Robert Musil

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Robert Musil: Graffito am Musil-Haus in Klagenfurt

Robert Musil[1]; * 6. November 1880 in St. Ruprecht bei Klagenfurt; † 15. April 1942 in Genf, war ein österreichischer Schriftsteller und Theaterkritiker. Für sein literarisches Schaffen bedeutsame Einschnitte waren der Erste Weltkrieg sowie die Errichtung der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland und Österreich.

Musils Werk umfasst Novellen, Dramen, Essays, Kritiken und zwei Romane: 1906 erschien Die Verwirrungen des Zöglings Törleß, ein vielfach auch als Schullektüre genutztes Werkbeispiel der literarischen Moderne. An seinem zur Weltliteratur zählenden Hauptwerk Der Mann ohne Eigenschaften, das von autobiographischen Aspekten mitbestimmt ist, hat Musil seit den 1920er Jahren bis zu seinem Tode fortlaufend gearbeitet, ohne es abschließen zu können. Die dazu publizierten Werkdeutungen und Forschungspublikationen reißen seit den 1950er Jahren nicht ab.[2]

Leben und Werkstücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musil war als Schriftsteller in hohem Maße von seinen Anlagen und von der Verarbeitung des eigenen Erlebens bestimmt. So spiegelt sein literarischer Nachlass vor allem den eigenen Werdegang, seine Wahrnehmung des unmittelbaren sozialen Umfelds, die Auseinandersetzung mit dem Zeitgeschehen und die Deutung der geistigen Strömungen seiner Zeit.

Familiäre Konstellationen und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geburtshaus Robert Musils mit Gedenktafel
Robert Musil (1900)

Robert Musil war der einzige Sohn des Ingenieurs und Hochschulprofessors Alfred Musil und seiner Ehefrau Hermine. Der Vater stammte aus Temesvár und wuchs in Graz auf, wo er auch eine Ausbildung zum Maschinenbauingenieur absolvierte. Seit 1873 arbeitete Alfred Musil in Klagenfurt für die Hüttenberger Eisenwerks-Gesellschaft AG. Musils Mutter Hermine war die Tochter des Eisenbahnpioniers Franz Xaver Bergauer. Vier Jahre, bevor Musil geboren wurde, war seine ältere Schwester 1876 verstorben, zu der er, ohne sie gekannt zu haben, eine eigentümliche Hingezogenheit verspürte. Wie aus späteren Tagebucheinträgen zu entnehmen ist, hatte Musil mitunter den Wunsch, ein Mädchen zu sein.[3]

1881, ein Jahr nach Robert Musils Geburt, zog die Familie nach Komotau in Böhmen, wo der Vater als Direktor für die Mechanische Lehrwerkstätte arbeitete. Nach einem erneuten Arbeitsplatzwechsel Alfred Musils lebte die Familie ab 1882 in Steyr in Oberösterreich, wo Robert die Volksschule sowie die erste Klasse des Realgymnasiums besuchte. Im Elternhaus verkehrte der auch auf Reisen regelmäßig hinzukommende Hausfreund Heinrich Reiter, der zu Roberts Mutter in einem Verhältnis nicht ganz geklärter Nähe stand. Pfohlmann sieht in dieser den Jungen irritierenden Konstellation eine Mitursache von Musils labiler Geschlechtsidentität.[4]

1891 wurde der Vater Dozent an der Technischen Hochschule in Brünn, wohin die Familie nun umzog und wo Robert in die Realschule ging. Im ersten Halbjahr 1891 versäumte Musil den Unterricht wegen einer „Nerven- und Gehirnkrankeit“ (vermutlich einer Hirnhautentzündung).[5] Von 1892 bis 1894 besuchte Musil die Militär-Unterrealschule in Eisenstadt und von 1894 bis 1897 die Militär-Oberrealschule in Mährisch Weißkirchen mit dem Ziel, Offizier zu werden. In dieser Kadettenanstalt kam es zu jenen Erlebnissen und Erfahrungen, die Musil später im Törleß verarbeitete. Seine letzte Ausbildungsstätte war die k.u.k. Technische Militärakademie in Wien; dort begann er eine Ausbildung zum Artillerieoffizier. Er brach aber nach einem Vierteljahr die Offizierslaufbahn mit väterlicher Unterstützung ab und begann 1898 ein Maschinenbau­studium an der Deutschen Technischen Hochschule Brünn, an der sein Vater Rektor war. Neben einem ausladenden naturwissenschaftlichen Arbeitspensum fand er in der von häufigen Prüfungen begleiteten Ausbildung noch Zeit, sich in einer Reihe von Clubs und Vereinen zu engagieren. Fechten, Tennis und Wassersportarten zählten zu seinen bevorzugten Freizeitaktivitäten. Er gehörte in Brünn auch zu den wenigen frühen Radfahrern. Der Deutsch-Akademische Leseverein, dem Musil sich zudem anschloss, hatte mit 20 Mitgliedern laut Corino knapp die doppelte Stärke des Radfahrerclubs. Größeren Einfluss auf Musils geistige Orientierung hatten zu dieser Zeit neben Friedrich Nietzsche auch Ralph Waldo Emerson und Maurice Maeterlinck.[6] Am 18. Juli 1901 bestand Robert Musil die zweite Ingenieur-Prüfung mit der Gesamtnote „sehr befähigt“.[7]

