Ritterkanton Baunach

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Codex diplomaticus equestris cum continuatione, oder Reichs-Ritter-Archiv, 1721
Reichesritterlicher fränkischer Kantonskalender, Archiv Burg Hornberg. Stich, 167 × 85 cm

Als Ritterkanton Baunach wird eine Gemeinschaft ritterlicher Adelsfamilien in den Haßbergen bezeichnet, die seit dem hohen Mittelalter als Dienstmannen der Staufer oder der Fürstbistümer Bamberg und Würzburg in die Ministerialität aufgestiegen waren und bis zur Mediatisierung der Ritterschaft bzw. der Regionalfürstentümer zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Lehensherrschaft über zahlreiche Ortschaften und Güter in den Haßbergen und angrenzenden Gebieten innehatten. Mit dem Heiligen Römischen Reich wurde auch der Ritterkanton Baunach 1806 aufgelöst.

Gliederung der Ritterkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die freie Reichsritterschaft in Deutschland gliederte sich seit dem 16. Jahrhundert in einen rheinischen, einen fränkischen und einen schwäbischen Ritterkreis, die sich wiederum aus verschiedenen Kantonen zusammensetzten. Der Ritterkanton Baunach gehörte dem fränkischen Ritterkreis an und hatte seine Kanzlei in Baunach.

Adelsfamilien im Kanton Baunach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1806 gehörten dem Ritterkanton Baunach folgende Adelsfamilien (siehe auch: Liste fränkischer Rittergeschlechter) an:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Gottfried Biedermann: Geschlechterregister zum Ritterkanton Baunach
  • Johann Octavian Salver: Matrikel und Wappenbuch der florierenden, erloschenen und hinweggezogenen hohen Rittergliedern einer unmittelbaren freyen Reichs Ritterschaft Landes zu Franken löbl. Orts an der Baunach. Würzburg 1785
  • Paul Sörgel: Der Ritterkanton an der Baunach in den Haßbergen. Hofheim i.Ufr., 1992

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]