Robin Thicke

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Robin Thicke (2014)

Robin Charles Thicke[1] (* 10. März 1977 in Los Angeles, Kalifornien) ist ein US-amerikanisch-kanadischer R&B-Sänger, Songwriter und Schauspieler.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robin Thicke wurde im März 1977 als zweites Kind des kanadischen Schauspielers und Songwriters Alan Thicke und der US-amerikanischen Sängerin und Soap-Darstellerin Gloria Loring in Los Angeles geboren. Von den Karrieren beider Elternteile beeinflusst, hatte er bereits im Alter von zwölf Jahren Gastauftritte in Fernsehserien wie dem 1960er Jahre-Drama Wunderbare Jahre oder der Sitcom Unser lautes Heim. Obwohl sowohl Vater als auch Mutter ihn in seinem Vorhaben unterstützten, beschloss Thicke wenig später, sich von der Schauspielerei abzuwenden. Mit 16 lernte er schließlich André Hall, den Vorsitzenden von Interscope Records kennen, welcher Thicke einen Plattenvertrag mit dem Sublabel Nu America Records anbot. Obwohl er 1996 erstmals auf dem Soundtrack zu Demi Moores Film Striptease zu hören ist, machte er sich in den Folgejahren jedoch in erster Linie als Songwriter für Brandy, Michael Jackson, Mýa, Usher, Pink, Christina Aguilera oder auch Mary J. Blige einen Namen.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Alter von 14 Jahren lernte Thicke die rund ein Jahr ältere Paula Patton kennen, die jetzt eine bekannte Schauspielerin ist. Die beiden waren seit 2005 verheiratet und haben seit dem 6. April 2010 einen gemeinsamen Sohn. Am 24. Februar 2014 gab das Paar seine Trennung bekannt. Patton reichte am 9. Oktober 2014 die Scheidung ein,[2] die bis März 2015 vollzogen wurde. Zwei Monate später trat Thicke auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes zum ersten Mal öffentlich mit seiner neuen Partnerin April Love Geary (* 1994) auf.[3] Im August 2017 veröffentlichte das Paar ein Foto der schwangeren Geary und gab als prognostizierten Geburtstermin den 1. März 2018 an.[4][veraltet]

Musikkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thicke (2008)

2000 begann Thicke schließlich mit den Aufnahmen zu seinem Debütalbum Cherry Blue Skies. Zwei Jahre später wurde im Juni 2002 mit When I Get You Alone schließlich die erste Single aus dem von Neo-Soul inspirierten Longplayer ausgekoppelt. Der auf Beethovens 5. Sinfonie basierende Song entwickelte sich zu einem weltweiten Charterfolg und erreichte unter anderem Platz 29 in den USA sowie Platz 17 in Australien. Im Zuge des Erfolges beschlossen Interscope und Nu America Records den Re-Release des Albums, welches 2003 schließlich unter dem Namen A Beautiful World – inklusive einiger neuer Aufnahmen – ein weiteres Mal veröffentlicht wurde. Trotz einer zweiten Singleauskopplung (Brand New Jones) war das Album jedoch kommerziell kaum erfolgreich.

Nach weiteren Kollaborationen mit Will Smith und dem Rapper Lil Wayne wechselte Thicke 2005 schließlich von Nu America zu Pharrell Williams’ Star Trak Records über. Aus der gemeinsamen Studiozeit mit Williams und Co-Produzent Chad Hugo ging noch im selben Jahr die Single Wanna Love U Girl hervor. Obwohl der Mid-Tempo-Track zunächst nur im englischsprachigen Raum veröffentlicht wurde und lediglich im Radio-Airplay erfolgreich war, wurde dieser im Jahr darauf als Remix mit Busta Rhymes sogar ein zweites Mal veröffentlicht.

Thickes zweites Album The Evolution of Robin Thicke erschien am 3. Oktober 2006 in Nordamerika. Die Platte verkaufte bislang mehr als 900.000 Kopien und verhalf Thicke zum kommerziellen Durchbruch in Australien. In dem Mitte 2007 erschienenen Tanzfilm Stomp the Yard, an der Seite von Ne-Yo, ist er erstmals wieder als Schauspieler zu sehen. Auf dem Album Curtis des Rappers 50 Cent ist er in einem Song zu hören. Auf dem Soundtrack zum Film Valentinstag ist er gemeinsam mit der Sängerin Leighton Meester in dem Song Somebody to Love zu hören.