Von der Jahrhundertwende bis zum Weltkriegsende 1918[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musils Sexualleben um die Jahrhundertwende war den eigenen Aufzeichnungen zufolge vorwiegend von Erlebnissen in der Beziehung zu einer Prostituierten bestimmt, die er teils als experimentelle Selbsterfahrung behandelte.[8] Doch erfasste ihn auch eine starke Verliebtheit zu der Pianistin und passionierten Bergsteigerin Valerie Hilpert, die mystische Züge annahm.[9] An Syphilis erkrankt, unterzog sich Musil von März 1902 an für anderthalb Jahre einer Behandlung mit Quecksilbersalbe. In dieser Zeit begann seine mehrere Jahre andauernde Beziehung zu der in einer Tuchhandlung beschäftigten Hermine Dietz, die Tonka seiner 1923 erschienenen gleichnamigen Novelle. Hermines syphilitische Fehlgeburt 1906 und ihr Ableben 1907 könnten durch Ansteckung bei Musil bedingt sein.[10]

In seinen geistigen und beruflichen Interessen orientierte Musil sich nach Ableistung des einjährig-freiwilligen Militärdienstes noch einmal neu, nachdem er auf Empfehlung des Vaters ein Praktikum als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Hochschule Stuttgart bei dem Dampfkesselforscher Carl von Bach angefangen hatte: Psychologie und Philosophie begannen ihn stark zu beschäftigen. Um sie als Fächer auch studieren zu können, musste Musil 1902 noch das Abitur ablegen und dafür die alten Sprachen Griechisch und Latein nachlernen. Zum Studium ging er nach Berlin, wo Forschung, Literatur und Theater ihm reizvolle Perspektiven eröffneten und wo durch Carl Stumpf ein neues Forschungszentrum für Experimentalpsychologie entstanden war. [11] „Kein anderer Autor seiner Generation“, heißt es über Musil bei Pfohlmann, „außer vielleicht Hermann Broch, verfügte über ein so breites Wissen“; kein anderes Werk beharre so nachdrücklich auf der Einheit von Geistes- und Naturwissenschaften. Als wichtiges Bindeglied fungierte die Lektüre Ernst Machs, für den Physik und Psychologie zusammengehörten und der auch als Vordenker der Gestaltpsychologie neben Stumpf für Musil wichtig wurde.[12]

Unter seinen Studienkollegen waren auch die Mitbegründer der Gestalttheorie Kurt Koffka und Wolfgang Köhler. Musils Interesse galt besonders dem Phänomen der Inversion bei Kippbildern wie dem Necker-Würfel. In seinem 1906 erschienenen Romanerstling Die Verwirrungen des Zöglings Törleß kommt das Inversionsmotiv bereits verschiedentlich zum Tragen.[13] Nachdem Musil bei verschiedenen Verlagen für sein Manuskript bereits Absagen erhalten hatte, wandte er sich auf gut Glück an den Kritiker Alfred Kerr, der ihm dann sogar bei der Endredaktion half und der nach der Auslieferung des Romans mit seiner Besprechung des Törleß zu einem Traumstart für dieses Debüt beitrug. Dabei gewann Musil auch Franz Blei für sich, der ihm als Literaturvermittler der Moderne nun mancherlei Verlagstüren öffnete.[14]

Parallel zu den Arbeiten am Törleß entwickelte Musil den nach ihm benannten Musilschen Farbkreisel. Mit einer Dissertation zum Thema Beitrag zur Beurteilung der Lehren Machs wurde er 1908 von Carl Stumpf promoviert. Die Arbeit erhielt die von Alois Riehl im Rigorosum bestätigte Note laudabile.[15] Eine Assistentenstelle als Experimentalpsychologe in Graz samt anschließender Habilitation schlug Musil zugunsten der Schriftstellerexistenz aus. Mit der Erzählung Das verzauberte Haus (1908) und dem Novellenband Vereinigungen (1911) konnte Musil an den Törleß-Erfolg nicht anknüpfen und im Nachhinein auch selbst kein rechtes Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag seiner Mühen erkennen.[16] 1910 zog er nach Wien und nahm eine Stelle als Bibliothekar an der Technischen Hochschule Wien an, die ihn aber auf Dauer einengte und die er nach Krankschreibungen und Kuraufenthalten aufgab. Am 15. April 1911 heiratete Musil Martha Marcovaldi, geborene Heimann (1874–1949). Bis zum Kriegsanfang im August 1914 war er als Mitarbeiter bei mehreren Zeitungen tätig. Die Neue Rundschau des Verlegers Samuel Fischer, die seine scharfe Kritik von Walther Rathenaus Mechanik des Geistes herausbrachte, beschäftigte ihn seit Februar 1914 in ihrer Redaktion. Er war mit der Förderung junger Literaten betraut und knüpfte dabei zahlreiche Kontakte zu den Vertretern der expressionistischen Literaturszene. Dabei hatte er u. a. mit Franz Kafka zu tun, der seine Erzählung Die Verwandlung zum Druck anbot, wegen verlagsseitig geforderter Kürzung aber zurückzog. Im September dieses Jahres druckte die Neue Rundschau neben anderen Musils kriegsbegeisterten Beitrag Europäertum, Krieg, Deutschtum, der seine bis dahin vertretenen ästhetischen Werte dementierte.[17]

