Robert Miles (Musiker)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Robert Miles [ˈɹɒbət maɪlz], bürgerlich Roberto Concina, (* 3. November 1969 in Fleurier, Kanton Neuenburg, Schweiz; † 9. Mai 2017 auf Ibiza, Spanien) war ein italienischer Pop- und Dreamhouse-Musiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roberto Concina wurde 1969 in der Schweiz als Sohn italienischer Eltern geboren (sein Vater war beim Militär), die mit ihm 1979 wieder zurück nach Italien zogen. In Fagagna begann er, mit Klavier und Mischpult erste musikalische Erfahrungen zu sammeln. Mit 17 Jahren brach er die Schule ab und arbeitete als DJ. Miles entwickelte dann seine eigene Musik, die er im Tonstudio am Computer zusammenstellte. Ende der 1980er-Jahre trat er in Diskotheken in der Gegend von Venedig mit Hardcore-Trance als Robert Milani auf.[1]

Mit seiner Debüt-Single Children, nun als Robert Miles, schaffte es der Musiker 1996 hoch in die Charts mehrerer Länder und wurde fünf-millionenfach verkauft.[2] In Deutschland, Österreich und der Schweiz kam das Instrumentalstück bis auf Platz eins. In der Folge nahm ein BMG-Sublabel Miles unter Vertrag. Auch die nachfolgenden Singles Fable und One and One verkauften sich gut, außerdem veröffentlichte er das erste Album Dreamland. 1997 wurde er mehrfach ausgezeichnet, nicht zuletzt mit einem Brit Award als bester internationaler Newcomer und einem World Music Award als erfolgreichster männlicher Newcomer des Jahres.

Nach seinem Umzug nach London brachte er 1997 sein zweites Album 23am heraus. Die Singleauskopplung daraus war Freedom. Miles konnte damit nicht an den Anfangserfolg anschließen, auch weil er selbst kaum Promo-Auftritte machte, und brach daraufhin mit seiner Plattenfirma. Es wurde einige Jahre still um ihn, was er dazu nutzte, um wieder vermehrt als DJ aufzutreten. 2001 erschien schließlich das nächste Album Organik, das durch einen experimentelleren Stil gekennzeichnet war. Der Track Trance Shapes fand 2002 Eingang in den Soundtrack des Films Die Bourne Identität, was nicht die einzige Berührung des Musikers mit Filmmusik sein sollte. 2003 gründete Miles seine eigene Plattenfirma S:alt Records in London, mit Tonstudios in London und auf Ibiza. Studio !K7 in Berlin vertreibt das Label.

Mit Organik Remixes legte Miles 2002 auch noch ein Remixalbum nach, auf dem er u. a. mit The Future Sound of London zusammenarbeitete. Die Kollaboration mit Trilok Gurtu setzte er 2004 im Kollaboalbum Miles-Gurtu fort. 2008 wurde seine Single Children erneut aufgenommen, mit Children 2008 brachte Dave Darell eine Electro-House-Version des Titels in die europäischen Clubs. Nach längerer Pause meldete Miles selbst sich erst 2011 mit dem Album TH1RtT3EN wieder zurück. 2012 erschien ein weiterer Remix des Tracks Children. Dieser stammt von den Schweizer DJs und Produzenten Mike Candys und Jack Holiday. Der Stil lässt sich in das Genre Electro House einordnen. 2013 gründete er seinen Radiosender OpenLab auf Ibiza, wo er auch als Radiomacher bis zu seinem Tod arbeitete.[3]

Miles starb am 9. Mai 2017 infolge einer neun Monate zuvor diagnostizierten Krebserkrankung im Alter von 47 Jahren auf Ibiza. Er hinterlässt eine Tochter. [4][5] Er lebte davor auch in New York und Berlin.[6]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[7][8] Anmerkungen
ItalienItalien IT DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1996 Dreamland 8
(… Wo.)
2 Platin
(21 Wo.)
7
(16 Wo.)
2 Platin
(31 Wo.)
7 Platin
(53 Wo.)
54 Gold
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Juni 1996
Dreamland (Limited Winter Edition) 300! 28
(14 Wo.)
300! 29
(8 Wo.)
300! Erstveröffentlichung: 25. November 1996
1997 23am 33
(1 Wo.)
69
(2 Wo.)
300! 18
(6 Wo.)
42
(5 Wo.)
300! Erstveröffentlichung: 23. November 1997

Weitere Veröffentlichungen

  • Organik (2001)
  • Miles_Gurtu (2004)
  • TH1RtT3EN (2011)

Remixalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[7] Anmerkungen
ItalienItalien IT DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1997 In the Mix 300! 65
(3 Wo.)
300! 300! 300! 300! Erstveröffentlichung: März 1997

Weitere Veröffentlichungen

  • Renaissance Worldwide (1997)
  • Organik Remixes (2002)
  • TH1RtT3EN Remixes (2011)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[9][8] Anmerkungen
ItalienItalien IT DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1995 Children
Dreamland
1
(23 Wo.)
1 Platin
(29 Wo.)
1
(21 Wo.)
1 Platin
(33 Wo.)
2 Platin
(21 Wo.)
21
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. November 1995
1996 Fable
Dreamland
1
(19 Wo.)
3
(19 Wo.)
6
(12 Wo.)
3
(14 Wo.)
7
(14 Wo.)
300! Erstveröffentlichung: 27. Mai 1996
One and One
Dreamland
1
(22 Wo.)
5 Gold
(20 Wo.)
8
(17 Wo.)
6
(17 Wo.)
3 Gold
(19 Wo.)
54
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Oktober 1996
(feat. Maria Nayler)
Platz 9 (2 Wo.) in den italienischen FIMI-Charts
1997 Freedom
23am
7
(3 Wo.)
75
(9 Wo.)
300! 41
(6 Wo.)
15
(5 Wo.)
300! Erstveröffentlichung: 10. November 1997
(feat. Kathy Sledge)
Platz 2 (14 Wo.) in den italienischen M&D-Charts
2001 Paths
Organik
300! 300! 300! 300! 74
(1 Wo.)
300! Erstveröffentlichung: Juli 2001
(feat. Nina Miranda)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jason Ankeny:Biographie (englisch) auf allmusic.com, abgerufen am 13. Mai 2017
  2. House-DJ Robert Miles gestorben Zeit online vom 10. Mai 2017
  3. Elektrokomponist und DJ Robert Miles gestorben; FAZ.net vom 10. Mai 2017
  4. Report: Electronic music producer Robert Miles has died at the age of 47. In: vanyaland.com. 9. Mai 2017, abgerufen am 10. Mai 2017 (englisch).
  5. È morto Robert Miles, con il brano ‘Children’ diventò il re della trance. In: Repubblica.it. 10. Mai 2017, abgerufen am 10. Mai 2017.
  6. House-DJ Robert Miles ist tot, Spiegel Online vom 11. Mai 2017
  7. a b Chartquellen (Alben):
  8. a b Auszeichnungen für Musikverkäufe: DE, CH, UK, US
  9. Chartquellen (Singles):

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]