Roger Willemsen

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Roger Willemsen (2014) Roger Willemsen signature.svg

Roger Willemsen (* 15. August 1955 in Bonn; † 7. Februar 2016 in Wentorf bei Hamburg) war ein deutscher Publizist und Fernsehmoderator. Er zählte zu Deutschlands bekanntesten[1] und beliebtesten[2] Intellektuellen.

Willemsen wurde mit den Massenmedien Fernsehen und Feuilleton[3] bekannt, obgleich er immer ein ambivalentes Verhältnis dazu hatte.[4][5] Ein besonderes Interesse fanden seine Reisebücher[6] und Gespräche, denen vielfach Intelligenz, Bildung, Empathie[7] und Leidenschaft bescheinigt wurden.[8] Nach seinem weitgehenden Rückzug vom Fernsehen ab Oktober 2001[9] wurden Lesereisen zum Medium seiner Wahl,[10] später zunehmend auch Musik aus allen Kulturen.[11]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugend, Ausbildung und Lehrtätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Vater Ernst Willemsen war Kunsthistoriker, Restaurator und Maler,[12] seine Mutter Regine Sachverständige für ostasiatische Kunst[13] und Kunsthändlerin.[12] Sein Onkel Franz Willemsen arbeitete als Klassischer Archäologe.[14] Roger Willemsen wuchs zusammen mit seinen Geschwistern Jan und Eva in Oedekoven bei Bonn auf.[15] Im Alter von fünf Jahren fing er an zu lesen und musste dann seiner Mutter, die auch als Schneiderin arbeitete, dabei die Weltliteratur laut vorlesen.[16] Er wurde in einem „Lesehaushalt“ groß und las bis zu 400 bis 500 Seiten täglich.[16] Seine Familie hatte keinen Fernseher, da die Eltern der Ansicht waren, „dass das Fernsehen gefährlich sei und die Menschen verbilde etc.“.[17] Er besuchte mit Unterbrechungen[18] das Helmholtz-Gymnasium in Bonn-Duisdorf.[19] Als der Vater nach zwei Jahren Krebserkrankung starb, war sein Sohn Roger fünfzehn Jahre alt.[20]

Nach dem Abitur im Jahr 1976 studierte er Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte in Bonn, Florenz, München und Wien und war Stipendiat des Evangelischen Studienwerks.[21] Neben dem Studium arbeitete Willemsen von 1977 bis 1981 als Nachtwächter, Reiseleiter und Museumswärter. Anschließend erhielt er eine Anstellung als Assistent am Institut für Komparatistik der LMU München.[22] Nebenher war er in der Erwachsenenbildung in München tätig und erfuhr mit beiden Lehrtätigkeiten das „Glück der Vermittlung“.[16] 1984 wurde er mit einer Dissertation über die Literaturtheorie von Robert Musil promoviert. Die Habilitationsarbeit über Selbstmord in der Literatur beendete er nicht. 1986 erschien sein Buch zum Thema Suizid bei Kiepenheuer & Witsch. Von 1984 bis 1986 war er als Übersetzer, Herausgeber und freier Autor tätig. 1988 ging er für drei Jahre nach London, um als Korrespondent für Zeitungen und Rundfunksender zu arbeiten. Er schrieb im Wendejahr 1990 vier Beiträge für das linksradikale Monatsmagazin konkret,[23] wurde jedoch später von ihm kritisiert[24][25] und schließlich aus dem Autorenarchiv entfernt.[26] Von der Gründung der linksliberalen[27] Wochenzeitung Die Woche im Jahre 1993 durch Manfred Bissinger verfasste er bis zur letzten Ausgabe neun Jahre lang eine wöchentliche Kolumne.[28] Bissinger, der zuvor von 1981 bis 1985 Chefredakteur bei konkret war, wurde danach ebenso wie Willemsen aus dem Autorenarchiv von konkret entfernt.[29] Weiterhin schrieb er Bücher wie den Kunstreiseführer Die Abruzzen oder Kopf oder Adler – Ermittlungen gegen Deutschland.

Im Wintersemester 1995/1996 übernahm Willemsen eine Gastprofessur am Lehrstuhl für Literaturwissenschaften der Ruhr-Universität Bochum. Ab 2010 hatte er eine Honorarprofessur an der Humboldt-Universität zu Berlin.[30] Er war Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und im Redaktionsbeirat der Zeitschrift Kulturaustausch.

