Rodenstatt

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Rodenstatt
Rodenstatt im Schwalenberger Wald

Rodenstatt im Schwalenberger Wald

Entstehungszeit: Latènezeit
Burgentyp: Wallburg, befestigte Höhensiedlung
Erhaltungszustand: geringe Reste von Wällen
Ort: Brakelsiek
Geographische Lage 51° 53′ 47″ N, 9° 11′ 37″ OKoordinaten: 51° 53′ 47″ N, 9° 11′ 37″ O
Höhe: 405 m ü. NN
Rodenstatt (Nordrhein-Westfalen)
Rodenstatt

Die Rodenstatt ist eine ca. 12 ha große Wallburg beim Dorf Brakelsiek in Schieder-Schwalenberg, die in die Eisenzeit datiert wird[1] und seit 1950 als Bodendenkmal unter Schutz steht.[2]

Die Reste der Siedlungsanlage und ihrer Umwallung befinden sich etwa zwei Kilometer östlich der Ortslage Brakelsiek, unter Wald am Ostrand des Adamsberges in 405 m Höhe. Sie endet nach Nordwesten in dem bewaldeten Steilhang Rodenstätter Wand.

Nach lokaler Überlieferung war die Anlage von einem Wall umgeben, der aber nach und nach durch Steinraub geschleift wurde. Die Nordwestecke der Anlage ist durch eine zwischen 1781 und 1826 dort betriebene Ziegelei und Töpferei fast vollständig zerstört.[3]

Der Heimatforscher Leo Nebelsiek führte 1949 in dem Areal eine Probegrabung durch und konnte in den Wallresten Anzeichen für eine Stein-Holz-Erde-Konstruktion feststellen.[4] 1966 erfolgte eine weitere Ausgrabung durch Friedrich Hohenschwert mit einer anschließenden C-14 Untersuchung zur Altersbestimmung der Anlage.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rodenstatt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Archäologie in Ostwestfalen, Heft 6, S. 30 (PDF, 6,3 MB). Abgerufen am 31. März 2014.
  2. Friedrich Hohenschwert: Der Kreis Lippe II – Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland, Stuttgart 1985, S. 187–189
  3. Friedrich Hohenschwert: Ur- und frühgeschichtliche Befestigungen in Lippe. 1978, Seite 120
  4. Friedrich Hohenschwert: Der Kreis Lippe II – Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland, Stuttgart 1985, S. 187–189