Risikofaktor (Sozialisation)

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Als Risikofaktor bezeichnet man im Zusammenhang der Sozialisation Faktoren, die die gesunde Entwicklung eines Kindes gefährden.

Näheres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Risikofaktoren können zum Beispiel sein:[1][2]

  • Armut
  • Psychische Erkrankung eines Elternteils oder beider Elternteile
  • Zugehörigkeit zu einer diskriminierten Minderheit wie zum Beispiel Afroamerikaner oder Hispanics
  • Familiäre Disharmonie
  • Alkohol- oder Drogenmissbrauch der Eltern
  • Niedriges Bildungsniveau der Eltern
  • Kriminalität der Eltern
  • Häufig wechselnde Partnerschaft der Eltern
  • Aufwachsen in Sozialen Brennpunkten oder Wohngegenden mit hohem Kriminalitätsanteil
  • sehr junge Eltern
  • Aufwachsen in einer Adoptiv- oder Pflegefamilie
  • Herkunft aus einer kinderreichen Familie
  • Geschwister mit einer Behinderung, Lern- oder Verhaltensstörung
  • Vernachlässigender Erziehungsstil[3]

Ein einzelner Risikofaktor macht meist noch nichts aus. Wenn jedoch mehrere Risikofaktoren zusammen auftreten, so wird das Kind mit der Bewältigung überfordert. Erst dann zeigen sich negative Konsequenzen, die umso stärker sind, je mehr weitere Risikofaktoren dazu kommen.[1](siehe hierzu auch: multiple Deprivation)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Toni Mayr (2000): Entwicklungsrisiken bei armen und sozial benachteiligten Kindern und die Wirksamkeit früher Hilfen. In: Hans Weiß (Hrsg.): Frühförderung mit Kindern und Familien in Armutslagen. München/Basel: Ernst Reinhardt Verlag. ISBN 3-497-01539-3; S. 144
  2. Sabine Winkler und Marius Gelhausen: Resilienz. Technische Universität Darmstadt
  3. Donath, C., Gräßel, E., Baier, D., Bleich, S. & Hillemacher, T. (2014). Is parenting style a predictor of suicide attempts in a representative sample of adolescents? BMC Pediatrics 2014, 14:113.