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roger Willemsen, lit.Cologne, 2007

Seine Fernsehkarriere begann Willemsen 1991 beim Bezahlsender Premiere. Eine ehemalige Studentin und damalige Mitarbeiterin hatte sich an den Unterrichtsstil von Willemsen erinnert („Ich vermittele sehr gerne, versuche Dinge aufzubereiten, reichere sie durch Enthusiasmus an, sonst bleiben sie meistens unbelebt.“[16]). Nach anfänglichen „moralischen Bedenken“ überzeugte ihn schließlich das Sendungskonzept und er konnte das Casting für sich entscheiden.[17] Er moderierte mehr als 600 Ausgaben der Interviewreihe 0137, benannt nach der Telefonvorwahl, unter der sich Zuschauer an der direkt übertragenen Sendung beteiligen konnten. Jeden Werktag wurden zur Hauptsendezeit drei Interviewgäste in 45 Minuten befragt. Der dritte Gast konnte per Tele-Dialog (TED) gewählt werden.[12] In den ersten zwei Jahren interviewte er ungefähr 1000 Personen.[17] Das Themenspektrum des Magazins reichte von Politik bis Boulevard. Mit dieser Sendung konnte er seinen „großen Appetit auf Menschen“ „auf eine sehr nette Weise sättigen“.[17]

Er führte Gespräche unter anderem mit der Schauspielerin Audrey Hepburn, ihr letztes Fernseh-Interview, und dem palästinenischen Politiker Jassir Arafat, die er beide zu seinen beeindruckendsten Gesprächspartnern zählte.[17] Außerdem redete er mit Gefangenen aus der Rote Armee Fraktion, einem Kannibalen und einem entflohenen Bankräuber. Selbst die Vergewaltigung eines jungen Mannes durch dessen Mutter war für Willemsen kein Tabuthema. 1992 wurde er von einer unabhängigen Kritiker-Jury mit dem „Goldenen Kabel“ für die innovativste Sendung und mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. Ab 1992 moderierte Willemsen die Sendung im wöchentlichen Wechsel mit Sandra Maischberger. Die beiden Moderatoren hatten damals etwa anderthalb Jahre lang eine private Beziehung.[31] Für diese Sendereihe erhielt Willemsen den Adolf-Grimme-Preis 1993 mit Gold. Man würdigte damit sein hohes Einfühlungsvermögen und die Tatsache, dass er – wie der Leiter des Adolf-Grimme-Instituts in Marl, Lutz Hachmeister, anmerkte – als einer von Wenigen im deutschen Fernsehen grammatikalisch korrekte Satzperioden sprechen könne. Eine Auswahl dieser Gespräche enthält das Buch An der Grenze. Gespräche mit Attentätern, Bankräubern, Mördern, politischen Gefangenen, Autoknackern, Todeskandidaten und Gewaltopfern (1994). Das Preisgeld des Bayerischen Fernsehpreises von 25.000 DM spendete er Strafgefangenen als taz-Abos.[12]

1993 gründete er seine Fernseh-Produktionsfirma Noa Noa – tahitianisch: einfach und harmonisch,[32] und in Anlehnung an Gauguins gleichnamiger Erzählung. Mit Noa Noa produzierte er Dokumentationen, Interviewreihen, Themenabende und Gala-Veranstaltungen.[33] Im Februar 1994 wechselte er zum ZDF. Dort moderierte er von Oktober 1994 bis Juni 1998 die 60-minütige Talkshow Willemsens Woche. Regelmäßiger musikalischer Gast war der mit Willemsen befreundete Jazzmusiker Michel Petrucciani.