2013 veröffentlichte Thicke den Titel Blurred Lines, den er gemeinsam mit Pharrell Williams schrieb und produzierte. Dieser entwickelte sich zu seinem bislang kommerziell erfolgreichsten Hit und erreichte in Deutschland, der Schweiz und in Großbritannien Platz 1 der Charts. Der Erfolg der Single ist unter anderem darin begründet, dass der Song für einen Werbespot der Firma Beats by Dr. Dre verwendet wurde. Das dazugehörige Musikvideo sorgte aufgrund der Freizügigkeit der weiblichen Protagonisten ebenfalls für Aufsehen.[5] Im März 2015 befand jedoch ein amerikanisches Gericht, es handle sich bei dem Song zu wesentlichen Teilen um ein Plagiat von Got to Give It Up von Marvin Gaye, an dessen Erben Thicke und Williams insgesamt 7,4 Millionen Dollar zahlen mussten.

Im Juli 2014 erschien das Album Paula, das Thicke seiner Ex-Frau Paula Patton widmete. In Großbritannien wurde das Album in der ersten Verkaufswoche jedoch nur knapp 500 mal verkauft, in den USA verkaufte sich das Album insgesamt knapp 25.000 mal.[6]

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[7] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2003 A Beautiful World 152
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. April 2003
2006 The Evolution of Robin Thicke 30
(3 Wo.)
5 Platin
(56 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. Oktober 2006
2008 Something Else 65
(1 Wo.)
83
(1 Wo.)
3
(28 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. September 2008
2009 Sex Therapy 9
(28 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Dezember 2009
2011 Love After War 22
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. Dezember 2011
2013 Blurred Lines 2
(10 Wo.)
5 Platin
(9 Wo.)
1 Gold
(13 Wo.)
1 Gold
(23 Wo.)
1
(36 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. Juli 2013
2014 Paula 63
(2 Wo.)
9
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Juli 2014

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[7] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2003 When I Get You Alone
A Beautiful World
55
(7 Wo.)
60
(5 Wo.)
62
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. April 2003
2006 Lost Without U
The Evolution of Robin Thicke
11
(9 Wo.)
14 Platin
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 2006
2007 Can U Believe
The Evolution of Robin Thicke
99
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 2007
2008 Magic
Something Else
64
(3 Wo.)
95
(1 Wo.)
59
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. Mai 2008
2009 Sex Therapy
Sex Therapy
54
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. Oktober 2009
2013 Blurred Lines
Blurred Lines
1 Diamant
(55 Wo.)
1 Platin
(42 Wo.)
1 3-fach-Platin
(47 Wo.)
1 3-fach-Platin
(63 Wo.)
1 6-fach-Platin
(48 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. März 2013
(feat. T.I. & Pharrell Williams)
Give It 2 U
Blurred Lines
36
(12 Wo.)
62
(2 Wo.)
15
(12 Wo.)
25
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. August 2013
(feat. Kendrick Lamar; Remix mit 2 Chainz)
2014 Get Her Back
Paula
82
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. Mai 2014

weitere Singles

  • 2003: Brand New Jones
  • 2005: Wanna Love You Girl (feat. Pharrell Williams)
  • 2007: Got 2 Be Down (feat. Faith Evans)
  • 2008: The Sweetest Love
  • 2009: Dreamworld
  • 2010: Rollacoasta (feat. Estelle)
  • 2010: It’s in the Mornin’ (feat. Snoop Dogg)
  • 2011: Shakin’ It 4 Daddy (feat. Nicki Minaj)
  • 2011: Love After War
  • 2011: Pretty Lil’ Heart (feat. Lil Wayne)
  • 2012: All Tied Up
  • 2012: Exhale (Shoop Shoop)
  • 2013: For the Rest of My Life
  • 2013: Feel Good
  • 2015: Morning Sun
  • 2015: Back Together (feat. Nicki Minaj)
  • 2016: Deep (mit Nas)

Als Gastmusiker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[7] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2014 Calling All Hearts
Paradise Royale
6
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. April 2014
(DJ Cassidy feat. Robin Thicke & Jessie J)
2015 I Don’t Like It, I Love It
My House
19 Gold
(23 Wo.)
7
(18 Wo.)
25
(15 Wo.)
7 Gold
(20 Wo.)
43 Platin
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. März 2015
(Flo Rida feat. Robin Thicke & Verdine White)

weitere Gastbeiträge

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldene Schallplatte

  • AustralienAustralien Australien
    • 2003: für die Single „When I Get You Alone“
    • 2014: für die Single „Give It 2 U“
  • FrankreichFrankreich Frankreich
    • 2013: für das Album „Blurred Lines“
  • ItalienItalien Italien
    • 2016: für die Single „Back Together“
  • KanadaKanada Kanada
    • 2014: für das Album „Blurred Lines“
  • MexikoMexiko Mexiko
    • 2014: für das Album „Blurred Lines“
  • PolenPolen Polen
    • 2014: für das Album „Blurred Lines“

