Rita Ora

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Rita Ora (2012)

Rita Sahatçiu Ora (* 26. November 1990 in Priština, SFR Jugoslawien) ist eine britische Sängerin und Schauspielerin. Von 2010 bis 2016 stand sie bei Jay Z und Roc Nation unter Vertrag. Seit 2017 steht sie bei Atlantic Records unter Vertrag.

Leben

Rita Ora kam 1990 als zweitjüngstes Kind kosovo-albanischer Eltern in Pristina zur Welt. Sie hat noch eine Schwester namens Elena und einen Bruder, der Don heißt. Ihre Familie wanderte wenige Monate später in das Vereinigte Königreich aus und ließ sich in London nieder.[1] In ihrer Jugend besuchte sie unter anderem die Sylvia Young Theatre School, eine Schule der darstellenden Künste, zu der ihr Chorleiter sie empfohlen hatte.[2] Ihre Mutter ist Psychiaterin, ihrem Vater gehören mehrere Pubs in London.

Karriere

2004 bis 2009: Erste Erfahrungen mit Musik und Plattenvertrag

Entdeckt wurde Ora im Alter von 14 Jahren von dem schwedischen Musikproduzenten und Songwriter Martin Terefe, der unter anderem bereits mit Jason Mraz, KT Tunstall, James Morrison und Mary J. Blige zusammenarbeitete. Ora erzählt, dass Terefe sie bei einem Auftritt in einem Park in London angesprochen und sie anschließend in ein Tonstudio eingeladen habe. Nachdem sie dort vorgesungen hatte, unterschrieb sie wenig später einen auf zwei Jahre befristeten Produktionsvertrag. Erst ab diesem Zeitpunkt begann sie, sich eingehender mit Musik zu beschäftigen und schrieb ihre ersten Songs.[3] Durch Terefe erlangte Ora erste Aufmerksamkeit in der Musikbranche.[2] Gegen Ende des Jahres 2008 wurde Ora während eines Konzerts in London von einer Managerin einer Plattenfirma wiedererkannt und eingeladen. Beim Treffen am nächsten Tag, wo Ora ihre Musik vorstellte, gewann die Angestellte den Eindruck, dass Ora in das musikalische Konzept von Jay Brown, dem Präsidenten von Roc Nation, passen könnte. 2009 wurde Ora von dem Plattenlabel unter Vertrag genommen.[2]

Im selben Jahr hatte Ora einen Gastauftritt im Musikvideo zu dem Lied Young Forever, einer Single aus dem elften Studioalbum von Jay Z. Bereits 2008 war sie als Gastmusikerin in der ersten Single Where’s Your Love aus Craig Davids Greatest-Hits-Album in Erscheinung getreten. Zwar wurde sie nicht offiziell als Interpretin des Liedes aufgeführt, war jedoch in dem dazugehörigen Musikvideo zu sehen.

2010 bis 2012: Debütalbum

Nach dem Unterzeichnen ihres ersten Plattenvertrages mit Roc Nation begann Ora mit den Aufnahmen zu ihrem Debütalbum. 2010 war sie zudem in Drakes Musikvideo zur Single Over zu sehen. Im Jahr 2011 postete Ora immer wieder Videos von sich auf der Website von Roc Nation, die sie bei Arbeiten im Tonstudio zeigen. Im Februar 2012 wurde das Lied Hot Right Now veröffentlicht, bei dem Ora als Gastmusikerin auftrat. Der Titel des Hauptinterpreten DJ Fresh erreichte nach der Veröffentlichung Platz eins in den britischen Charts, in den USA stieg das Lied nicht in die Charts ein, während die Single in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Top-40 erreicht. Ora wurde bei der Arbeit an ihrem Debütalbum unter anderem von Ester Dean, Drake, The-Dream, Stargate und Kanye West unterstützt, wobei Tinie Tempah der einzige Gastmusiker auf ihrem Album war.[4][5][6]

Am 24. Februar 2012 war Ora zusammen mit Jay Z, dem Chef ihres Plattenlabels Roc Nation, zu Gast bei der Radiostation Z100, wo das Lied How We Do (Party), ihre Debüt- und Leadsingle ihres ersten Albums, Premiere feierte. Da der Titel den Refrain von The Notorious B.I.G.s Party & Bullshit übernommen hat, wird fälschlicherweise oft angenommen, dass Oras Lied ebenfalls diesen Namen trägt.[7] Im Mai wurde der Titel R.I.P. veröffentlicht, eine Zusammenarbeit mit Tinie Tempah. Beide Singles erreichten Platz 1 in den britischen Charts. Im Sommer 2012 ging Ora zusammen mit Coldplay und DJ Fresh auf Tour. Am 27. August 2012 erschien ihr Debütalbum Ora. Als vierte Single hat Ora den Track Shine Ya Light veröffentlicht.[8][9] Außerdem hat sie den Song Radioactive veröffentlicht.[10]

