Robert Baer

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Robert "Bob" Booker Baer (* 1. Juli 1952 in Los Angeles)[1] ist ein ehemaliger Mitarbeiter des US-amerikanischen Nachrichtendienstes CIA. Er ist Autor mehrerer Bücher, in denen er seine Erfahrungen im Dienst der CIA dokumentierte, und gilt heute als Experte für den Nahen Osten.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baer wuchs bis zum Alter von 9 Jahren in Kalifornien auf, dann trennte sich seine Mutter, Politik-Professorin an der UCLA, von seinem Vater und reiste mit dem Kind durch Europa und Russland.[2] 1964 zogen sie nach Aspen, Colorado, wo Baer von einer Karriere als Profi-Skifahrer träumte. Nach schwachen schulischen Leistungen schickte ihn seine Mutter auf die Culver Military Academy, ein Internat in Indiana. Nach eigenen Angaben besuchte er 12 verschiedene Universitäten.[3] 1976 machte Baer seinen Abschluss an der School of Foreign Services der Georgetown University; an der University of California at Berkeley studierte er Chinesisch.

Baer trat 1976 in die CIA ein, wo er als Operationsleiter arbeitete. Direkt nach seinem Eintritt absolvierte er ein einjähriges Training, welches eine viermonatige paramilitärische Ausbildung einschloss. Einsatzorte während seiner Arbeit waren der Nordirak, Duschanbe, Rabat, Beirut, Khartum, Paris und Neu-Delhi. Seine Aufgabe bestand in der Infiltrierung von Organisationen wie Hisbollah und Al-Qaida. Baer spricht neben seiner englischen Muttersprache fließend Arabisch, Persisch, Französisch und Deutsch.

1997 verließ er die CIA nach erfolglosen Versuchen, die US-Regierung unter Bill Clinton zur Unterstützung des irakischen Aufstandes gegen Saddam Hussein zu bewegen. Er wurde bei seinem Austritt mit der Career Intelligence Medal ausgezeichnet. In seinem 2002 erschienenen Bestseller See no Evil (dt. Der Niedergang der CIA) dokumentierte Baer seine während der Arbeit für die CIA gesammelten Erfahrungen.

Baers Werke See No Evil und Sleeping with the Devil lieferten die Vorlage für den 2005 fertiggestellten Film Syriana. Die Film-Figur Bob Barnes (gespielt von George Clooney) wurde Robert Baer nachempfunden. 2005 war Baer Co-Autor und Präsentator des Dokumentarfilms The Cult of the Suicide Bomber, der im Jahr darauf für den Emmy nominiert wurde. Momentan präsentiert er auf dem History Channel die Sendung "Hunting Hitler", in der deutschen Fassung "Hitlers Flucht - Auf der Suche nach Hitler.

Politische Ansichten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Inter Press Service äußerte Baer, "dass man in der amerikanischen Nahostpolitik nichts ohne die Genehmigung aus Tel Aviv machen kann - zumindest auf einer bestimmten Ebene. (...) Schauen Sie auf New York. Schauen Sie auf die führenden Tageszeitungen. Sie haben eine zionistische Agenda. Das ist Fakt. (...) Die New York Times ist eine Außen- bzw. Nebenstelle Israels." [4]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. California Birth Index
  2. http://articles.chicagotribune.com/2006-08-15/features/0608150266_1_robert-baer-skis-passes
  3. "Georgetown and frankly, at eleven other universities. We tended to move around a lot." http://globetrotter.berkeley.edu/people9/Baer/transcript_baer.pdf
  4. Omid Memarian: "U.S. and Iran Share an Equal Monopoly on Violence" IPS News, 23. Januar 2009