1996 präsentierte Willemsen im ZDF eine neunteilige Porträtreihe unter dem Titel Willemsens Zeitgenossen. Darin stellte er unter anderem Robert Altman, Vivienne Westwood, Quincy Jones, Philippe Starck und John Malkovich vor.[34]

Ab 1999 moderierte er zahlreiche Kulturveranstaltungen, darunter die Echo-Klassik-Gala und die Hommage Und der Haifisch, der hat Zähne zum 100. Geburtstag von Bertolt Brecht. Außerdem interviewte er für das ZDF-Format Willemsens Musikszene unter anderem Pierre Boulez, Herbie Hancock und Chick Corea.[35]

In der Sendereihe Gipfeltreffen inszenierte Willemsen filmische Doppelporträts prominenter Zeitgenossen, in der Nachtkultur mit Willemsen diskutierte er mit jeweils drei bis vier Gästen aktuelle Themen aus Kunst und Kultur.[36]

Neben seiner Tätigkeit vor der Kamera führte Willemsen unter anderem Regie beim Dokumentarfilm Non Stop – Eine Reise mit Michel Petrucciani, der mittlerweile in 13 weiteren Ländern ausgestrahlt wurde. Auf der EXPO 2000 präsentierte er eine zehnstündige Videoinstallation aus Gesprächen mit 55 Künstlern unter dem Titel Welcome Home – Künstler sehen Deutschland.[37]

Roger Willemsen, 2011 in Siegburg

Nach rund zweijähriger Pause als Fernsehmoderator moderierte er vom 3. Februar 2004 bis zum Juli 2006,[38] als Nachfolger von Elke Heidenreich und Daniel Cohn-Bendit, den Literaturclub des Schweizer Fernsehens, eine der ältesten Literatursendungen im deutschsprachigen Fernsehen. „Das ist auch die Dosis Fernsehen, die mir reicht, mehr als einmal im Monat möchte ich in der Glotze lieber nicht erscheinen“, bekannte Willemsen. Den Abschied von Massenfernsehen, Quote und Ruhm habe er nach eigenen Angaben „keine Sekunde lang bereut“.[39] Regelmäßig zu sehen im deutschen Fernsehen war er zu Gastkommentaren bei Sarah Kuttner – Die Show (VIVA) und beim Nachfolgeformat Kuttner (MTV), wo er im August 2006 auch letzter Gast der Sendung war. Des Weiteren trat er als Rategast in der wöchentlichen Fernsehsendung Ich trage einen großen Namen auf.

In den Folgen 45 und 54 der Comedyserie Pastewka hatte er 2011 und 2012 jeweils einen Gastauftritt, bei denen er sich selbstironisch parodierte.[40] 2014 war er in Bauerfeind assistiert... zu sehen, wo er in Begleitung von Katrin Bauerfeind Einblicke in sein persönliches Wohnumfeld gab.[41] Wenige Tage vor seinem 60. Geburtstag und vor dem Bekanntwerden seiner Erkrankung war er am 11. August 2015 in der Sendung Thadeusz im rbb Fernsehen zu Gast.[42]

Radiosendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2004 arbeitete Willemsen regelmäßig als Moderator für das wöchentliche Literaturmagazin SpielArt auf WDR 5. Dabei präsentierte er Geschichten und Musiken aus verschiedenen Epochen zu einem Oberthema (u.a. Hunger, Spieler, Exzentriker). Gelegentlich widmete sich die Sendung auch dem Porträt eines einzigen Schriftstellers (z.B. André Gide). Für die Folge Er sucht ihn – Männerliebe literarisch erhielt Roger Willemsen 2010 zusammen mit Günter Frorath und Michael Lohse den Felix-Rexhausen-Preis.[43] Außerdem moderierte er einmal im Jahr die Silvester-Sendung auf WDR 5, zunächst zusammen mit Elke Heidenreich, dann mit Anke Engelke. Sie überraschten sich gegenseitig mit ihren persönlichen Lieblingstiteln des vergangenen Jahres und ließen dazu persönliche und politische Ereignisse Revue passieren.[44] Von 2011 bis 2013 moderierte Willemsen zudem für WDR 5 zusammen mit Martin Stankowski die „literarischen Sommernächte“ auf Burg Wilhelmstein bei Aachen.[45]

Bei NDR Kultur rief er die wöchentliche Reihe Roger Willemsen legt auf – Klassik trifft Jazz ins Leben.[46] Dort stellte er jeweils ein Stück aus Klassik und Jazz einander gegenüber und erläuterte sie musikwissenschaftlich und humorvoll. Der Zuhörer erfuhr Hintergründe und Lebensgeschichten über Musiker beider Genres. Zusätzlich zu den etwa 150 Folgen fanden etwa viermal im Jahr im Rolf-Liebermann-Studio des NDR in Hamburg Live-Aufnahmen mit Publikum statt.