Am Ersten Weltkrieg nahm er als Reserveoffizier teil und beendete ihn im Rang eines Landsturmhauptmanns mit mehreren Auszeichnungen. Er war an der Dolomitenfront, dann an der Isonzofront stationiert.[18] Am 22. September 1915 wurde er nahe Trient knapp von einem Fliegerpfeil verfehlt, den ein italienisches Flugzeug abgeworfen hatte. Er beschrieb diese existentielle Erfahrung in der Hauptszene seiner Erzählung Die Amsel. Im April 1916 wurde Musil nach schwerer Erkrankung vom Feldeinsatz freigestellt und übernahm in Bozen die Redaktion der Tiroler Soldaten-Zeitung.[19] 1918 war er für die Heimat zuständig, ebenfalls ein militärisches Propagandablatt aus dem im Wiener K.u.k. Kriegspressequartier. Auch nach Kriegsende war Musil zur Sicherung des Lebensunterhalts zunächst noch an diesem Wirkungsort beschäftigt – nunmehr zwecks Auflösung. Dass ihm für die spätere Darstellung Kakaniens in Der Mann ohne Eigenschaften seine Aktenkenntnis aus dem Kriegsministerium sehr nützlich war, wird von Corino hervorgehoben, und zwar im Hinblick auf Einsichten in die Hintergründe des Krieges sowie auf die gesellschaftliche und wirtschaftliche „Verflechtung und Verfilzung aller Beziehungen in diesem Reiche.“[20]

Am Puls der Zeit in Berlin und Wien bis 1938[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wohnhaus Robert Musils in der Rasumofskygasse 20 in Wien (1921–1938)

Ab 1918 etablierte sich Musil als freier Schriftsteller. Im Frühjahr 1920 lernte er in Berlin seinen späteren Verleger Ernst Rowohlt kennen. Ab 1921 war Musil auch Theaterkritiker.

Sein 1921 vollendetes großes Schauspiel Die Schwärmer, das ihm 1923 den Kleist-Preis einbrachte, von Kritikern aber als Lesedrama bezeichnet wurde, kam erst 1929 in einer vom Regisseur drastisch zusammengestrichenen Fassung an einer Berliner Vorstadtbühne zur Uraufführung.[21] Musil hatte vergeblich versucht, sie zu verhindern, und deshalb auch nicht der Bitte entsprochen, eine von ihm selbst gekürzte Bühnenfassung zur Verfügung zu stellen.[22] Sein zweites Stück, die Komödie Vinzenz und die Freundin bedeutender Männer, war bei weitem erfolgreicher.[23]

Von 1923 bis 1928 war Musil 2. Vorsitzender des Schutzverbandes deutscher Schriftsteller in Österreich (neben dem 1. Vorsitzenden Hugo von Hofmannsthal).[24] Nach dem Kleist-Preis 1923 wurden ihm 1924 der Kunstpreis der Stadt Wien und 1929 der Gerhart-Hauptmann-Preis verliehen. Ab 1931 lebte Musil, am zweiten Teil von Der Mann ohne Eigenschaften arbeitend, wieder in Berlin. Dort gründete in dieser Zeit Curt Glaser mit Gleichgesinnten eine Musil-Gesellschaft zur finanziellen Unterstützung des Autors. 1933 kehrte der angesichts der Etablierung des nationalsozialistischen Regimes nach Wien zurück. 1934 wurde die Berliner Musil-Gesellschaft aufgelöst, aber in Wien neu gegründet. Musil wohnte nun wieder in der Rasumofskygasse 20, wo heute ein Gedenkraum zu besichtigen ist. Mit 56 Jahren erlitt Musil 1936 einen Schlaganfall.