Seit 2012

Rita Ora beim Future Music Festival Asia in Sepang (2013)

Zweites Album

Es wurde bekanntgegeben, dass Rita Ora an ihrem zweiten Studioalbum arbeitet, welches auch für die Veröffentlichung in den USA bestimmt sein soll.[11] Die erste Veröffentlichung heißt I Will Never Let You Down, sie erreichte nach der Veröffentlichung Platz eins in den britischen Charts.[12] Produziert wurde der Song von Calvin Harris, mit dem sie von Mai 2013 bis Juni 2014 auch liiert gewesen war. Ora sang I Will Never Let You Down zum ersten Mal live beim Germany’s Next Topmodel-Finale 2014 in Köln.[13] Außerdem ist Ora gemeinsam mit der Rapperin Iggy Azalea in dem Song Black Widow zu hören, den die beiden bei den MTV Video Music Awards 2014 und bei The Ellen DeGeneres Show am 9. September 2014 präsentierten. Der Song erreichte Platz 3 der US-amerikanischen Billboard Hot 100 sowie Platz 4 der britischen Singlecharts und erhielt unter anderem 4-fach Platin in den USA. Weitere Top-10-Platzierungen gelangen unter anderem in Kanada, Irland, Frankreich und in Finnland.[14] Bei den MTV Europe Music Awards 2014 in Glasgow war Black Widow in der Kategorie Bestes Video nominiert. Ora ist auf dem neuen Song New York Raining von Charles Hamilton zu hören.[15] Am 4. Mai 2015 veröffentlichte Ora den Song Poison.[16] Die nächste Veröffentlichung ist Body on Me mit Chris Brown. Eine weitere Version mit Rapper Fetty Wap wurde veröffentlicht.

Am 22. Februar 2015 trat Ora mit dem von Diane Warren für sie geschriebenen Song Grateful bei der Oscarverleihung 2015 auf. Warren hatte für den Titelsong aus dem Film Beyond the Lights (2014) ihre siebte Oscarnominierung erhalten.[17] Die Veröffentlichung heißt Your Song und wurde in Zusammenarbeit mit dem Sänger Ed Sheeran produziert. Außerdem ist Ora in Aviciis Song Be Lonely Together zu hören.[18] Die zweite aus dem Album ausgekoppelte Single heißt Anywhere und wurde am 20. Oktober 2017 veröffentlicht. Ora präsentierte die Lieder Your Song und Anywhere bei The Voice of Germany.

Am 11. Mai 2018 veröffentliche Ora die in Zusammenarbeit mit Bebe Rexha, Charli XCX und Cardi B entstandene Single Girls. Das Lied thematisiert Bisexualität, wurde jedoch insbesondere von der LBGT-Community kritisiert.[19][20][21] Ora trat mit diesem Lied in der Finalshow der 13. Staffel von Germany’s Next Topmodel auf.[22]

Sonstiges

Am 21. Mai 2014 gab der Sportartikelhersteller Adidas eine Kooperation mit Ora über insgesamt drei Saisons bekannt, bei der die Künstlerin neben Kleidungsstücken auch ihre eigenen Schuhe entworfen hat. Zudem ist Ora in der Verfilmung von Shades of Grey zu sehen. Der Film kam am 12. Februar 2015 in die Kinos.[23] Im Vereinigten Königreich löste sie Kylie Minogue in der Casting-Show The Voice als Mentorin ab. Als einzige Frau entscheidet sie über das Weiterkommen der Talente und unterstützt ausgewählte Musiker im Wettbewerb mit Tom Jones, will.i.am und anderen Prominenten. Im August 2015 war sie in den USA auf ihrer Body on Me-Tour. Am 12. November 2015 wurde ihr in Berlin ein Bambi verliehen.

