Rodungszeit

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Rodungszeit bedeutet im Kontext der Geschichtsschreibung den Zeitraum der Rodung von Wäldern zur Gewinnung von Flächen für Ackerbau und Siedlungen, meist infolge eines Landesausbaus oder einer Landnahme bzw. Kolonisierung.

Die Mittelalterliche Warmzeit ermöglichte eine starke Zunahme der Bevölkerung, diese benötigte eine Erweiterung der Anbauflächen sowie eine Umformung der Siedlungsstruktur von Einzelgehöften und Streusiedlungen hin zu Dörfern („Verdorfung“). Im deutschsprachigen Raum tragen die Orte, die im späten Mittelalter im Hügelland, Gebirgsvorland oder im Rahmen der deutschen Ostsiedlung auf gerodeten Flächen gegründet wurden, oft sogenannte Rodungsnamen, d. h., sie enden auf -rode, -roda, -rod, -rath, -reuth[1] oder auch -hau, -grün usw.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landfläche. Flurbezeichnungen. Deutsche Rundschau, abgerufen am 6. Februar 2011: „Rode, Reuth, Rath, Rade, Ried = entwaldetes Gelände, Rodung“