Exilant in der Schweiz bis zum Lebensende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Anschluss Österreichs 1938 an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Situation für ihn unhaltbar. Er emigrierte mit seiner Frau schließlich in die Schweiz, zuerst nach Zürich. Die Suche nach einem anderen Exilland gestaltete sich schwierig. Auf den Vorschlag von Hans Mayer, sich um ein Visum in Kolumbien zu bemühen, soll er geantwortet haben: „In Südamerika ist Stefan Zweig.“[25] Nachdem Musils Werke bereits nach der NS-Machtergreifung 1933 in Deutschland ungelitten waren, durften seine Bücher von 1938 an auch in Österreich nicht mehr verkauft werden. Nunmehr ohne jede Perspektive daheim zog das Ehepaar Musil ins Exil nach Genf, in die Nähe von Chêne-Bougeries. Sie lebten dort in äußerst desolaten Verhältnissen. Finanzielle Unterstützung erfuhren sie durch den Genfer Pfarrer Robert Lejeune[26][27] sowie das schweizerische Hilfswerk für deutsche Gelehrte.[28]

Denkmal für Musil auf dem Cimetière des Rois in Genf

Am 15. April 1942 starb Robert Musil an einem ischämischen Schlaganfall („Hirninfarkt“), am Chemin des Clochettes 1 in Genf. Seine Asche wurde in einem Wald am Salève bei Genf verstreut.[29]

Wirkung und Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt ist Robert Musil vor allem als Autor der beiden Romane Die Verwirrungen des Zöglings Törleß und Der Mann ohne Eigenschaften. Nach dem Erfolg des Törleß 1906, der seine Schriftstellerexistenz begründete, tat sich Musil mit weiteren Publikumserfolgen jedoch schwer. Bis zum Erscheinen des Hauptwerks verging danach fast ein Vierteljahrhundert, währenddessen Musil hauptsächlich mit Literaturkritik, Zeitungsaufsätzen und Theaterarbeiten hervortrat und im Literaturbetrieb keine besondere Aufmerksamkeit erfuhr.

Nach dem als biographisch-weltanschaulichen Einschnitt erlebten Ersten Weltkrieg richteten sich Musils hauptsächliche literarische Anstrengungen zunehmend auf Entwicklungsaspekte des immer größere Dimensionen annehmenden Hauptwerks. Von den regelmäßigen Vorschüssen des Verlegers Ernst Rowohlt auf dieses Romanprojekt den Lebensunterhalt bestreitend, gab Musil seine journalistische Tätigkeit als lästigen Brotberuf auf. Mit gelegentlichen literarischen Veröffentlichungen, die auch der Mittelknappheit geschuldet waren, brachte er sich dem literarischen Publikum dann und wann wieder in Erinnerung.

Der Mann ohne Eigenschaften wurde nach Erscheinen des ersten Teilbands 1930 von der Kritik hoch gelobt, war beim breiten Publikum aber weniger nachgefragt als seinerzeit der Törleß, woran auch prominente Fürsprecher wie Thomas Mann nichts zu ändern vermochten. Die Arbeiten an der Fortsetzung waren für Musil nun zunehmend von finanziellen und arbeitsökonomischen Nöten geprägt, sodass die in der interessierten Leserschaft geweckten Erwartungen hingehalten wurden. Das Romanprojekt wuchs immer stärker in die Tiefe: Musil häufte in Entwürfen, Konzepten, Varianten und Korrekturschriften ein in seinem Nachlass etwa 6.000 Seiten umfassendes, komplexes System von Notizen an – und die Produktion publikationsfertiger Texte schritt immer langsamer voran.

Auf Druck seines Verlegers veröffentlichte Musil im Dezember 1932 den fertiggestellten ersten Teil des zweiten Bands. Das Echo in der literarischen Welt war gegenüber dem nach Erscheinen des ersten Bands zurückhaltender. Zur Veröffentlichung eines zuletzt für April 1938 anvisierten weiteren Teils kam es nicht mehr. Mit der Korrektur der sogenannten Druckfahnenkapitel war Musil noch beschäftigt, als das NS-Regime mit dem Anschluss Österreichs die bevorstehende Publikation verhinderte. In den letzten Lebensjahren geriet Musil im Schweizer Exil in Vergessenheit und veröffentlichte trotz unablässiger Arbeit am Mann ohne Eigenschaften nichts davon mehr. Eine Wiederbelebung des Interesses an Musils Werk setzte in den 1950er Jahren ein, nachdem Martha Musil und Adolf Frisé den Werknachlass des Verstorbenen geordnet hatten.

In der literarischen Beilage der Times vom 28. Okt. 1949[30] wird Musil als "the most important novelist writing in German in this half-century" beschrieben, der zugleich "the least known writer of the age" sei.

In den 1950er Jahren besorgte Adolf Frisé eine Neuedition des Romanfragments und trug so maßgeblich zu dessen Wiederentdeckung bei. Heute gilt der Roman als eines der größten Werke der Moderne und ist als „literaturwissenschaftliches Prestigeobjekt“[31] Gegenstand intensiver Erforschung. Volker Schlöndorff verfilmte 1965 Musils Erstling unter dem Titel Der junge Törless. Der Film lud Musils Stoff intensiv mit Fragen nach der deutschen Schuld in der Zeit des Nationalsozialismus auf und wurde ein erster großer Erfolg des Neuen Deutschen Films. In der Folge war auch Musils Die Verwirrungen des Zöglings Törleß lange Zeit eine häufig im Schulunterricht verwendete Lektüre.

Im engeren Rahmen der deutschsprachigen Literatur seiner Zeit stellt man Musil nicht selten in eine Reihe mit Hermann Broch, Franz Kafka, Thomas Mann, Elias Canetti und anderen, deren Schreibenergie sich oft ähnlich der Musilschen aus Zusammenbruchserfahrungen nährte, die so persönlich wie epochal waren. In der zeitgenössischen österreichischen Literatur bezeugen unter anderem Gerhard Amanshauser, Rudolf Bayr, Thomas Bernhard, Alois Brandstetter, Andreas Okopenko, Michael Scharang, Franz Schuh und Julian Schutting auf verschiedene Weise das Fortwirken seines Werkes und nehmen in ästhetisch-politischer Hinsicht Standpunkte Musils ein.

Karl Corino, Musils so akribischer wie deutungsfreudiger Biograph, fasst Werk und Persönlichkeit in seinem Urteil zusammen: „Die zentrale Idee seines Werks, nämlich die von Genauigkeit und Seele, hat in unserer Zeit, da luftiges Fabulieren und die Logik der Forschung einander immer fremder gegenüberstehen, an Gültigkeit nichts verloren.“ Die wahre Kraft und Würde des Hauptwerks Der Mann ohne Eigenschaften, heißt es mit Berufung auf Ignazio Silone, sei in der Person des Verfassers Robert Musil zu finden, „der, mit seiner Utopie ringend, wie ein lebend Begrabener in diesem Werk ruht.“[32]

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1970 gründete Marie-Louise Roth an der Universität des Saarlandes die ständige Arbeitsstelle zur Robert-Musil-Forschung, die heutige „Arbeitsstelle für Österreichische Literatur und Kultur/Robert-Musil-Forschung“ (Abk. AfÖLK). 1974 gründete sie in Wien die „Internationale Robert-Musil-Gesellschaft“ (Abk. IRMG) mit dem damaligen österreichischen Bundeskanzler Bruno Kreisky als Schirmherrn. Roth war Präsidentin der IRMG von 1974 bis 2001, ab 2001 deren Ehrenpräsidentin. Seit 2009 befindet sich der Sitz der Gesellschaft am Robert-Musil-Institut der Universität Klagenfurt. Präsident ist Klaus Amann, Geschäftsführer Walter Fanta.

Musils Werk, insbesondere Der Mann ohne Eigenschaften, hat zahlreiche Germanisten dazu motiviert, über Musil zu promovieren, darunter Dieter Kühn (1965), Dieter Fuder (1979), Roger Willemsen (1984) und Richard David Precht (1996).

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erinnerungsstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Klagenfurt (Bahnhofstraße 50) gibt es das Robert Musil Literatur-Museum. Außerdem ist in der Rasumofskygasse 20 in Wien Landstraße (3. Bezirk) ein Robert-Musil-Gedenkraum zu besichtigen. Gedenktafeln bzw. Gedenksteine finden sich in Klagenfurt, Berlin-Charlottenburg und Genf.

Benennungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1956 wurde in Wien-Ottakring (16. Bezirk) der Musilplatz nach ihm benannt. Weitere Benennungen (Straßen, Gassen, Wege und Plätze) gibt es u. a. innerhalb Österreichs in Eisenstadt, Traiskirchen, Graz-Liebenau, Villach, Wels, Marchtrenk, Kapfenberg und Klagenfurt, ferner in Hamburg.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verzeichnis aller Werke siehe Wikisource

  • Die Verwirrungen des Zöglings Törleß (Wiener Verlag, Wien und Leipzig 1906), 68. Auflage, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2009, ISBN 978-3-499-10300-1; auch als Hörbuch, ISBN 978-3-89940-194-3.
  • Beitrag zur Beurteilung der Lehren Machs. Berlin 1908, OCLC 31082331 (Inaugural-Dissertation Universität Berlin 1908, 124 Seiten).
    • Neuauflage mit Die Kraftmaschinen des Kleingewerbes, 1904; Die Beheizung der Wohnräume. 1904/05; Psychotechnik und ihre Anwendung im Bundesheere. 1922, als Beitrag zur Beurteilung der Lehren Machs und Studien zur Technik und Psychotechnik, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1980, ISBN 3-498-04271-8.
  • Das verzauberte Haus (= erste Fassung von Die Versuchung der stillen Veronika) (in: Hyperion 1908)
  • Das Unanständige und Kranke in der Kunst. Essay (in: Pan 1911)
  • Vereinigungen. Zwei Erzählungen. (Georg Müller Verlag, München 1911) Aufgelegt auch als Hörbuch in Volltextlesung. onomato Verlag, Düsseldorf, ISBN 978-3-933691-95-8.
  • Die Schwärmer. Schauspiel in drei Aufzügen. (Sybillen Verlag, Dresden 1921)
  • Drei Frauen. Novellen. (Rowohlt Verlag, Berlin 1924). Dreiteiliger Novellenzyklus bestehend aus Grigia. (Erstausgabe: Müller & Co. Verlag, Potsdam 1923), Die Portugiesin. (Erstausgabe: Rowohlt Verlag, Berlin 1923) und Tonka. (Erstdruck: Gebr. Stiepel Verlag, Reichenberg in Böhmen 1922)
  • Der Mann ohne Eigenschaften (1930 erschien ein Erstes Buch im Rowohlt Verlag, Berlin, enthaltend Teil 1. Eine Art Einleitung und Teil 2. Seinesgleichen geschieht; ein Zweites Buch – erschienen im Rowohlt Verlag, Berlin 1933 – blieb unvollendet, es wurde und wird noch in verschiedenen Ausgaben aus dem Nachlass (re)konstruiert; einen dritten Band, bestehend aus dem Nachlaß, ließ die Witwe Musils 1943 im Schweizer Exil drucken); auch als Hörbuch, ISBN 978-3-89940-416-6.
  • Nachlaß zu Lebzeiten. (Humanitas Verlag, Zürich 1936, darin die Erzählung Die Amsel)
  • Über die Dummheit. Vortrag auf Einladung des Österreichisches Werkbunds, gehalten in Wien am 11. und wiederholt am 17. März 1937. (Einzelausgabe). Bermann-Fischer Verlag, Wien 1937.
  • Robert Musil – Gesammelte Werke. Herausgegeben von Adolf Frisé. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg:
  • Der literarische Nachlaß. CD-ROM-Edition. Hg. von Friedbert Aspetsberger, Karl Eibl und Adolf Frisé. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1992 (MS DOS-basierte Bedienungsoberfläche.)
  • Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix. Herausgegeben von Katarina Agathos / Herbert Kapfer. Bayerischer Rundfunk / Hörspiel und Medienkunst in Zusammenarbeit mit dem Robert Musil-Institut der Universität Klagenfurt. Wissenschaftliche Beratung: Walter Fanta. Belleville, München 2004, ISBN 3-89940-416-5.
  • Robert Musil: Klagenfurter Ausgabe. Kommentierte digitale Edition sämtlicher Werke, Briefe und nachgelassener Schriften. Mit Transkriptionen und Faksimiles aller Handschriften. Herausgegeben von Walter Fanta, Klaus Amann und Karl Corino. Klagenfurt: Robert Musil-Institut der Universität Klagenfurt. DVD-Version 2009.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helmut Arntzen: Musil-Kommentar sämtlicher zu Lebzeiten erschienener Schriften außer dem Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“. Winkler, München 1980, ISBN 3-538-07032-6.
  • Helmut Arntzen: Musil-Kommentar zu dem Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“. Winkler, München 1982, ISBN 3-538-07036-9.
  • Helmut Arntzen: Satirischer Stil. Zur Satire Robert Musils im „Mann ohne Eigenschaften“. Bouvier, Bonn 1960. (3. Auflage. 1983, ISBN 3-416-01746-3)
  • Wilhelm Bausinger: Studien zu einer historisch-kritischen Ausgabe von Robert Musils Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“. (Dissertation an der Eberhard Karls Universität Tübingen 1962). 3 Bände. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1964 DNB 481198776.
  • Wilfried Berghahn: Robert Musil. Bildmonographie. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1988, ISBN 3-499-50081-7.
  • Silvia Bonacchi: Die Gestalt der Dichtung: Der Einfluss der Gestalttheorie auf das Werk Robert Musils. Lang, Bern 1998, ISBN 3-906760-48-0.