Eine weitere musikalische Sendereihe in Zusammenarbeit mit Anke Engelke unter dem Titel Engelke & Willemsen legen auf startete am 20. Oktober 2012 in Hannover.[47]

Bühne und Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Willemsen und Gregor Gysi, 2013

2005/2006 war Willemsen mit seinem Erzählprogramm Und Du so? auf Theatertournee. 2007 startete er zusammen mit Dieter Hildebrandt auf der Lit.Cologne das Tourneeprogramm Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort. Die Weltgeschichte der Lüge. Von März bis Dezember 2009 veröffentlichte er im ZEITmagazin die Interview-Kolumne Warum machen Sie das?[48] als Resonanz auf die Gespräche Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt, geführt von Chefredakteur Giovanni di Lorenzo. Willemsen galt seitdem als Befürworter der Cannabis-Legalisierung, was er auch gelegentlich in Gesprächsrunden durchblicken ließ.[49]

Durch eine scharf formulierte Kolumne über Heidi Klums Modelshow Germany’s Next Topmodel in der sonntaz geriet Willemsen im Mai 2009 in die Schlagzeilen.[50][51]

Er rechtfertigte seinen Beitrag vom Dezember 2010 in der Nullnummer von Jürgen Elsässers Monatsmagazin Compact zwischen Thilo Sarrazin als Aufmacher und Eva Hermans Thesen damit, dass er bei einem noch neuen Blatt dessen Ausrichtung und Seriosität erst nach dessen Erscheinen habe prüfen können. Mit den Hintergründen seiner dortigen Koautoren konfrontiert, bezeichnete er diese als in der Tat verstörend und berief sich darauf, dass er zu vertrauensselig gegenüber seinem Mittelsmann gewesen sei. Dieser sei ein Mitarbeiter von Andreas Abu Bakr Riegers Islamischer Zeitung gewesen. Rene Martens von der taz fühlte sich daraufhin veranlasst, Parallelen zu Interviewpartnern der Jungen Freiheit zu ziehen, die im Nachhinein erklärten, sie hätten nicht genau gewusst, mit wem sie reden würden, und verwies auf die Existenz von Suchmaschinen.[52]

Im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern wurde am 24. Juli 2015 eine Veranstaltung als Projekt der Körber-Stiftung durchgeführt unter dem Titel „Pavillon Zukunft - Musik in der Zeit verorten - Ein Zukunftspanorama rund um das Gutshaus Landsdorf“.[53] Den Auftakt machte Roger Willemsen mit einem Vortrag über die Zukunft.[54] Es sollte Willemsens vorletzter öffentlicher Auftritt (vor Thadeusz) sein. Kurz danach erfuhr er von seiner Krankheit und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück. Diese Rede wurde 2016 als Buch Wer wir waren herausgegeben von seiner Nachlassverwalterin Insa Wilke.

Verfilmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Produzent Hubertus Meyer-Burckhardt brachte der Regisseur Josef Rusnak 2011, leicht variiert, eine Verfilmung von Willemsens Roman Kleine Lichter heraus. Hauptdarstellerin in dem Monologfilm Valerie ist Franka Potente, die eine Frau spielt, die für ihren im Koma liegenden Mann per Handkamera ein Video bespricht.[55]

Soziales Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roger Willemsen war in zahlreichen Hilfsorganisationen tätig, z. B. bei Amnesty International[56] und Terre des Femmes.[57] Zugleich arbeitete er als Botschafter der von CARE International und UN-Flüchtlingshilfe gemeinsam verwirklichten Afghanistan-Kampagne Helfen steckt an.[58] Seit dem Frühjahr 2006 war er Schirmherr[59] des Afghanischen Frauenvereins e. V., der seinen Sitz in Deutschland hat und für den er sich persönlich sehr engagierte. 2006 erschien sein Buch Hier spricht Guantánamo, für das er ehemalige Guantanamo-Häftlinge über ihre Haftumstände interviewte. Willemsen unterstützte die Aktion Deine Stimme gegen Armut,[60] war Pate des Kinderhospizes Bethel für sterbende Kinder[61] und Mitglied der globalisierungskritischen Vereinigung Attac.[62]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Grab von Roger Willemsen, 2017, Friedhof Ohlsdorf in Hamburg