Platin-Schallplatte

  • AustralienAustralien Australien
    • 2015: für die Single „I Don’t Like It, I Love It“
  • BelgienBelgien Belgien
    • 2013: für die Single „Blurred Lines“
  • DanemarkDänemark Dänemark
    • 2013: für die Single „Blurred Lines“
    • 2015: für die Single „I Don’t Like It, I Love It“
  • ItalienItalien Italien
    • 2016: für die Single „I Don’t Like It, I Love It“
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
    • 2007: für den Mastertone „Lost Without You“

2× Platin-Schallplatte

  • NorwegenNorwegen Norwegen
    • 2013: für die Single „Blurred Lines“
  • SchwedenSchweden Schweden
    • 2013: für die Single „Blurred Lines“

3× Platin-Schallplatte

  • MexikoMexiko Mexiko
    • 2014: für die Single „Blurred Lines“
  • NorwegenNorwegen Norwegen
    • 2013: für das Streaming „Blurred Lines“

4× Platin-Schallplatte

  • DanemarkDänemark Dänemark
    • 2014: für das Streaming „Blurred Lines“
  • ItalienItalien Italien
    • 2014: für die Single „Blurred Lines“

9× Platin-Schallplatte

  • AustralienAustralien Australien
    • 2014: für die Single „Blurred Lines“
  • KanadaKanada Kanada
    • 2014: für die Single „Blurred Lines“

Diamantene Schallplatte

  • FrankreichFrankreich Frankreich
    • 2013: für die Single „Blurred Lines“
Land/Region Gold record icon.svg Gold Platinum record icon.svg Platin Diamond record icon.svg Diamant Verkäufe Quellen
AustralienAustralien Australien (ARIA) 2 10 0! 770.000 aria.com.au
BelgienBelgien Belgien (BEA) 0! 1 0! 30.000 ultratop.be
DanemarkDänemark Dänemark (IFPI) 0! 6 0! 90.000 ifpi.dk
DeutschlandDeutschland Deutschland (BVMI) 1 0! 1 1.200.000 musikindustrie.de
FrankreichFrankreich Frankreich (SNEP) 1 0! 1 300.000 snepmusique.com
ItalienItalien Italien (FIMI) 1 5 0! 195.000 fimi.it
KanadaKanada Kanada (MC) 1 9 0! 760.000 musiccanada.com
MexikoMexiko Mexico (AMPROFON) 1 3 0! 210.000 amprofon.com.mx
NorwegenNorwegen Norwegen (IFPI) 0! 5 0! 20.000 ifpi.no
OsterreichÖsterreich Österreich (IFPI) 0! 2 0! 45.000 ifpi.at
PolenPolen Polen (ZPAV) 1 0! 0! 10.000 bestsellery.zpav.pl
SchwedenSchweden Schweden (IFPI) 0! 2 0! 80.000 sverigetopplistan.se
SchweizSchweiz Schweiz (IFPI) 1 3 0! 105.000 hitparade.ch
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten (RIAA) 0! 10 0! 10.000.000 riaa.com
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich (BPI) 2 3 0! 2.300.000 bpi.co.uk
Insgesamt 11 59 2

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1988–1989: Unser lautes Heim (Growing Pains, Fernsehserie, 3 Episoden)
  • 1989: Wunderbare Jahre (The Wonder Years, Fernsehserie, 2 Episoden)
  • 2014: Abby in the Summer

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Robin Thicke Biography. Abgerufen am 21. September 2015 (englisch).
  2. tz.de: Robin Thicke: Frau reicht Scheidung ein, abgerufen am 14. Oktober 2014
  3. April Love Geary in der Internet Movie Database (englisch)
  4. Diana Pearl: Robin Thicke and April Love Geary's Relationship Timeline. In: people.com. 18. August 2017, abgerufen am 29. Januar 2018.
  5. 'Blurred Lines' Banned By YouTube As Robin Thicke's Video Features Nude Models. 
  6. Marc Vetter: Rolling Stone: Verzockt: Robin Thicke geht mit neuem Album "Paula" baden - nur 530 Platten in der ersten Woche verkauft
  7. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Robin Thicke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien