaus mit einem Heilsversprechen verbunden, das sich im Wesentlichen erst im Jenseits einlösen soll. Dies hat beträchtliche Konsequenzen für die Lebenseinstellung und Lebensführung im Diesseits und bedarf einer stabilen Glaubensgrundlage, um die Ungewissheiten ertragen und durch eine Glaubensgewissheit tragfähig machen zu können. Die Glaubensinhalte beruhen auf intuitiven und individuellen Erfahrungen bestimmter Vermittler (Religionsstifter, Propheten, Schamanen o.ä.), denen diese in religiös-spirituellen Erlebnissen zuteil wurden, die sie dann an andere Gläubige weitergaben. Das Risiko des gläubigen Menschen und die daraus oft erwachsenden Glaubenszweifel resultieren aus der Unbeweisbarkeit des Glaubens im Sinne der Wissenschaftstheorie. Im religiösen Bereich findet gegenüber dem Ausdruck Risiko der wertbezogene Begriff Wagnis vorrangig Verwendung.[54]

Wirtschaftswissenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Entscheidungstheorie

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Bei Risiken handelt es sich um Informationsunsicherheit über den Eintritt eines Sachverhaltes und die dadurch induzierte Möglichkeit der Beeinträchtigung von Zielen. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass Entscheidungen nur bei unvollständiger Information zu treffen sind. Unter der Annahme vollständiger Information verläuft die Auswahl einer Handlungsalternative nach rationalen Gesichtspunkten. Besonderes Merkmal eines rationalen Auswahlprozesses ist, dass er ceteris paribus zu jeder Zeit und unabhängig vom handelnden Subjekt mit demselben Resultat verläuft.

Ein Beispiel:

Situation unter der Annahme vollständiger Information

Eine Person hat Durst, vor ihr steht ein Getränk. Da der Nutzen des Getränks zur Beseitigung des Mangels bekannt ist, wird die Person das Getränk zu sich nehmen.

Situation unter der Annahme unvollständiger Information

Es ist nicht bekannt, ob der Konsum des Getränks bekömmlich ist. Die Person muss nunmehr Nutzen und Risiko abwägen und sich bewusst entscheiden.

Unterschieden werden

  • Risiken vor dem Entscheidungszeitpunkt ()
    • Entscheidungsrisiko: Man trifft in eine Entscheidung, wobei Abweichungen vom Erwartungswert des Ergebnisses möglich sind.
    • Ergebnisrisiko: Risiko im Sinne einer Ergebnisunsicherheit als Folge einer risikoverbundenen Entscheidungssituation
    • Opportunitätsrisiko: Risiko, dass eine andere Entscheidung günstiger gewesen wäre.
  • Risiken nach dem Entscheidungszeitpunkt
    • Handlungsrisiko
    • Plan- und Abweichungsrisiko
    • Bindungsrisiko
  • Risiken, die zu allen Zeiten existieren
    • Existenzrisiko

Eine Risikoverschiebung tritt ein, wenn Risiken einzelner Akteure in einem geschlossenen System soweit reduziert werden, dass dadurch das Systemrisiko steigt (z. B. bei der Rentenversicherung oder durch Derivate) oder umgekehrt. Auch zwischen verschiedenen Akteursgruppen sind Risikoverschiebungen möglich (z. B. durch gesetzliche Vorgaben bei der Kranken- oder Lebensversicherung).

Risikomanagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Risikomanagement versteht man den planvollen Umgang mit Risiken.

Risikomanagement umfasst die Phasen Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobewertung, Risikosteuerung und Risikocontrolling. Analog dem Managementkreis werden die Phasen wiederholt durchlaufen und stellen somit einen Zyklus dar.[55]

Die Phase der Risikoidentifikation wird vielfach als die größte Herausforderung bezeichnet, da zunächst die Tatsache, dass überhaupt ein Risiko vorliegt, erkannt werden muss. Dieses erfordert entsprechende Informationssysteme (z. B. Kennzahlen oder entsprechende Organisationsstrukturen).[56] Die Risikobewertung versucht, das nun erkannte Risiko zu quantifizieren. Dieses geschieht in zwei Schritten. Zunächst werden die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadensausmaß bei Eintritt des Schadens bestimmt (s.a. Risikomatrix). Durch Multiplikation dieser beiden Kennzahlen entsteht eine Art "Risikopotential". Die Herausforderung in dieser Phase ist die nachvollziehbare Überführung von qualitativen Risiken, wie z. B. eines Streiks oder eines Vulkanausbruchs, in ein quantitatives Zahlenwerk. Die Risikosteuerung beschäftigt sich nun mit der Frage, wie das einzelne Wirtschaftssubjekt mit dem Risiko umgeht. Dazu bestehen die Möglichkeiten des Selbsttragens des Schadens, der Schadensvermeidung, der Überwälzung auf andere oder der Risikobegrenzung. Ansätze zur Risikobegrenzung lassen sich in ursachenbezogene und wirkungsbezogene unterscheiden. Ursachenbezogene Strategien zielen ex ante darauf ab, die Höhe möglicher Verluste bzw. ihre Wahrscheinlichkeitsverteilung positiv zu beeinflussen. Wirkungsbezogene Strategien zielen auf die Abfederung bzw. Abwälzung schlagend gewordener Risiken ab. Ursachenbezogene Strategien sind die Risikovermeidung und die Risikominderung. Wirkungsbezogene Strategien sind der Risikotransfer und die Risikovorsorge. Risikodiversifikation weist zu beiden Strategiearten Bezüge auf.

Im Einzelnen lassen sie sich wie folgt charakterisieren:[57]

  • Risikovermeidung ist mit dem Verzicht auf ein Geschäft oder eine Transaktion gleichzusetzen.
  • Unter Risikominderungsstrategien lassen sich zum einen Maßnahmen der Organisationsstruktur sowie des technischen und personellen Einsatzes bei Geschäftsprozessen fassen.
  • Durch Risikodiversifikation wird ex ante eine günstigere Wahrscheinlichkeitsverteilung und ein geringeres Ausmaß an Verlusten angestrebt, gleichzeitig mildert die Diversifikation auch schlagend gewordene Risiken ex post ab.
  • Der Risikotransfer bezeichnet die Übertragung des Risikos auf einen anderen Akteur, z. B. eine Versicherung oder Kapitalmarktteilnehmer beim Einsatz von Derivaten oder die Begebung syndizierter Kredite in Zusammenarbeit mit anderen Kapitalgebern.
  • Risikovorsorgestrategien betreffen das nach Einsatz der vorgenannten Strategien verbleibende Kreditrisiko, das durch Standardrisikokosten (z. B. in Form von Rückstellungen) oder Eigenkapitalunterlegung abgedeckt wird.

siehe auch: Anlagediversifikation, Moral Hazard, Adverse Selection, Risikoaversion, Risikofrüherkennungssystem

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerd Gigerenzer: Risiko. Wie man die richtigen Entscheidungen trifft. C. Bertelsmann Verlag, München 2013, ISBN 978-3-570-10103-2.
  • Ortwin Renn, Pia-Johanna Schweizer, Marion Dreyer u. a.: Risiko – Über den gesellschaftlichen Umgang mit Unsicherheit, oekom Verlag, München 2007, ISBN 978-3-86581-067-0.
  • Igmade (Stephan Trüby u. a., Hrsg.):5 Codes: Architektur, Paranoia und Risiko in Zeiten des Terror. Basel. Boston, Berlin 2006, ISBN 3-7643-7597-3.
  • John G. Bennett: Risiko und Freiheit. Hazard – Das Wagnis der Verwirklichung, Zürich 2005, ISBN 3-905272-70-9.
  • J.C. Miles, S. Priest: Adventure Education. Pennsylvania 1990
  • Dirk Proske: Katalog der Risiken – Risiken und ihre Darstellung. Dresden 2004, ISBN 3-00-014396-3
  • Jürgen Raithel: Jugendliches Risikoverhalten: Eine Einführung. VS Verlag für Sozialwissenschaften 2011, ISBN 3-531-18320-6.
  • Hermann Röhrs (Hrsg.): Bildung als Wagnis und Bewährung. Heidelberg 1966.
  • Siegbert A. Warwitz: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. Erklärungsmodelle für grenzüberschreitendes Verhalten. 2., erweiterte Auflage, Verlag Schneider, Baltmannsweiler 2016, ISBN 978-3-8340-1620-1.
  • Peter L. Bernstein: Wider die Götter – Die Geschichte von Risiko und Risikomanagement von der Antike bis heute. Gerling Akademie Verlag, München 1997.
  • Gerhard Banse (Hrsg.): Risikoforschung zwischen Disziplinarität und Interdisziplinarität: Von der Illusion der Sicherheit zum Umgang mit Unsicherheit, Edition Sigma, Berlin 1996, ISBN 978-3-89404-426-8.
  • Mathias Schüz (Hrsg.): Risiko und Wagnis. Die Herausforderung der industriellen Welt. Bd. 1 und 2, Pfullingen 1990, 753 S.
  • Hans-Jürgen Weißbach, Michael Florian, Eva-Maria Illigen u. a.: Technikrisiken als Kulturdefizite. Berlin 1994, ISBN 3-89404-375-X.
  • Mary Douglas, Aaron B. Wildavsky: Risk and Culture: An essay on the selection of technical and environmental dangers. Berkeley: University of California Press 1982.
  • Deutscher Alpenverein (DAV)(Hrsg.): Risiko – Gefahren oder Chancen? Tagungsbericht der Ev. Akademie Bad Boll. München 2004.
  • Wolfram Schleske: Abenteuer-Wagnis-Risiko im Sport. Schorndorf 1977, ISBN 3-7780-6581-5.
  • Martin Scholz: Erlebnis-Wagnis-Abenteuer. Sinnorientierungen im Sport. Hofmann, Schorndorf 2005, ISBN 3-7780-0151-5.
  • Siegbert A. Warwitz: Vom Sinn des Wagens. Warum Menschen sich gefährlichen Herausforderungen stellen. In: Deutscher Alpenverein (Hrsg.): Berg 2006. Tyrolia Verlag, München-Innsbruck-Bozen. S. 96–111.

Aufsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Niels Gottschalk-Mazouz (2011): Risiko, in: M. Düwell, C. Hübenthal, M. Werner (Hrsg.): Handbuch Ethik. 3. Auflage, Stuttgart: Metzler Verlag, S. 502–508 (PDF)
  • Walter Krämer: Hysterie als Standortnachteil, oder: Deutschland, eine Republik der Panikmacher? Vortrag über Risikowahrnehmung auf der Jahrestagung Kerntechnik 2005, atw – Internationale Zeitschrift für Kernenergie, L/3 – Oktober 2005, S. 570–575, ISSN 1431-5254
  • Ortwin Renn: Grundsätzliche Möglichkeiten zur Risikoabschätzung und Risikobewertung. Gefahrstoffe – Reinhaltung Luft 65(9), S. 383–386 (2005), ISSN 0949-8036
  • Siegbert A. Warwitz: Brauchen Kinder Risiken und Wagnisse ? In: Grundschule 11, 2002, S. 54 ff

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Risiko – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikiquote: Risiko – Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Begriff "Risiko" wurde ins Deutsche im 16. Jhdt. aus dem Italienischen übernommen zusammen mit der Bedeutung des italienischen Wortes risico, "gewisse Gefahr, Wagnis". Für die umstrittene Herkunft des italienischen Wortes siehe den Abschnitt "Wortherkunft".
  2. Deutscher Alpenverein (DAV)(Hrsg.): Risiko – Gefahren oder Chancen? Tagungsbericht der Ev. Akademie Bad Boll. München 2004.
  3. a b Siegbert A. Warwitz: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. Erklärungsmodelle für grenzüberschreitendes Verhalten. 2. Auflage, Schneider, Baltmannsweiler 2016, S. 16.
  4. a b „Risiko“ oder „Gefahr“? Experten trennen nicht einheitlich; Presseinformation des Bundesinstituts für Risikobewertung auf www.bfr.bund.de; abgerufen am 1. August 2016.
  5. a b c d e f Risiko und Gefahr – Was der Unterschied ist?, Publikation des Verband der Europäischen chemischen Industrie: CEFIC aisbl; Brüssel, 2008.
  6. Duden, Das Fremdwörterbuch, Bd. 5, 2007, 9. Auflage.
  7. a b c Siegbert A. Warwitz: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. Erklärungsmodelle für grenzüberschreitendes Verhalten. 2. Auflage, Schneider, Baltmannsweiler 2016, S. 13-18.
  8. Krause, Lars / Borens, David: Das strategische Risikomanagement der ISO 31000, zweiteilig, ZRFG 4+5/2009.
  9. J. G. Bennett: Risiko und Freiheit. Hazard – Das Wagnis der Verwirklichung, Zürich, 2005
  10. Johannes Messner: Das Wagnis des Christen. Innsbruck-Wien-München 1960.
  11. a b c Hermann Röhrs (Hrsg.): Bildung als Wagnis und Bewährung. Heidelberg 1966.
  12. Krause, Lars: Das Risiko im Gefahrstoffrecht, StoffR 1/2009, S. 20ff.
  13. Duden, Das Fremdwörterbuch, Bd. 5, 2007, 9. Aufl.
  14. vgl. Detlef Müller-Mahn: Perspektiven der Geographischen Risikoforschung. In: Geographische Rundschau. Band 59, Nr. 10, 2007, S. 4–11.; Heike Egner und Andreas Pott: Risiko und Raum. In: Heike Egner und Andreas Pott (Hrsg.): Geographische Risikoforschung: Zur Konstruktion verräumlichter Risiken und Sicherheiten (= Erdkundliches Wissen). Band 147. Franz Steiner, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-515-09427-6, S. 9–31.
  15. Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, 259. Auflage, Walther de Gruyter, Berlin 2002, Spalte 1448.
  16. J. Schulte am Esch u.a. (Hrsg.): Anästhesie und Intensivmedizin, 2. Auflage, Thieme, Stuttgart 2003, S. 31.
  17. Roche Lexikon Medizin, hrsg. v. der Hoffmann-La Roche AG, 4. Auflage, Urban & Fischer, München 1998, Spalte 1459.
  18. Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, Kooperation und Verantwortung, BMG 2007.
  19. Begriffspapier der BAUA zur SiFa-Ausbildung S27, Zugriff über DGUV 3. September 2015.
  20. Abschlussbericht von Ulbig, Hertel, Böl, online. Expositionsdaten gleich: die Zeiträume, in denen die Untersuchten einem Stoff ausgesetzt waren.
  21. Rudolf Haller: Berühmte Aufgaben der Stochastik, De Gruyter, Berlin 2017.
  22. a b Kurt Hahn: Erziehung zur Verantwortung. Stuttgart 1958.
  23. Felix v. Cube: Gefährliche Sicherheit. Lust und Frust des Risikos. 3. Auflage. Hirzel, Stuttgart 2000.
  24. Siegbert A. Warwitz: Das Strukturgesetz des Wagens. In: Ders.: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. 2., erweiterte Auflage, Verlag Schneider, Baltmannsweiler 2016, S. 19–25.
  25. Siegbert A. Warwitz: Wer sich entwickeln will, muss sich wagen. In: Ders.: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. 2., erweiterte Auflage, Verlag Schneider, Baltmannsweiler 2016, S. 26–31.
  26. Siegbert A. Warwitz: Brauchen Kinder Risiken und Wagnisse? In: Grundschule 11, 2002, S. 54 ff.
  27. J.C. Miles, S. Priest: Adventure Education. Pennsylvania 1990.
  28. A. Boeger, T. Schut (Hrsg.): Erlebnispädagogik in der Schule: Theorie, Methoden, Wirkungen. Berlin 2005.
  29. Julian Nida-Rümelin: Ethik des Risikos. In: Ders. (Hrsg.): Angewandte Ethik. Stuttgart 1996, S. 806-831.
  30. N. Gottschalk-Mazouz: Risiko, In: M. Düwell, C. Hübenthal, M. Werner (Hrsg.): Handbuch Ethik. 3. Auflage, Metzler Verlag, Stuttgart 2011, S. 502–508. (PDF).
  31. Peter Wust: Ungewissheit und Wagnis. Der Mensch in der Philosophie. (Münster 1965), Neuausgabe LIT Verlag, 4. Auflage, Münster 2014, ISBN 3-8258-6066-3.
  32. Siegbert A. Warwitz: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. Erklärungsmodelle für grenzüberschreitendes Verhalten. 2., erweiterte Auflage, Verlag Schneider, Baltmannsweiler 2016.
  33. Volume 2 (The Dramatic Universe. Volume Two The Foundations Of Moral Philosophy) erschien 1966, Verlag Hodder and Stoughton.
  34. Niklas Luhmann: Die Moral des Risikos und das Risiko der Moral, in: Gotthard Bechmann (Hrsg.): Risiko und Gesellschaft – Grundlagen und Ergebnisse interdisziplinärer Risikoforschung, Opladen 1993.
  35. Aven, T., & Renn, O. (2009). On Risk Defined as an Event where the Outcome is Uncertain. Journal of Risk Research, 12(1), 1–11. doi:10.1080/13669870802488883.
  36. Beck, U. (2007). Weltrisikogesellschaft. Auf der Suche nach der verlorenen Sicherheit. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
  37. Bonfadelli, H. (2004). Medienwirkungsforschung II: Anwendungen (2., überarb. Aufl). UTB Medien- und Kommunikationswissenschaft, Pädagogik, Psychologie, Soziologie. Konstanz: UVK.
