Ritterswörth

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Koordinaten: 48° 40′ 22″ N, 11° 36′ 56″ O

Ritterswörth
Höhe: 383 m
Postleitzahl: 85290
Vorwahl: 08452
Ritterswörth (Bayern)
Ritterswörth

Lage von Ritterswörth in Bayern

Ritterswörth ist ein Weiler in der Hallertau im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm und seit 1978 ein Ortsteil der Stadt Geisenfeld.

Ritterswörth ist heute als erfolgreicher Pferdezuchtbetrieb bekannt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ritterswörth liegt etwa 1 km südlich des Stadtkerns von Geisenfeld. Es beschränkt sich auf einen einzelnen Bauernhof, den sogenannten Fohlenhof.

Auszug aus Wening, Michael: Historico-Topographica Descriptio. Das ist: Beschreibung, deß Churfürsten- und Hertzogthums Ober- und Nidern Bayrn, 1723

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1100 ließen Heinrich und Eckehard de Werde, die auch als in Regensburg begütertes Geschlecht der Hofer bekannt waren, Ministerale der Schyren, eine Burg errichten die Teil der geschlossenen Hofmark Ritterswörth war und dem Landgericht Pfaffenhofen zugehörte[1]. Ab 1424 war das Rittergeschlecht der Seyboltstorffer zu Ritterswörth hier beheimatet [2]. Nach dem Tode von Hans Clement von Seyboltstorf im Jahre 1635 ist die Hofmark mit 22.000 fl. belastet und wird am 10. September 1647 von Wolf Dietrich Graf von Toerring in Pfaffenhofen an der Ilm ersteigert. Trotz des Besitzes wurde die Burg verfallen lassen.
Ab 1885 war der Bayerische Pferdezuchtverein der Burgeigentümer.

Während des Zweiten Weltkrieges war in Ritterswörth ein Arbeitslager eingerichtet

Die Eingliederung in die Stadt Geisenfeld erfolgte im Jahr 1978.

Heute ist Ritterswörth der Sitz des Fohlenhofes Ritterswörth, Züchter der Pferdezuchtgenossenschaft Holledau.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volker von Volckamer: Historischer Atlas von Bayern: Altbayern Reihe I Heft 14: Das Landgericht Pfaffenhofen und das Pfleggericht Wolnzach. 1963, abgerufen am 22. Februar 2016.
  2. Peter Käse: Die Herrschaft Seyboldsdorf und die » Steinerne Grenzsäule «. 1. Dezember 2013, abgerufen am 30. Januar 2016.