Robby Maria

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Robby Maria während eines Konzerts im Berliner Club SO36 (2011)
Robby Maria (METROPOLIS 2013)

Robby Maria (* 10. August 1971 als Robert Maria Muñoz) ist ein österreichisch-argentinischer Musiker, Sänger und Songwriter.[1]

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robby Maria wurde am 10. August 1971 als Robert Maria Muñoz geboren.[2] Seine Mutter war Argentinierin, sein Vater ein österreichischer Naturwissenschaftler aus Wien.[3] Maria strebte ursprünglich eine Laufbahn als Fußballprofi an und spielte als Torwart in der württembergischen Juniorenauswahl,[4] ehe er dreizehnjährig anfing erste eigene Songs zu komponieren.[5]

Mit Anfang 20 ging er nach Hollywood und schlug sich immer wieder mit Gelegenheitsjobs, u.a. als Telefonverkäufer von Büromöbeln, durch.[6][7] Maria konnte dauerhaft weder Mitstreiter für eine Band noch einen Verleger für seine Songs gewinnen und lehnte ein Angebot von Capitol Records ab, da das Label aus ihm einen Latino-Dance-Act machen wollte.[8] Stattdessen nahm er einen Job in einer Zimmerei in New Orleans an, verließ mit dem verdienten Geld die USA und nahm erneut das Leben eines Bohème auf.[9] Per Bus und Boot bereiste Maria fast den kompletten südamerikanischen Kontinent und freundete sich im peruanischen Regenwald mit einem Schamanen an, dessen Stamm Maria bei sich aufnahm.[10] Maria wurde vom Schamanen des Stammes initiiert,[11] ehe er 2005 nach Europa zurückkehrte, um wieder Musik zu machen.

„Es ging mir immer darum, einen Platz außerhalb des Systems der Dinge zu finden, alle meine Songs handeln davon.“

Robby Maria: OKB Berlin-Interview[12]

Musikalischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005–2012: Killmotorhill und Robby Maria & The Silent Revolution[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Berliner Wohngemeinschaft lernte er 2005 Schlagzeugerin Anni Müller kennen, mit der er kurz darauf seine erste Band Killmotorhill gründete, aus der 2008 die Formation Robby Maria & The Silent Revolution mit Simon Birkholz am Bass hervorging.[13] Das Trio erreichte binnen kürzester Zeit Kultstatus in der alternativen Berliner Musikszene, doch löste sich die Band aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über die musikalische Zukunft unmittelbar nach Veröffentlichung ihres ersten Albums Robby Maria & The Silent Revolution auf.[14][15][16] Das letzte Konzert gab das Trio bei einem Open Air am 5. August 2012 im Berliner Tiergarten zusammen mit dem US-amerikanischen Gesangsduo Weather Girls.[17]

2013: Solokarriere mit Metropolis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maria unterschrieb daraufhin im September 2012 einen Plattenvertrag mit dem deutschen Independent Label Timezone, welcher ihm das Vertriebsrecht an seiner Musik sicherte[18] und veröffentlichte am 8. März 2013 sein Debütalbum Metropolis.[19][20] Genau einen Monat vorher, am 8. Februar 2013 erschien die erste Single des Albums Days In The City im Digitalformat sowie das offizielle Video zur Single.[21][22] Am 16. März 2013 brach Maria auf eine ausgedehnte Tournee auf, die ihn für 66 Konzerte durch Deutschland, Österreich, Spanien, Portugal, Ungarn und Tschechien führte, wobei er das gesamte Album akustisch vorstellte.[23][24]

Das Album wurde bei Kritikern in Deutschland und Österreich ausnahmslos gut aufgenommen und häufig mit den Anfängen von David Bowie verglichen.[25][26]

2014: Welcome to My Secret Heart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Arbeiten für ein neues Studioalbum nahm Maria direkt im Anschluss an die Tournee im Dezember 2013 auf und mietete dafür die Studios des ehemaligen Rundfunks der DDR in Berlin-Oberschöneweide, das heutige Funkhaus. Sein Label kündigte die Veröffentlichung des neuen Albums für den 10. Oktober 2014 an und bestätigte als Titel Welcome to My Secret Heart.[27] Die erste Singleauskopplung Sick Young Man wurde samt dazugehörigem Videoclip am 19. September 2014 veröffentlicht und erzählt die Geschichte eines Mannes, der zwar innerhalb unserer Gesellschaft existiert, jedoch nicht dazugehört. Als zweite Single erschien am 21. November 2014 The Game. Die Ballade wirft einen kritischen Blick auf die Einführung eines Jugendlichen in die „Erwachsenenwelt“. Beide Videos wurden vom deutschen Filmemacher Stephan Metzner in Berlin gedreht.[28][29]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Die Singles sind nur im Digitalformat erschienen)

  • Days in the City (2013)
  • Sick Young Man (2014)
  • The Game (2014)

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. MusicBrainz
  2. Kreiszeitung Böblingen, 19. März, 2011
  3. Stuttgarter Zeitung, 5. Januar 2012
  4. I. Davis Quatar news (in englischer Sprache)
  5. Guido Fahrendholz, Berlin TV
  6. Sebastian Köpcke, Maulbeerblatt
  7. Timezone Music Magazine
  8. Robby Maria im Interview mit G. Oppermann
  9. F. Martinelli, Newcomerszene Blatt
  10. Rheinische Post
  11. Guido Fahrendholz, Berlin TV
  12. ALEX TV Berlin vom 22. November 2013
  13. M. Peteroff, Rezensator
  14. Yagaloo TV Berlin
  15. Blackbirds TV Berlin
  16. E. Langner, Böblinger Bote
  17. Audi Teehaus Open Air
  18. Archiv der deutschen Nationalbibliothek
  19. Tanja Spenst, Albumcheck
  20. Karsten Rube, Folkworld #50
  21. K. Wecker Webmagazin
  22. NME London
  23. Konzerttouristen
  24. Labelseite
  25. Rhein Rhur Post
  26. Marco Kuznik, Saarschall Saarbrücken
  27. New Releases
  28. TZ Single Releases 2014
  29. Youtube
  30. Kreiszeitung Böblingen