Robert Scharmer

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Robert Scharmer (* 27. August 1862 in Horst (Holstein); † 24. Juni 1940 in Berlin-Halensee[1]) war ein deutscher Verwaltungsjurist und Ministerialbeamter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scharmer studierte an der Georg-August-Universität Göttingen Rechtswissenschaft. 1882 wurde er mit seinem Bruder Ludwig Mitglied des Corps Bremensia.[2] Nach den Examen und dem Referendariat trat er 1890 als Regierungsassessor in den Verwaltungsdienst des Königreichs Preußen. 1896 wurde er Landrat des Kreises Waldenburg in Oberschlesien. Als Geh. Regierungsrat (1907) und Geh. Oberregierungsrat (1912) diente er im Reichsamt des Innern. Im Ersten Weltkrieg war er Vorsitzender der Reichsfuttermittelstelle im Reichswirtschaftsamt. In der Weimarer Republik wurde er 1918 Präsident des Reichskanalamtes und von 1922 bis 1927 Präsident des Reichsaufsichtsamtes für Privatversicherung.[3] 1928 rückte er auf in den Vorstand des Verbandes Deutscher Lebensversicherungs-Gesellschaften.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sterberegister des Standesamtes Berlin-Wilmersdorf Nr. 1024/1940.
  2. Kösener Corpslisten 1960, 39/879.
  3. Jörg-Detlef Kühne: Die Entstehung der Weimarer Reichsverfassung. Grundlagen und anfängliche Geltung. (= Schriften des Bundesarchivs Bd. 78.) Droste, Düsseldorf 2018, ISBN 978-3-7700-1636-5, S. 866.
  4. Robert Scharmer in der Online-Version der Edition Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik