Robert Meyer (Schauspieler)

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Robert Meyer bei der Österreichpremiere von Und Äktschn! (2014)

Robert Meyer (* 21. Oktober 1953 in Bad Reichenhall) ist ein deutscher Schauspieler, Theaterregisseur und Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Ab der Saison 2007/2008 bis zur Saison 2021/22 war er Direktor der Volksoper Wien.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robert Meyer interessierte sich schon als Kind für Theater. So trat er mit seinem Zwillingsbruder immer wieder bei Schulveranstaltungen auf. Sein Bruder kokettierte mit einer Karriere als Schauspieler, wählte aber auf Druck der Eltern einen nichtkünstlerischen Beruf und wurde Polizist. Meyer setzte sich durch und begann sein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mozarteum Salzburg. Er spielte schon während seines Studiums am Salzburger Landestheater. 1974 wurde er Ensemblemitglied des Burgtheaters, wo er auch einige Zeit lang Ensemblevertreter war. Seine erste Rolle am Burgtheater war Schweizerkas in Bertolt Brechts Mutter Courage. Es war vor allem in Stücken von Nestroy zu sehen, er gilt als einer der bekanntesten Nestroy-Interpreten und Regisseur von Nestroy-Stücken. Außer Nestroy-Rollen spielte er noch Thersites in Troilus und Cressida, Zettel in Ein Sommernachtstraum, Wurm in Kabale und Liebe, Dr. Ebenwald in Professor Bernhardi, Dr. Maurer in Das weite Land, den Ehemann in Reigen sowie Chandebise und Poche in Ein Floh im Ohr. Zwischen 1988 und 1998 spielte und inszenierte er bei den Sommerfestspielen in Reichenau und wirkte bei den Salzburger Festspielen als Dünner Vetter in Jedermann mit. Er arbeitete als Regisseur am Grazer Schauspielhaus und bei den Operettenfestspielen Bad Ischl. Bekannte Rollen von ihm waren an der Volksoper Wien Sancho Pansa in Der Mann von La Mancha, Sigismund in Im weißen Rößl, Frosch in Die Fledermaus (in dieser Rolle ist er seit 2004 an der Wiener Staatsoper zu sehen) und Doolittle in My Fair Lady. Er hatte viele Soloprogramme am Burgtheater, wie z. B. Reisende, Meidet Bayern! und einen Karl-Valentin-Abend sowie die Wagner-Parodie Tannhäuser in 80 Minuten. Manchmal übernimmt er auch Filmrollen, z. B. in Herr Ober und in Die Ameisenstraße und bei der Fernsehserie Tatort.

Er war ab der Spielzeit 2007/08 mit dem Burgtheater-Chefdisponenten Rainer Schubert als Direktor der Wiener Volksoper auf deren vorzeitig ausgeschiedenen Direktor Rudolf Berger gefolgt. Unter seiner Direktion gelang es, durch ein vielseitiges Programm (basierend auf den Repertoiresäulen Operette, Oper, Musical und Ballett) die Auslastung zu erhöhen und die Einnahmen zu steigern sowie neue Stammkunden zu gewinnen. Auch das Angebot der Jungen Volksoper wurde kontinuierlich ausgebaut.[2]

Im September 2020 wurde bekannt, dass Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer Meyers Vertrag nicht verlängern wird und er daher auch nicht an den Hearings teilnehmen darf.[3] Im Oktober 2020 wurde Lotte de Beer von Staatssekretärin Mayer zu seiner Nachfolgerin als künstlerische Leiterin der Wiener Volksoper ab der Saison 2022/23 beginnend mit 1. September 2022 bestellt.[4][5]

Rollen (Theater)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Robert Meyer (actor) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Ljubiša Tošic: Volksoper: Robert Meyer verabschiedet sich pointenreich als Direktor. In: DerStandard.at. 2. Juli 2022, abgerufen am 3. Juli 2022.
  2. Meyer Robert. In: Volksoper.at. Abgerufen am 20. Juli 2022.
  3. Vertrag von Robert Meyer wird nicht verlängert. In: Wiener Zeitung. 1. September 2020, abgerufen am 5. September 2020.
  4. Georg Leyrer, Peter Temel: Lotte de Beer leitet ab 2022 die Wiener Volksoper. In: Kurier.at. 6. Oktober 2020, abgerufen am 6. Oktober 2020.
  5. Lotte de Beer wird neue Direktorin der Wiener Volksoper. In: Die Presse. 6. Oktober 2020, abgerufen am 6. Oktober 2020.
  6. Musiktheaterpreise für “Griechische Passion” der Oper Graz (Memento des Originals vom 25. Juni 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vol.at. Artikel vom 25. Juni 2017, abgerufen am 25. Juni 2017.
  7. Österreichischer Musiktheaterpreis: Trophäenregen für Salzburger Festspiele. In: ORF.at. 2. August 2021, abgerufen am 2. August 2021.
  8. "Courage und Ermutigung in der Pandemie": Salzburger Festspiele räumten bei Musiktheaterpreis ab. In: Kleine Zeitung. 2. August 2021, abgerufen am 2. August 2021.