  38. Dahinden, U., & Schanne, M. (2009). Wissenschafts- und Risikokommunikation. In U. Dahinden & D. Süss (Hg.), Kommunikationswissenschaft. Medienrealitäten (S. 69–88). Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft.
  39. Luhmann, N. (1991). Soziologie des Risikos. Berlin: de Gruyter.
  40. Renn, O. (2008). Concepts of Risk: An Interdisciplinary Review. Part 1: Disciplinary Risk Concepts. GAIA, 17(1), 50–66.
  41. Kristiansen, S./Bonfadelli, H. (2014): Risikoberichterstattung und Risikoperzeption. Reaktionen von Medien und Bevölkerung in der Schweiz auf den AKW-Unfall in Fukushima. In: Wolling, J./Arlt, D. (Hrsg.): Fukushima und die Folgen. Medienberichterstattung, Öffentliche Meinung, Politische Konsequenzen. Ilmenau, S. 297–321. Open access unter: http://neu-kommunikation.de/.
  42. H.-J. Weißbach u. a.:Technikrisiken als Kulturdefizite, Berlin 1994, S. 30.
  43. Plötzlicher Herztod im Sport: "Leistungssport ist gefährlich fürs Herz". In: Spiegel Online. 8. Mai 2012; abgerufen am 27. März 2017.
  44. Luitpold Kistler: Todesfälle bei Anabolikamissbrauch – Todesursache, Befunde und rechtsmedizinische Aspekte. Dissertation. Ludwig-Maximilian-Universität, München 2006.
  45. Siegbert A. Warwitz: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. Erklärungsmodelle für grenzüberschreitendes Verhalten. 2. Auflage, Verlag Schneider, Baltmannsweiler 2016, S. 28–31.
  46. Siegbert A. Warwitz: Sensationssucht oder Sinnsuche, Thrill oder Skill. In: Ders.: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. 2., erweiterte Auflage, Verlag Schneider, Baltmannsweiler 2016, S. 300–311.
  47. A. Huber: Das Leben als Thriller: Nervenkitzel oder Glücksache? In: Psychologie heute 6(1994) S. 64-69
  48. David Le Breton: Lust am Risiko. Dipa-Verlag. Frankfurt 1995.
  49. Siegbert A. Warwitz: Vom Sinn des Wagens. Warum Menschen sich gefährlichen Herausforderungen stellen. In: Deutscher Alpenverein (Hrsg.): Berg 2006. Tyrolia Verlag, München-Innsbruck-Bozen. S. 96-111.
  50. Judith Völler: Abenteuer, Wagnis und Risiko im Sport der Grundschule. Erlebnispädagogische Aspekte. Wissenschaftliche Staatsexamensarbeit GHS. Karlsruhe 1997
  51. Wolfram Schleske: Abenteuer-Wagnis-Risiko im Sport: Struktur und Bedeutung in pädagogischer Sicht. Schorndorf 1977.
  52. Siegbert A. Warwitz: Vom Sinn des Wagens. Warum Menschen sich gefährlichen Herausforderungen stellen. In: Deutscher Alpenverein (Hrsg.): Berg 2006. Tyrolia Verlag, München-Innsbruck-Bozen. S. 96–111
  53. Martin Scholz: Erlebnis-Wagnis-Abenteuer. Sinnorientierungen im Sport. Hofmann, Schorndorf 2005.
  54. Johannes Messner: Das Wagnis des Christen. Innsbruck-Wien-München 1960.
  55. Reh, Daniel: Entwicklung einer Methodik zur logistischen Risikoanalyse in Produktions- und Zuliefernetzwerken, S. 20.
  56. Moder, Marco: Supply Frühwarnsysteme – Die Identifikation und Analyse von Risiken in Einkauf und Supply Management, S. 24.
  57. Schierenbeck, Henner: Ertragsorientiertes Bankmanagement 2, S. 194