Roger Lewentz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Roger Lewentz (2016) - Minister des Innern und für Sport

Roger Lewentz (* 19. März 1963 in Oberlahnstein[1]) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von Mai 2011 bis Mai 2016 rheinland-pfälzischer Minister des Innern, für Sport und Infrastruktur. Seit Mai 2016 ist er rheinland-pfälzischer Minister des Innern und für Sport sowie seit 2012 Vorsitzender der SPD Rheinland-Pfalz.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgewachsen ist Lewentz in der heutigen Verbandsgemeinde Loreley in Kamp-Bornhofen. Nach der mittleren Reife am Wilhelm-Hofmann-Gymnasium in St. Goarshausen machte er eine Ausbildung zum Verwaltungsbeamten beim Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung in Koblenz. Ebenfalls leistete er in Koblenz – 1983/84, seinerzeit die größte Garnisonsstadt Europas – seinen Wehrdienst ab. Anschließend war er bis 1991 wieder beim Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung tätig. Nach der gewonnenen Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 1991 wechselte er unter Ministerpräsident Rudolf Scharping als Referent in die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz.

Er ist verheiratet mit einer gebürtigen Dänin und hat vier Kinder.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roger Lewentz als SPD Landesvorsitzender (2016)

Lewentz ist seit 1984 Mitglied der SPD, war Juso-Kreisvorsitzender des Rhein-Lahn-Kreises und von 1989 bis 1994 Mitglied des Gemeinderats; anschließend bis 2006 Ortsbürgermeister von Kamp-Bornhofen. Von 1994 bis 2006 war er Abgeordneter des rheinland-pfälzischen Landtags, in dem er stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion war. 1997 wurde er Landesgeschäftsführer und 2002 Generalsekretär der SPD von Rheinland-Pfalz. Von 2006 bis 2011 war er Staatssekretär im Innenministerium. Mit der Bildung der neuen rot-grünen Regierung Beck im Mai 2011 rückte er als Minister für Inneres, Infrastruktur und Sport ins Kabinett auf. Nach dem Rückzug von Kurt Beck wurde Lewentz 2012 mit 95,3 Prozent der abgegebenen Stimmen zum Vorsitzenden der SPD Rheinland-Pfalz gewählt: Im Kabinett Dreyer I blieb er weiterhin Minister für Inneres, Infrastruktur und Sport. Nach Bildung des Kabinett Dreyer II wurde er im Mai 2016 Minister des Innern und für Sport.

Im Kalenderjahr 2015 war er Chef der Innenministerkonferenz (IMK).[3]

Im rheinland-pfälzischen Landtagswahlswahlkampf 2016 schickte die SPD Lewentz anstatt Dreyer zur TV-Elefantenrunde, da die Ministerpräsidentin sich weigerte, mit den Vertretern der AfD öffentlich zu diskutieren.[4][5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Roger Lewentz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Roger Lewentz auf der Website des Bundesrats. Abgerufen am 04. Februar 2017.
  2. Beck-Nachfolge: Lewentz präsentiert sich als Kandidat mit Teamgeist, rhein-zeitung.de vom 18. Oktober 2011, abgerufen am 2. März 2016
  3. http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/herbsttagung-der-laenderressortchefs-in-koblenz-bamf-chef-weise-veraergert-die-innenminister/-/id=1682/did=16575880/nid=1682/gp8g5v/
  4. Posse um Fernsehauftritt: SPD schickt Landeschef Lewentz in TV-Debatte mit AfD, spiegel.de vom 27. Januar 2016, abgerufen am 2. März 2016
  5. Diskussion um TV-Debatte in RP Sechs Parteien kommen zur Elefantenrunde , SWR