Rockendorf

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Rockendorf
Gemeinde Krölpa
Koordinaten: 50° 40′ 18″ N, 11° 31′ 5″ O
Höhe: 254 m
Einwohner: 603 (1996)
Eingemeindung: 1. Januar 1997
Postleitzahl: 07387
Vorwahl: 03647
Dorfkirche
Dorfkirche

Rockendorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Krölpa im ostthüringischen Saale-Orla-Kreis.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rockendorf liegt an der Kotschau, etwa einen Kilometer westlich der Ortslage Krölpa an der B 281.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Rockendorfs erfolgte 1169 als Sitz des Adeligen Heinrich von Rockendorf. Das Rittergut mit seinen Ansiedlungen wurde 1425 an das Adelsgeschlecht von Brockendorf zu Naumburg verkauft und fiel im Jahre 1448 an die Herren von Brandenstein. Rockendorf gehörte von 1571 bis 1815 zum kursächsischen Amt Arnshaugk und kam nach dessen auf dem Wiener Kongress beschlossenen Abtretung an den preußischen Landkreis Ziegenrück, zu dem der Ort bis 1945 gehörte. Am 14. April 1945 standen amerikanische Truppen in Rockendorf.

Im Jahr 1624 war die Pest auf dem Dorf gespürt worden.

Die Kirche wurde 1781 anstelle einer abgebrannten Kapelle gebaut.

Die Gemeinde wurde am 1. Januar 1997 nach Krölpa eingemeindet.[1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1819: 193
  • 1840: 222
  • 1843: 239
  • 1867: 259
  • 1871: 280
  • 1875: 282
  • 1880: 312
  • 1885: 342
  • 1910: 502
  • 1925: 507
  • 1933: 607[2]
  • 1938: 635
  • 1939: 651[2]
  • 1950: 878
  • 1994: 610
  • 1995: 599
  • 1996: 603
Datenquelle bis 1950: Krölpa — Eine Ortschronik und ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rockendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden, siehe 1997
  2. a b Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Ziegenrück. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).