Risikomatrix

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Mit der Risikomatrix wird versucht, die Höhe eines Risiko genauer einzuteilen, die Risikoabschätzung also objektiver zu machen.

Im Arbeitsschutz wird dazu gewöhnlich die Risikomatrix nach Nohl verwendet. Bei technischen Anwendungen (Maschinen, Industrieanlagen usw.) oder Software sind die praktisch identischen Abschätzungen eng mit den jeweiligen Normen für Sicherheitssysteme verbunden, sie werden daher dort behandelt (siehe Risikograph).

Dabei wird, gemäß der technischen Definition von Risiko, meist in der y-Achse die Eintrittswahrscheinlichkeit und in der x-Achse die Schadensschwere (Auswirkung des Schadens) angegeben.

Risikomatrix nach Nohl[Bearbeiten]

Risikomatrix

Kategorien für die Eintrittswahrscheinlichkeit oder Wahrscheinlichkeit des Wirksamwerdens der Gefährdung:

  • sehr gering
  • gering
  • mittel
  • hoch

Die Kategorien werden bei der Risikobewertung "sinnvoll geschätzt" oder statistisch belegt.

Kategorien für Schadensschwere:

Aus der Matrix wird daraus eine Maßzahl (1-7) gebildet.


Diese Risikomaßzahl wird in drei Kategorien aufgeteilt:

  • 1-2: geringes Risiko, keine Risikoreduzierung nötig (zwischen Restrisiko und Grenzrisiko)
  • 3-4: signifikantes Risiko, Risikoreduzierung notwendig (in der Nähe des Grenzrisikos bis leicht darüber)
  • 5-7: hohes Risiko, Risikoreduzierung dringend notwendig (über dem Grenzrisiko)

Der Risikowürfel fügt noch eine dritte Dimension hinzu: Die Zahl der Betroffenen. Damit wird die gesellschaftliche und auch volkswirtschaftliche Bedeutung des Risikos erfasst, welche in der Risikomatrix fehlt.

ALARP[Bearbeiten]

ALARP ist eine ähnliche Matrix aus dem englischen Sprachraum.

Weblinks[Bearbeiten]

Risikomatrix nach Nohl (Arbeitsschutz):

Gefährdungsbeurteilung: