Robby Naish

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Robby Naish (links) & Björn Dunkerbeck beim Windsurf World Cup Sylt 2009
Robby Naish beim Windsurf World Cup Sylt 2006

Robby Naish (* 23. April 1963 in La Jolla, Kalifornien als Robert Staunton Naish) ist vielfacher Weltmeister im Windsurfen.[1]

In Kailua auf der hawaiianischen Insel Oʻahu aufgewachsen, begann Robby Naish mit acht Jahren mit Wellenreiten, bevor er im Alter von elf Jahren mit dem Stehsegeln anfing. 1976 gewann er mit 13 bei den Weltmeisterschaften auf den Bahamas seinen ersten Weltmeisterschaftstitel und wurde jüngster Weltmeister aller Zeiten.[2]

Biografie[Bearbeiten]

Expression Session, Windsurf World Cup Sylt 2009
Expression Session, Windsurf World Cup Sylt 2009
Expression Session, Windsurf World Cup Sylt 2009

Sein Vater Rick Naish war ein Surfer, der bereits 1959 die größten damals bekannten Wellen in Waimea Bay abritt und in der ersten Ausgabe der Zeitschrift „surfer“ porträtiert wurde. Rick hat mit Carol Naish drei weitere Kinder. Robby Naish ist verheiratet und Vater zweier Töchter (* 1983 und * 2007).[3][2]

Mit der Segelnummer US-1111 wurde er insgesamt 24 mal Windsurf-Weltmeister. Er gilt als Pionier des Windsurfens und war maßgeblich an der Entwicklung kürzerer Surfbretter beteiligt. Weitere Innovationen waren das Sichtfenster im Segel, die Fußschlaufen und das Trapez.

Später begann er mit dem Kitesurfen und wurde 1998 Weltmeister im Slalom, im darauffolgenden Jahr Weltmeister im Slalom und im Sprungwettbewerb. Auch in diesem Sport hat er die Weiterentwicklung des Materials maßgeblich beeinflusst. 2001 stellte Naish mit 70.37 km/h (38,4 Knoten) vor Gran Canaria einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord im Kite-Surfen auf.[4] Nach 16 Jahren zog sich Naish 2001 aus dem Profisport zurück und wurde am 5. November 2002 zusammen mit Jim Drake und Hoyle Schweitzer in die Hall of Fame der Professional Windsurfers Association (PWA) aufgenommen.[5]

Er ist einer der wenigen Menschen, die in den Riesenwellen von Jaws vor der Nordküste von Maui windsurfen. Robby Naish spricht sehr gut Deutsch und gehört dem Jury-Komitee des Laureus World Sports Awards an.

Nachdem 1979 die Windsurfboardproduktion dem „Garagenfirma“-Maßstab entwachsen war, gründete Rick Naish Naish Hawaii Ltd. die zunächst nur Windsurfboards mit dem Know-how von Robby herstellte.[3] 1999 gründete Robby Naish sein erstes Unternehmen „Naishsails“. Seine inzwischen drei Firmen stellen Produkte für Wind- und Kite- und Stand Up Paddle Surfing her.

2013 gab der inzwischen 50-Jährige Naish, der seinen runden Geburtstag bewusst nicht gefeiert hat,[6] am Rande des 30. Windsurf World Cup Sylt ein Kurz-Comeback auf der Tour der Profis bekannt. Er startete nach 12 Jahren Pause in seiner Heimat Maui beim PWA-Tour Wettbewerb Aloha Classic 2013 in Hoʻokipa mit einer Wildcard und erreichte einen geteilten 17. Platz bei insgesamt 32 Teilnehmern.[7][8]

Erfolge[Bearbeiten]

  • Weltmeister im Windsurfen von 1976–1979 und 1983–1987 (vor Gründung der PWA)
  • PWA-Wave Weltmeister 1988, 89 und 1991
  • 1998 und 1999 Weltmeister im Slalom-Kitesurfen
  • 1999 Weltmeister im Kitesurf-Sprungwettbewerb
  • 2001 Geschwindigkeits-Weltrekord im Kitesurfen[1][9]

Werke[Bearbeiten]

  •  Robby Naish, Peter Brockhaus, Peter Naish: Windsurfing mit Robby Naish mit Fotos von Uli Seer. Delius Klasing Vlg GmbH, 1982.
  •  Robby Naish, Peter Brockhaus, Ulli Seer: Windsurfing mit Robby Naish. Delius Klasing Vlg GmbH, 1985, ISBN 978-3768803649.
  •  Robby Naish, Ulli Seer: Robby Naish, Superstar. Neueste Funboard Fahrtechnik. Delius Klasing Vlg GmbH, 1987, ISBN 978-3768804844.
  • Rip., VHS, Delius Klasing Vlg GmbH
  • Powerlearning Windsurfing, DVD, Delius Klasing Vlg GmbH, 2009
  • Powerlearning Kiteboarding, DVD, Delius Klasing Vlg GmbH, 2009

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Robby Naish – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Sailor Profile Robby Naish (Englisch) Professional Windsurfers Association. Abgerufen am 3. Oktober 2009.
  2. a b Robby Naish – Mr. Windsurfing (Englisch) World of Windsurfing e.V. Abgerufen am 3. Oktober 2009.
  3. a b Naish History (Englisch) Naish Hawaii Ltd.. Abgerufen am 3. Oktober 2009.
  4. Robby Naish - Loard of the Board (Deutsch) Spox.com. Abgerufen am 21. Oktober 2013.
  5. Robby Naish, Jim Drake and Hoyle Schweitzer are voted into the PWA Hall of Fame (Englisch) Professional Windsurfers Association. 5. November 2002. Abgerufen am 3. Oktober 2009.
  6. Windsurfen wird nie sterben (Deutsch) Welt.de. 23. September 2013. Abgerufen am 18. Oktober 2013.
  7. Clash of the Titans! (Englisch) Professional Windsurfers Association. 23. Oktober 2013. Abgerufen am 3. November 2013.
  8. Aloha Classic, Maui, event results (Englisch) Professional Windsurfers Association. Abgerufen am 3. November 2013.
  9. Robby Naish (Deutsch) Munzinger-Archiv. Abgerufen am 21. Oktober 2013.