Robert Dorfmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Robert Dorfmann (* 3. März 1912 in Paris; † 11. August 1999 ebenda) war ein französischer Filmproduzent, der für einige der filmhistorisch bedeutendsten und kassenträchtigsten Nachkriegsproduktionen seines Landes verantwortlich zeichnete.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfmann knüpfte erste Kontakte zum Film, als er 1932 ein Wanderkino begründete. Bis Kriegsende arbeitete Dorfmann gelegentlich als Produzent, meist jedoch als Filmverleiher. 1935 gründete er erstmals die Silver Films, elf Jahre darauf dieselbe Firma ein weiteres Mal. 1945 war Dorfmann einer der Gründer und ab 1951 Geschäftsführer der Corona Films.

Robert Dorfmann produzierte mit großem Erfolg überwiegend pure Unterhaltung: Lustspiele ebenso wie solide Kriminalfilme, Dramen wie Actionstreifen, für die er routinierte Regisseure wie Jean-Pierre Melville, René Clément und Terence Young gewinnen konnte. Er war aber auch an der Entstehung einiger bemerkenswerten Produktionen französischer Kinokunst beteiligt. So produzierte Dorfmann André Cayattes Justizfilmklassiker Schwurgericht (1950), René Cléments Kriegsdrama aus dem Blickwinkel zweier Kinder Verbotene Spiele (1952), Costa-Gavras’ Abrechnung mit dem Stalinismus Das Geständnis (1970), Luis Buñuels Gesellschaftsattacke Tristana (1970), Melvilles in halbdokumentarischem Erzählstil gehaltenes Résistance-Stück Armee im Schatten (1969) und Jacques Tatis Spätwerk Trafic (1971), eine satirisch-milde Persiflage auf den Fetisch des mobilen Menschen von heute, das Auto.

Faktisch alle französischen Nachkriegsstars standen auf Dorfmanns Gehaltsliste: Alain Delon ebenso wie Bourvil, Jean Gabin ebenso wie Lino Ventura, Louis de Funès ebenso wie Gérard Philipe. Anfang der 70er Jahre holte Dorfmann Charles Bronson für zwei Produktionen nach Frankreich. Nach seiner ambitioniertesten Arbeit, der mit Steve McQueen und Dustin Hoffman prominent und teuer besetzten US-Produktion Papillon, zog sich Robert Dorfmann 1973 von der Filmproduktion weitgehend zurück.

1978 erhielt er einen Ehren-César für sein Lebenswerk. Sein Sohn Jacques Dorfmann (* 1945) arbeitete ebenfalls als Filmproduzent.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]