  • Karl Corino: Robert Musil. Leben und Werk in Bildern und Texten. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1988, ISBN 3-498-00877-3.
  • Karl Corino: Musil, Robert. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 18, Duncker & Humblot, Berlin 1997, ISBN 3-428-00199-0, S. 632–636 (Digitalisat).
  • Karl Corino: Robert Musil. Eine Biographie. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2003, ISBN 3-498-00891-9.
  • Sibylle Deutsch: Der Philosoph als Dichter. Robert Musils Theorie des Erzählens. Beiträge zur Robert-Musil-Forschung und zur neueren österreichischen Literatur. Band 5. Röhrig, St. Ingbert 1993, ISBN 3-86110-020-7.
  • Claus Erhart: Der ästhetische Mensch bei Robert Musil. Vom Ästhetizismus zur schöpferischen Moral. (Germanistische Reihe der Universität Innsbruck). 1991, ISBN 3-901064-02-8.
  • Eckhard Heftrich: Musil. Eine Einführung. Artemis, München / Zürich 1986, ISBN 3-7608-1330-5 (= Artemis Einführungen, Band 30).
  • Villő Huszai: Digitalisierung und Utopie des Ganzen. Überlegungen zur digitalen Gesamtedition von Robert Musils Werk. In: Michael Stolz, Lucas Marco Gisi und Jan Loop (Hrsg.): Literatur und Literaturwissenschaft auf dem Weg zu den neuen Medien. germanistik.ch, Bern 2005
  • Markus Joch: Mehr als Kriegsfuror und Thrill. Erster Weltkrieg. In: taz, 25. November 2015, S. 15[33]
  • Ernst Kaiser und Eithne Wilkins: Robert Musil. Eine Einführung in das Werk. Kohlhammer, Stuttgart 1962.
  • Herbert Kraft: Musil. Zsolnay, Wien / Hamburg 2003, ISBN 3-552-05280-1.
  • Heribert Kuhn: Das Bibliomenon: topologische Analyse des Schreibprozesses von Robert Musils „Vereinigungen“. Lang, Frankfurt am Main / Berlin / Bern / New York / Paris / Wien 1994, ISBN 3-631-45809-6 (= Münchener Studien zur literarischen Kultur in Deutschland, Band 22, zugleich Dissertation an der Ludwig-Maximilians-Universität München 1992).
  • Matthias Luserke: Robert Musil. (Sammlung Metzler, 298). Metzler, Stuttgart / Weimar 1995, ISBN 3-476-10289-0.
  • Thomas Markwart: Die theatralische Moderne. Peter Altenberg, Karl Kraus, Franz Blei und Robert Musil in Wien. J. Kovac, Hamburg 2004, ISBN 3-8300-1680-8.
  • Inka Mülder-Bach: Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften: Ein Versuch über den Roman. Hanser, München 2013, ISBN 978-3-446-24354-5.
  • Götz Müller: Ideologiekritik und Metasprache in Robert Musils Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“. (Musil-Studien, 2). Fink, München / Salzburg 1972.
  • Birgit Nübel und Norbert Christian Wolf: Robert-Musil-Handbuch. De Gruyter, Berlin/Boston 2016, ISBN 978-3-11-018564-5.
  • Oliver Pfohlmann: Robert Musil. (rowohlts monographien). Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2012, ISBN 978-3-499-50721-2.
  • Marie-Louise Roth: Robert Musil. Ethik und Ästhetik, zum theoretischen Werk des Dichters. List, München 1972, ISBN 3-471-66526-9 u.a.
  • Regina Schaunig: Der Dichter im Dienst des Generals. Robert Musils Propagandaschriften im Ersten Weltkrieg. Kitab-Verlag, Klagenfurt 2014, ISBN 978-3-902878-40-3.[34]
  • Rolf Schneider: Die problematisierte Wirklichkeit, Leben und Werk Robert Musils, Versuch einer Interpretation. Verlag Volk und Welt, Berlin 1975, DNB 760127131.
  • Ingeborg Scholz: Robert Musil. Sein Standort und seine Dichtung. (Bernstein-Regal, 9). Bernstein, Bonn 2011, ISBN 978-3-939431-65-7.
  • Roger Willemsen: Das Existenzrecht der Dichtung. Zur Rekonstruktion einer systematischen Literaturtheorie im Werk Robert Musils (= Münchener germanistische Beiträge, Band 34). Fink, München 1984, ISBN 3-7705-2237-0. (Dissertation Ludwig-Maximilians-Universität München 1984.)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Robert Musil – Quellen und Volltexte
  Wikiquote: Robert Musil – Zitate
 Commons: Robert Musil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
(auf: data.onb.ac.at)
(auf: data.onb.ac.at)
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Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 1917 bis 1919 infolge der Auszeichnung des Vaters am 22. Oktober 1917 mit dem erblichen Titel: Robert Edler von Musil; Betonung des Familiennamens auf der 1. Silbe.
