Robert S. Kaplan


Robert Samuel Kaplan (* 2. Mai 1940 in New York City) ist ein US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler. Er ist emeritierter Professor der Harvard Business School.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kaplan wuchs in einer Familie mit zwei jüngeren Schwestern in New York auf, wo sein Vater als Sozialkundelehrer und Schulleiter einer öffentlichen Schule tätig war. Nach dem Besuch der Bronx High School of Science studierte er ab 1957 am Massachusetts Institute of Technology und erlangte dort die Abschlüsse Bachelor und Master of Science im Fach Elektrotechnik. Danach arbeitete er zwei Jahre lang für die Beratungsunternehmen Mitre Corporation und Planning Research Corporation. Anschließend nahm er an einem Promotionsprogramm der Cornell University im Bereich Operations Research teil. Kurse an der Business School weckten dabei sein Interesse am Finanz- und Rechnungswesen.[1] 1968 erlangte er den Ph.D.[1] mit der Dissertation Optimal policies for sequential inventory and investment models.[2]
Ab 1968 lehrte Kaplan an der Graduate School of Industrial Administration (GSIA; später Tepper School of Business), der Wirtschaftshochschule der Carnegie-Mellon-Universität. Zum Schwerpunkt seiner Forschung und Lehre entwickelte sich bald das Finanz- und Rechnungswesen. Zwischenzeitlich übernahm er für ein Jahr eine Gastprofessur an der University of Chicago.[1] Von 1977 bis 1983 amtierte er als Dean der GSIA.[3] 1984 wechselte Kaplan nach einem einjährigen Gastaufenthalt an die Harvard Business School, der Graduate School of Business Administration der Harvard University.[1] Dort wurde er zum „Marvin Bower Professor of Leadership Development“ berufen. Mittlerweile ist er Emeritus der Harvard Business School.[4]
Kaplan war maßgeblich an der Entwicklung zweier neuerer betriebswirtschaftlicher Konzepte beteiligt, dem activity-based costing und der Balanced Scorecard und gilt als einer der weltweit führenden Vordenker im Bereich der Kostenrechnung und des internen Rechnungswesens.
Er ist Ehrendoktor der Universität Stuttgart (1994), der Universität Łódź (2006), der Universität Waterloo (2008) und der Wirtschaftsuniversität Prag (2021).[3]
Kaplan lebt mit seiner Ehefrau in Belmont. Sie haben zwei Töchter.[1]
Veröffentlichungen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Relevance Lost: The Rise and Fall of Management Accounting, with H. Thomas Johnson. Harvard Business School Press, 1987.
- Implementing Activity-Based Cost Management: Moving From Analysis to Action, with Robin Cooper, Larry Maisel, Eileen Morrissey and Ronald M. Oehm. Institute of Management Accountants, 1992.
- The Balanced Scorecard: Measures That Drive Performance, with David P. Norton. Harvard Business Review, January–February 1992.
- Putting the Balanced Scorecard to Work, with David P. Norton. Harvard Business Review, September–October 1993.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 Robert Samuel Kaplan. In: Website der American Accounting Association. Abgerufen am 15. August 2026.
- ↑ Robert Samuel Kaplan: Optimal policies for sequential inventory and investment models. Cornell University 1968, OCLC 63225985.
- 1 2 Prof. Robert S. Kaplan – doctor honoris causa. In: ffu.vse.cz. Abgerufen am 15. August 2026.
- ↑ Robert S. Kaplan. Marvin Bower Professor of Leadership Development, Emeritus. In: hbs.edu. Abgerufen am 15. August 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kaplan, Robert S. |
| ALTERNATIVNAMEN | Kaplan, Robert Samuel (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 2. Mai 1940 |
| GEBURTSORT | New York City |