Einflüsse/Inspiration

Ora bezeichnet die US-amerikanische Sängerin Gwen Stefani als Vorbild und nannte in dem gleichen Interview noch die Contemporary-R&B-Sängerin Beyoncé.[4] Auch Vybz Kartel, ein jamaikanischer Dancehall-Künstler, habe sie zu ihrer Musik inspiriert.[24]

Diskografie

Hauptartikel: Rita Ora/Diskografie

Studioalben

Jahr Titel
Musiklabel
Chartplatzierungen[25] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2012 Ora
Roc Nation
63
(1 Wo.)
51
(1 Wo.)
15
(6 Wo.)
1 Platin
(30 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 24. August 2012
Verkäufe: + 300.000

Filmografie (Auswahl)

Weblinks

 Commons: Rita Ora – Sammlung von Bildern

Quellen

  1. Kelsey McKinney: Everything you need to know about Rita Ora. Vox Media. 27. August 2014. Abgerufen am 27. Februar 2016.
  2. a b c Rita Ora. lastfm.de. 19. Januar 2011. Abgerufen am 27. März 2012.
  3. Malte Zill: Backstage-Quickie: 10 Fragen an Rita Ora. bonedo.de, abgerufen am 18. August 2014.
  4. a b Rap-Up TV: Rita Ora Talks Roots, Roc Nation, & Rolling with Jay-Z and Beyoncé. rap-up.com. 8. Februar 2012. Abgerufen am 27. März 2012.
  5. New Music: Ester Dean – ‘Let It Grow (Celebrate the World)’. rap-up.com. 21. Februar 2012. Abgerufen am 29. März 2012.
  6. Rap-Up TV: Rita Ora Dishes on Debut, Working with Drake and Kanye West. rap-up.com. 20. März 2012. Abgerufen am 29. März 2012.
  7. New Music: Rita Ora – ‘How We Do (Party)’. rap-up.com. 23. Februar 2012. Abgerufen am 29. März 2012.
  8. Video: Rita Ora – Shine Ya Light. rap-up.com, abgerufen am 18. August 2014 (englisch).
  9. Beyonce reached out personally on her blog to let the world know how huge Rita Ora is!! mtv.tv/news, 26. September 2012, abgerufen am 18. August 2014 (englisch).
  10. Videopremiere: Rita Ora und Radioactive. bravo.de, abgerufen am 18. August 2014.
  11. Colin Daniels: Rita Ora: 'Second album is much clearer'. digitalspy.co.uk, 14. Januar 2013, abgerufen am 18. August 2014 (englisch).
  12. Renzo Wellinger: MIDEM 2014: Rita Ora kündigt zweites Album an, Vevo Lift bald in Deutschland. musikmarkt.de, 3. Februar 2014, abgerufen am 18. August 2014.
  13. Jonas Gall (uploader): Rita Ora – I Will Never Let You Down I Germany’s next Topmodel Finale 2014. youtube.com, 8. Mai 2014, archiviert vom Original am 29. September 2014; abgerufen am 18. August 2014.
  14. Girlpower 2014: Iggy und Rita zeigen den bösen Männern, wo's langgeht (Memento vom 4. September 2014 im Webarchiv archive.is)
  15. Charles Hamilton ft. Rita Ora – »New York Raining« (Memento vom 22. April 2015 im Webarchiv archive.is)
  16. New Song: Rita Ora – 'Poison' In: thatgrapejuice.net, abgerufen am 20. Dezember 2017.
  17. Christopher Rosen: Diane Warren Calls Out Rita Ora For Not Supporting ‘Grateful’. In: Huffington Post. 2. Februar 2015, abgerufen am 18. Januar 2017.
  18. Avicii Shares Another Stunning Clip of „Lonely Together“ featuring Rita Ora In: youredm.com, abgerufen am 20. Dezember 2017.
  19. Kontroverse um neuen Song "Girls". In: Laut.de. 15. Mai 2018, abgerufen am 30. Mai 2018.
  20. Kritik an Song von Rita Ora - "Männliches Gaffen". In: Spiegel Online. 15. Mai 2018, abgerufen am 30. Mai 2018.
  21. Brittany Spanos: Rita Ora Apologizes Over Widespread Criticism of New Song 'Girls'. In: Rolling Stone. 14. Mai 2018, abgerufen am 30. Mai 2018 (englisch).
  22. Tina Campbell: Rita Ora gives contestants a run for their money as Girls singer flashes abs while performing at the season 13 finale of Germany's Next Top Model. In: OK! 25. Mai 2018, abgerufen am 30. Mai 2018 (englisch).
  23. Sophie: Rita Ora: So sehr wird Shades of Grey schocken. promiflash.de, 28. Januar 2014, abgerufen am 18. August 2014.
  24. Rita Ora EPK
  25. Chartquellen: DE AT CH UK US