Robert Neuhaus

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Robert Neuhaus (* 1864 in Krefeld; † 1934 in Wassenberg) war ein deutscher Architekt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Schul- und Ausbildungszeit von Robert Neuhaus sind keine Einzelheiten bekannt. Beruflich war Neuhaus von 1887 bis 1894 als Architekt in Köln tätig, in der er auch seinen Lebensmittelpunkt hatte. Er unterhielt mit dem Dombaumeister Carl Schauppmeyer (1872–1933) ein gemeinsames Architekturbüro. Um das Jahr 1894 beteiligte sich Neuhaus an einem Architektenwettbewerb der Stadt Rheydt für einen geplanten Rathausneubau. Neuhaus bekam von der Stadt Rheydt den Auftrag für den Bau des Rathauses, obwohl sein Entwurf nicht den 1. Preis im Wettbewerb erhalten hatte. Im Zuge dieses Auftrags siedelte Neuhaus nach Rheydt über. Hier entwickelte er sich mit über 20 Wohn- und Geschäftshäusern zu einem bedeutenden Villenarchitekten der Region. Zu seinen Bauherren gehörten zahlreiche Unternehmer. Viele seiner Bauten stehen heute unter Denkmalschutz.

Bauten und Entwürfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1894–1896: Rathaus Rheydt, Mark 11 in Mönchengladbach-Rheydt (unter Denkmalschutz)
  • 1896: Wohnhaus für Oskar Kühlen und ehemaliges städtisches Museum, Bismarckstraße 97 in Mönchengladbach (unter Denkmalschutz)
  • 1898: Wohnhaus für den Werkzeugmaschinenfabrikanten Paul Froriep, Hugo-Junkers-Straße 2 in Mönchengladbach-Rheydt (unter Denkmalschutz, heute Parkhotel Rheydt)
  • 1902–1904: Rathaus Hamborn, Duisburger Straße 213 in Duisburg-Hamborn (unter Denkmalschutz)
  • 1910–1911: Wohnhaus für den Maschinenfabrikanten Ernst Heine, Heimbachstraße 12 in Viersen (unter Denkmalschutz)
  • 1910: Wohnhaus für den Textilfabrikanten Walther Bresges auf dem Gelände des Gestüts Zoppenbroich, Zoppenbroich 65–67 (unter Denkmalschutz)
  • 1912: Stadtvilla für den Fabrikanten Pelzer-Teacher, Mozartstraße 22 in Mönchengladbach (unter Denkmalschutz)
  • 1914: Verwaltungsgebäude für die Maschinenfabrik Gebrüder Heine, Greefsalle 1–5 in Viersen (unter Denkmalschutz)
  • 1914–1916: Villa Hecht für den Textilfabrikanten Paul Busch, Mozartstraße 19 in Mönchengladbach (unter Denkmalschutz)
  • 1921: Stadtvilla für den Lederfabrikanten Carl Marx, Gerberstraße 20 in Viersen (unter Denkmalschutz)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert Neuhaus, Teilhaber A. Stief, Architekten, Mönchengladbach Parkstr. 1. Rekord Druckerei und Verlagsanstalt, Koblenz o.J. [ca. 1926].
  • Annelie Scherschel: Wohnhäuser in Mönchengladbach-Rheydt zwischen 1880 und 1915. Stilistische Betrachtungen zu 35 Jahren Baukunst in Rheydt. Dissertation, Saarbrücken 1995.
  • Marco Kieser: Bausteine zu Robert Neuhaus. In: Denkmalpflege im Rheinland, 17. Jahrgang 2000, Heft 4, S. 168–170. (online auf den Internetseiten des Autors)