Rivalität

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Rivalin ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum US-amerikanischen Spielfilm von Regisseur Larry Peerce aus dem Jahr 1973 siehe Die Rivalin.

Der Ausdruck Rivalität (aus dem französisch rival; von lateinisch rivalis ‚jemand, der an der Nutzung eines Bewässerungslaufes mitberechtigt ist‘, von lateinisch rivus ‚Bach‘)[1] bedeutet Gegnerschaft, Nebenbuhlerschaft, Wettbewerb, Konkurrenz, Konkurrenzkampf, Wettkampf, Wettstreit oder Antagonismus bzw. Dualismus einander feindlich gegenüberstehender Machtfaktoren (wie im Kalten Krieg oder Privatinteressen gegenüber Sozialverpflichtungen).[2] Im allgemeinen Sprachgebrauch ist die Rivalität eine spezielle Form der Konkurrenz.

Der Begriff wird auch für traditionelle Städtefeindschaften wie etwa zwischen Düsseldorf und Köln, zwischen Mainz und Wiesbaden oder zwischen Villach und Klagenfurt verwendet, die heutzutage meist folkloristisch-verbal ausgetragen werden. Unter Fußballvereinen bzw. deren Anhängerschaften gibt es ähnliche Abneigungsbeziehungen, das Gegenteil einer Fanfreundschaft. Diese Rivalität kann auch als Vorwand für aggressive Handlungen wie durch Hooligans genutzt werden.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch Derby (Mannschaftssport)

Ökonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Wirtschaftswissenschaften wird durch rivalisierende Unternehmen eine Vitalisierung der Märkte erwartet.[3] Als ökonomischer Fachbegriff existieren rivale Güter und nicht-rivale Güter, die nach dem Rivalitätsgrad unterschieden werden.

Innerartliche Auseinandersetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Verhaltensbiologie werden Rivalitäten überwiegend unter konkurrierenden Männchen, oft als Teil des geschlechtsspezifischen Paarungsverhaltens beobachtet.[4]

Die Grenzen zwischen nur drohend abschreckendem Imponierverhalten und tatsächlich verletzendem aggressivem Verhalten sind bei Rivalitäts- Rangordnungs- und Revierkämpfen oft fließend. Falls trotz ritualisierter Auseinandersetzungen gefährliche Verletzungen resultieren, kann dies abhängig sein von den äußeren Bedingungen, wenn dem Unterlegenen beispielsweise keine Rückzugsmöglichkeit offensteht. Bei dem Beuteltier Doppelkamm-Beutelmaus werden innerartliche Kämpfe in der freien Natur sehr ritualisiert ausgeführt, sodass diese selten ernste Verletzungen zur Folge haben. Bei Mangel an Fluchtmöglichkeiten in Gefangenschaft können Auseinandersetzungen mit tödlichen Nackenbissen enden.[5]

Innerartliche Auseinandersetzungen spielen aber nicht nur im Konkurrenzkampf paarungsbereiter Männchen statt, sondern auch z. B. bei der Nahrungsbeschaffung, auch unabhängig von der Geschlechtszugehörigkeit, wie bei Pavianen.[6]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Herkunftswörterbuch: Rivale. Abgerufen 11. Juni 2014.
  2. Duden: Rivalität. Abgerufen 11. Juni 2014.
  3. Glenn C. Loury: Market structure and innovation. In: The Quarterly Journal of Economics 1979, S. 395–410.
  4. Harman V. S. Peeke, Shirley C. Peeke: Rival behavior and the elicitation of aggression at the boundary and inside the territory of a convict cichlid: A methodological note. (PDF) In: Bulletin of the Psychonomic Society 14, Nr. 2, 1979, S. 138–140.
  5. Heather Aslin: The behaviour of Dasyuroides byrnei (Marsupialia) in captivity. In: Zeitschrift für Tierpsychologie 35, Nr. 2, 1974, S. 187–208, doi:10.1111/j.1439-0310.1974.tb00443.x.
  6. Hans Kummer, Fred Kurt: Social units of a free-living population of hamadryas baboons. In: Folia Primatologica 1, Nr. 1, 1963, S. 4–19, doi:10.1159/000164877.