Ritter Gruppe

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Ritter Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG
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Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1988
Sitz Dettenhausen, Deutschland
Leitung Geschäftsführer: Moritz Ritter · René Reinhold
Mitarbeiter 200[1]
Umsatz 2008: 200 Mio. Euro
2009: 150 Mio. Euro
2010: 140 Mio[1]
Branche Solarthermie
Website www.ritter-gruppe.com

Die Ritter Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG, kurz: Ritter Gruppe, ist ein Unternehmen im Bereich ökologischer Heiztechnik. Die Holding ist mit 3 Tochtergesellschaften in Deutschland vertreten. Die Hauptgesellschafter der Holding sind die Geschwister Marli Hoppe-Ritter und Alfred Theodor Ritter mit Familie, die Eigentümer des Schokoladeherstellers Alfred Ritter GmbH & Co. KG.

Die zentralen Geschäftsfelder sind die Produktion von Vakuumröhren-Solarkollektoren, der Vertrieb von Systemlösungen in den Bereichen Solarwärme, Holzpellets- und Gasbrennwerttechnik[2] sowie die Realisierung von solaren Großanlagen [3] (Bruttofläche größer als 30 m²).[4] Ziel und Leitgedanke ist, energieeffiziente und ökologische Lösungen zur Wärmeerzeugung aus regenerativen Energien anzubieten.[5] Bundesweit beschäftigt die Ritter Gruppe 200 Mitarbeiter. Der Sitz der Ritter Gruppe ist in Dettenhausen (Baden-Württemberg).[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1986, nach dem Atomreaktorunfall in Tschernobyl, wurde in der Türkei die Haselnussernte für Ritter-Sport-Schokolade verstrahlt. Dies war der Auslöser für die Gründung des Unternehmens 1988. Ziel war es, die Atomenergie überflüssig zu machen und auf erneuerbare Energien umzusteigen. 1996 wurde der Vakuumröhren-Solarkollektor eingeführt.

Mit der chinesischen Linuo Gruppe[6] unterhielt die Ritter Gruppe von 2002 bis 2015 das Joint Venture Linuo Paradigma,[7] das zu den fünf größten Herstellern auf dem Solarmarkt China gehört.[8] Im Jahr 2000 wurde die Ritter Solar GmbH & Co. KG für die Produktion von Vakuumröhren-Solarkollektoren gegründet. 2004 fand die Markteinführung des Aqua Solar Systems, eines wasserführenden Vakuumröhren-Solarkollektors, statt. 2009 trat die Ritter Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG als Holding in den Markt ein. 2010 wurde die „Ritter XL Solar GmbH“ für das Vermarkten von solaren Großanlagen gegründet.

2012 besuchten der Bundespräsident Joachim Gauck und der Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Ritter-Gruppe in Dettenhausen.[9][10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Die Ritter Gruppe – Zahlen, Daten, Fakten. Abgerufen am 11. Mai 2012.
  2. http://www.paradigma.de - Vertrieb von kompletten Systemlösungen in den Bereichen Solarthermie, Pelletheizung und Brennwertkessel. Abgerufen am 11. Mai 2012.
  3. http://www.haustechnikdialog.de - Die Ritter Gruppe: neues Tochterunternehmen für den internationalen Vertrieb von solarthermischen Großanlagen. Abgerufen am 11. Mai 2012.
  4. http://www.ritter-xl-solar.com - Realisierung von solaren Großanlagen. Abgerufen am 11. Mai 2012.
  5. http://www.ftd.de - Kampf um den Platz an der Sonne. Archiviert vom Original am 12. April 2012, abgerufen am 11. Mai 2012.
  6. http://www.linuopower.com. Abgerufen am 12. Juni 2016.
  7. http://www.linuo-paradigma.com. Abgerufen am 11. Mai 2012.
  8. http://www.solrico.com - World map of vacuum tube collector manufacturers 2011. Abgerufen am 11. Mai 2012 (PDF; 1,8 MB).
  9. http://www.sonnewindwaerme.de - Die Zukunft im Blick: Bundespräsident bei der Ritter Gruppe. Abgerufen am 11. Mai 2012.
  10. http://www.bild.de - Gauck und das Geheimnis von „Ritter Sport“. Abgerufen am 14. Mai 2012.