Rodder

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Rodder
Rodder
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Rodder hervorgehoben
Koordinaten: 50° 24′ N, 6° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Ahrweiler
Verbandsgemeinde: Adenau
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 6,38 km2
Einwohner: 241 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km2
Postleitzahl: 53520
Vorwahl: 02693
Kfz-Kennzeichen: AW
Gemeindeschlüssel: 07 1 31 072
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirchstraße 15
53518 Adenau
Webpräsenz: www.adenau.de
Ortsbürgermeister: Peter Meyer
Lage der Ortsgemeinde Rodder im Landkreis Ahrweiler
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Über dieses Bild
St. Quirinus. Portalfassade

Rodder ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Adenau an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rodder liegt bei Adenau in der Eifel abseits größerer Durchgangsstraßen und relativ abgelegen in der Vulkaneifel. Nachbargemeinden sind Reifferscheid im Nordwesten, Honerath im Südwesten, Wirft im Süden, Müsch im Südwesten sowie Antweiler im Nordwesten. Die Bebauung liegt inmitten von Feldern, die wiederum von ausgedehnten Waldgebieten umschlossen sind.

Zu Rodder gehört auch der Wohnplatz Waldhof.[2]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Jahresniederschlag beträgt 719 mm. Die Niederschläge liegen im mittleren Drittel der in Deutschland erfassten Werte. An 44 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Im Juni fallen 1,5 mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren nur minimal und sind extrem gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur zwei Prozent der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Rodder im Jahr 975, als der Ort im Besitz der Trierer Abtei St. Maximin war. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte er zum kurkölnischen Amt Nürburg und zum Schultheißenamt Reifferscheid. Bei der Pestepidemie 1667 starb fast die ganze Bevölkerung des Ortes.

Unter der französischen Verwaltung gehörte Rodder zum Kanton Adenau im Rhein-Mosel-Département. Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress wurde 1815 das linke Rheinufer, damit auch Rodder, dem Königreich Preußen zugeordnet. Nach der von Preußen neu geschaffenen Verwaltungsstruktur gehörte Rodder von 1816 an zur Bürgermeisterei Adenau im Kreis Adenau, der dem Regierungsbezirk Koblenz in der Rheinprovinz (1822) zugeordnet war. Seit 1946 ist Rodder Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Der Brandkatastrophe 1857 fielen 13 Gebäude einschließlich ihrer Stallungen zum Opfer.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Oberlascheid, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 218
1835 229
1871 172
1905 136
1939 164
1950 188
Jahr Einwohner
1961 161
1970 184
1987 217
1997 240
2005 266
2016 241

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Rodder besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Rodder
Blasonierung: „Im roten Schildhaupt ein Schwarz-Silber geschachtetes Kreuz. Im linken oberen Schildteil ein silberner Löwenkopf und im rechten unteren Schildteil ein silbernes Eichenblatt.“[5]
Wappenbegründung: Bis 1290 besaßen die Nürburger Grafen als Landesherren die Oberhoheit über das Dorf. Bei dem im Wappen abgebildeten Löwenkopf handelt es sich also um den silbernen Löwen der Grafen von Nürburg. Danach ab 1356 waren es die Kölner Erzbischöfe, die die Kurfürstenwürde innehatten. Diese schufen aus der Nürburger Grafschaft das gleichnamige kurkölnische Amt. Hierfür leisteten die Rodderer auch ihre Fuhrdienste und zahlten Abgaben aus den Einnahmen des Holzeinschlages. Innerhalb des Amtes gehörte Rodder zum Schultheißenamt Reifferscheid. Das Kreuz im Wappen ist also das schwarze Kreuz des Kurfürstentums Köln. Mit dem Einmarsch der französischen Revolutionstruppen wurde Kurköln aufgehoben. Rodder gehörte jetzt zur Mairie (Bürgermeisterei) Adenau, im Arrondissement Bonn, Rhein - Mosel Departement Koblenz. Seit jeher war neben der Landwirtschaft der Wald die wirtschaftliche Grundlage des Dorfes. Hier ist besonders die Eiche zu nennen, aus deren Holz die Fachwerkhäuser gebaut wurden, die die Jahrhunderte überdauert haben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Rodder

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rodder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018, S. 5 (PDF; 2,2 MB).
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Wappenbeschreibung-/begründung. Ortsgemeinde Rodder, abgerufen am 1. August 2017.