Robert Schmidt-Hamburg

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Robert Schmidt-Hamburg (* 5. April 1885 in Berlin; † 15. April 1963 in Laboe) war ein Marinemaler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Sohn eines Berliner Korbmachermeister geboren, nimmt Robert Schmidt erst Anfang des 20. Jahrhunderts, aus Liebe zu der Stadt Hamburg, den Namenszusatz „Hamburg“ an. Er ist wie viele seiner berühmten Malerkollegen (z. B. Willy Stöwer oder Hans Bohrdt) Autodidakt und unternimmt zu Studienzwecken zwischen 1901 und 1914 insgesamt 17 Seereisen. 72 Monate befindet er sich als Matrose und Steurer auf See und lernt große Teile der Welt kennen, insbesondere die afrikanische Küste. Er skizziert und malt Häfen, Küsten, die See und Schiffe vor der Natur.

1910 mietet er in Berlin-Moabit ein Atelier an und betätigt sich als Restaurator wertvoller Gemälde.

Im Ersten Weltkrieg meldet er sich als Freiwilliger bei der Kaiserlichen Marine und befindet sich bis März 1916 an Bord der SMS Lothringen, nimmt aber nicht an Kriegshandlungen teil. Sein Talent wird schnell erkannt und er wird zur Illustration des Seekrieges und der Kaiserlichen Marine eingesetzt. Er unterhält ab 1916 ein Atelier in Kiel, in dem er, immer noch im Dienst der Marine befindlich, seiner Tätigkeit als Marinemaler und Illustrator für diverse Zeitungen und Zeitschriften nachgeht.

Anfang der 20er Jahre zieht er nach Laboe. Zwischen den beiden Weltkriegen beginnt seine große Schaffensperiode. Sein Schwerpunkt liegt bei der Illustration der Passagier- und Handelsschifffahrt, insbesondere deren Wiederaufbau. In den 30er Jahren beginnt eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Norddeutschen Lloyd in Bremen, für den er u. a. sehr umfangreich maritime Motive für Drucksachen aller Art (wie z. B. Postkarten oder Schiffsspeisekarten) anfertigt. So ist er auch bei der Jungfernfahrt des Lloyd-Dampfers Bremen nach New York dabei und illustriert die erfolgreiche Fahrt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erstellung von Zigaretten-Sammelbilderalben, für die er mehr als 1.000 Motive liefert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schiffe und Häfen, Morgenstern-Museum Bremerhaven 1968
  • Maler in Schleswig-Holstein Robert Schmidt-Hamburg; Theodor F.Siersdorfer 1978
  • Der Marinemaler Schmidt-Hamburg, Boye Meyer-Friese 1985
  • Robert Schmidt-Hamburg Häfen und Schiffen, Galerie im neuen Haus (Ausstellungskatalog)
  • Robert Schmidt-Hamburg Vom Seemann zum Marinemaler; Jörg-M. Hormann und Heinz Otto Müller 2003

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]