Robert Krieg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Robert Krieg (* 1949 in Bad Ems) ist ein deutscher Dokumentarfilmer, Soziologe und Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krieg studierte Soziologie, Publizistik und Ethnologie und arbeitete danach als Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Dortmund und den Universitäten Osnabrück und Bielefeld. Für die Robert Bosch Stiftung und das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen war er als Soziologe tätig und führte sozialwissenschaftliche Forschungsprojekte zu den Themenschwerpunkten Marginalisierung und Migration durch.

Seit 1983 arbeitet er hauptsächlich als Dokumentarfilmer in Deutschland, Europa, Lateinamerika und im Nahen Osten. In den 1990er Jahren war er Dozent an der Internationalen Hochschule für Film und Fernsehen in San Antonio (Kuba) und leitete in den palästinensischen Gebieten ein von der Europäischen Union gefördertes Ausbildungsprojekt für Radio- und Fernsehjournalismus. 1997 gründete er gemeinsam mit Monika Nolte in Köln eine Autorengemeinschaft und Produktion für Film, Fernsehen und Hörfunk. 2001 dokumentierte er in dem Film Weißes Gold das Lebenswerk seines Urgroßvaters Hermann Fölsch, der als einer der ersten Kaufleute in Chile eine Salpetermine betrieb.

Er ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm und im Filmbüro NW, dessen Vorstand er 1989 bis 1992 sowie 2007 bis 2014 angehörte. Er vertritt im Beirat von FILM+SCHULE NRW das Filmbüro NW und im geschäftsführenden Ausschuss des Fernsehworkshops Entwicklungspolitik die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm. Seit 2016 ist er zudem Mitglied im Rundfunkrat des WDR.[1]

Filmographie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Unser Europa, Deutschland/Estland/Italien/Spanien/Serbien, 2017
  • Desert Inspiration, Deutschland/Marokko, 2015
  • Newo Ziro – Neue Zeit, Deutschland, 2012
  • Kinder der Steine – Kinder der Mauer, Palästina, 2010
  • Ein Dorf in Europa, Italien, 2007
  • „Lebensunwert“, Deutschland, 2005
  • Die Provinz, die Revolte und das Leben danach, Deutschland, 2004
  • Weißes Gold – Das Salz der Wüste, Chile, 2001
  • Europa war so nah, Serbien, 2000
  • Adiós General, Chile, 1999
  • „Ich kam nach Palästina…“, Israel, 1998
  • Brief aus Kuba, Kuba, 1992
  • Besetzter Traum, Deutschland, 1991
  • Intifada, Palästina, 1989
  • Wer nichts hat, kann noch von allem träumen, Algerien/Westsahara, 1986
  • Flucht ins Gemeindehaus, Deutschland, 1983

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Es war eine spontane Revolution“, In: graswurzelrevolution 372, Oktober 2012. Online verfügbar
  • Robert Krieg/Daniel Daemgen: … und über uns kein Himmel, Verlag Graswurzelrevolution 2012. ISBN 978-3-939045-18-2
  • Wie entsteht „politisches Kino“?, In: Julius-Leber-Forum der Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.): Mit Bildern bewegen – der politische Film heute. Hamburg 2009. ISBN 978-3-86872-207-9
  • Das System Berlusconi, In: graswurzelrevolution 340, Juni 2009. Online verfügbar
  • Lebensunwert?, In: Freundeskreis Paul Wulf (Hrsg.): Lebensunwert? Paul Wulf und Paul Brune – NS-Psychiatrie, Zwangssterilisierung und Widerstand. Verlag Graswurzelrevolution 2007. ISBN 978-3-939045-05-2
  • Kultur und nationale Identität, In: kulturpolitische mitteilungen Nr. 81, II/1998
  • Die Stimme Palästinas, In: Christine Idems/Matthias Schoormann (Hrsg.): Soziologie im Minenfeld. Lit Verlag 2000. ISBN 978-3-8258-4676-3
  • „Die nicht vorhersehbare Spätentwicklung des Paul W.“, In: Karl Heinz Roth (Hrsg.): Erfassung zur Vernichtung, Verlagsgesellschaft Gesundheit 1984. ISBN 3-922866-16-6

Mitarbeit bei der Zeitschrift Die Republik.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitglied des WDR-Rundfunkrats. Abgerufen am 2. Januar 2017.
  2. Uwe Nettelbeck (Hrsg.): Die Republik. Band 10-15, 27, 28-33. Die Republik, Salzhausen/Frankfurt am Main (1977-1978).