  2. Norbert Christian Wolf: Kakanien als Gesellschaftskonstruktion. Robert Musils Sozialanalyse des 20. Jahrhunderts. Böhlau, Köln u. a. 2011, S. 20 f.
  3. Corino deutet diese Neigung in neuerer Begrifflichkeit als einen Fall von gemäßigter Transsexualität. (Corino 2003, S. 31 f.) Die in der Der Mann ohne Eigenschaften mit Ulrich eng verbundene „Zwillingsschwester“ Agathe und der beide einende Hang zum mystischen „anderen Zustand“ sind für Corino nicht zuletzt aus dieser Disposition Musils herzuleiten. („Als wäre alles schon in der Kindheit beschlossen“)
  4. Pfohlmann 2012, S. 14.
  5. Corino 2003, S. 44 Eine ähnliche Krankheitsepisode beschreibt Musil im Der Mann ohne Eigenschaften aus dem früheren Leben von Ulrichs „Zwillingsschwester“ Agathe.
  6. Corino 2003, S. 127–135.
  7. Corino 2003, S. 1878.
  8. Corino 2003, S. 151–154.
  9. Pfohlmann 2012, S. 32–34; Corino 2003, S. 156–167. Pekar kommentiert: „Sigmund Freuds Beobachtung der Spaltung des Liebeslebens in Eros und Sexus, in die ferne, reine Geliebte und die Hure finden hier ihre deutliche Bestätigung.“ (Pekar 1997, S. 13)
  10. Pfohlmann 2012, S. 34; Corino 2003, S. 190–194 und S. 1882 f.
  11. Corino 2003, S. 208 und 219.
  12. Pfohlmann 2012, S. 38 f.
  13. Der Einfluss gestalttheoretischen Denkens durchzieht sodann Musils gesamtes literarisches Werk. (Silvia Bonacchi: Die Gestalt der Dichtung: Der Einfluss der Gestalttheorie auf das Werk Robert Musils. Lang, Bern 1998.) „Der Stimulus der Gestalttheorie wirkte bei Musil lebenslang auf sein Werk, und zwar im Detail wie im Ganzen, bei einzelnen Passagen wie bei der Konzeption seines chef d’œuvre, in dem sich erzählerische wie essayistische Passagen zu einer überzeugenden Gestalt zusammenschließen sollten.“ (Corino 2003, S. 229)
  14. Corino 2003, S. 257–261; Pfohlmann 2012, S. 50 f. Harry Graf Kessler zeigte sich davon beeindruckt und hielt es für „bisher einzig“, wie im Törleß „die Motive aus dem Unterbewußten herauskommen, sich verschlingen, aneinander vorbeiwachsen, bis die That entsteht“. (Zitiert nach Pfohlmann 2012, S. 47)
  15. Corino 1988, S. 142
  16. Pfohlmann 2012, S. 56 f. „Für Musil war das Debakel seines Erzählbandes ein lebenslanges Trauma, nie wieder würde er so radikal avantgardistisch schreiben.“ (Ebenda, S. 58)
  17. Pfohlmann 2012, S. 66–70.
  18. Karl Corino: Robert Musil im Ersten Weltkrieg – ein Bildfund. Draufgänger und Tachinierer. Neue Zürcher Zeitung, 24. Februar 2014, abgerufen am 19. Juli 2014
  19. Nanao Hayasaka: Robert Musil und Bozen, der vermutliche Schauplatz der Novelle „Die Portugiesin“. In: Doitsu Bunka. Jahresberichte der Gesellschaft für deutsche Kultur und Sprache an der Chuo-Universität Tokio Nr. 63, Tokio 2008.
  20. Corino 2003, S. 591 f.
  21. Kritik von Alfred Kerr im Berliner Tageblatt, 4. April 1929, (online auf: cgi-host.uni-marburg.de)
  22. Murray Hall: Der Schwärmerskandal 1929. (online auf: cgi-host.uni-marburg.de)
  23. Große Österreicher, Ueberreuter, Hrsg. und Autor Thomas Chorherr
  24. Murray Hall: Robert Musil und der Schutzverband ... (PDF)
  25. Oliver Pfohlmann: Robert Musil. rororo-Verlag 2012, ISBN 3-499-50721-8, S. 58
  26. Robert Lejeune gestorben. In: Arbeiter-Zeitung. 13. Jänner 1971, S. 6, Mitte rechts.
  27. Robert Musils schwierige Jahre im Schweizer Exil: Zürich, Pension Fortuna, nzz.ch, 8. November 2013
  28. Wilhelm Genazino: Eine Gabe, die fehlgeht. Über literarische Erfolglosigkeit. In: Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung: Jahrbuch. Band 2002. Wallstein, Göttingen 2003, ISBN 3-89244-662-8, ISSN 0070-3923, S. 138. (online), abgerufen am 27. November 2010.
  29. Markus Kreuzwieser: Österreichischen Literatur im Exil: Robert Musil (1880-1942)
  30. The Times, Literary Supplement, october 28 1949
  31. Horst Thomé: Weltanschauungsliteratur. Vorüberlegungen zu Funktion und Texttyp. In: Wissen in Literatur im 19. Jahrhundert. Niemeyer, Tübingen 2002, ISBN 3-484-10843-6, S. 366.
  32. Corino 2003, S. 19.
  33. Über Musils und Thomas Manns Kriegsbegeisterung 1914–1918 und seine vehemente Abneigung gegen Heinrich Mann bis nach 1933.
  34. Über Musil als begeisterten Kriegspropagandisten 1914–1918