Roger Willemsen war nicht verheiratet und blieb kinderlos.[63] Er lebte „gerne allein“ und obwohl er keine Kinder hatte, verstand er sich „sehr gut mit Kindern“.[64] Willemsen hatte Beziehungen zu mehreren Schauspielerinnen.[65] Da Willemsen über ein „Talent zur Freundschaft“[66] verfügte, hatte er auch viele Freunde, zu seinen engsten Freunden gehörte der lit.Cologne-Gründer Werner Köhler.[67]

Am 18. August 2015 wurde bekannt, dass Willemsen an Krebs erkrankt war.[68] Er starb am 7. Februar 2016 im Alter von 60 Jahren in seinem Haus in Wentorf bei Hamburg an den Folgen der Krankheit. Die öffentliche Trauerfeier fand am 22. Februar 2016[69] auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg statt. Die anschließende Beisetzung erfolgte im engsten Kreis (Grab AE17-24-26 / westlich von Kapelle 7).[70] Die große Fritz-Schumacher-Halle des Friedhofs war mit über 300 Ranunkel-Töpfchen - Willemsens Lieblingsblumen - geschmückt worden, von denen sich, auf Wunsch von Roger Willemsen, jeder der Trauergäste eines mitnehmen durfte.[71][72] Die Bank neben dem Grab spendete der Afghanische Frauenverein e.V.,[73][74] dessen Schirmherr Roger Willemsen seit 2006 gewesen war. Die Inschrift auf der Bank in der afghanischen Sprache Dari ist ein Zitat: „Ich möchte Menschen glücklicher zurücklassen, als ich sie vorgefunden habe. Roger Willemsen“.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Willemsens Beliebtheit und Reichweite erstreckte sich nicht nur auf einen kleinen Kreis von Gleichgesinnten, sondern erfasste Menschen aus allen Schichten[75] und Kulturen.[76] Bemerkenswert für seine Kollegen aus dem Kultur- und Medienbereich ist schon allein das Phänomen, dass ausgerechnet ein Intellektueller so viel Sympathien erhalten konnte. „Roger Willemsen betrat eine Bühne und schon nach wenigen Minuten vollzog sich eine fast sinnlich wahrnehmbare, kollektive Übertragung: Alle wollten sein wie er. Schlagfertig, belesen, weitgereist, engagiert und intelligent.“[75] Da er ab Oktober 2001[9] sich weitgehend von Fernsehproduktionen wieder zurückzog, konnten die Sympathien für ihn daher nicht die Folge massenmedialer Dauerpräsenz sein.

Seinen Freunden und Bekannten zufolge beruhte seine Beliebtheit darauf, dass er in all seinen Reden und Gesprächen einen hochintensiven und positiven Austausch pflegte. Diese positive Intensität ging sowohl auf Fernsehzuschauer als auch auf Gesprächspartner im privaten Rahmen über: „Roger Willemsen konnte mitreißen, begeistern, neugierig machen, fesseln, Lust auf Neues machen. Er hatte eine Präsenz, die ihresgleichen suchte.“[77] Sowohl das Schreiben auf Reisen als auch das Vorlesen und Diskutieren auf Lesetourneen waren immer auf einen intensiven Dialog ausgerichtet.[78][79]

Seine Intelligenz,[80] die ihm auch seine wenigen Gegner wie etwa Kay Sokolowsky von konkret[81] oder Reinhard Mohr vom Spiegel[82] nicht absprachen, war jedoch nicht auf den geistigen Bereich beschränkt, sondern umfasste ebenso die soziale und emotionale Ebene: „Seine emotionale Intelligenz, seine einmalige Präsenz haben mich, haben uns immer wieder beflügelt und angetrieben. Er galt schon früh als weiser Mann“, so der Publizist Manfred Bissinger. Darüber hinaus charakterisierte er ihn als einen „überaus warmherzigen Menschen, [...] einen Homo intellectus, der uns alle mit seiner bedingungslosen – im Sinne von völlig voraussetzungsloser – Liebe beschenkte.“[28] Als ein Intellektueller mit einer hohen emotionalen Intelligenz blieb er daher bis heute eine „Ausnahmeerscheinung unseres Kulturlebens“.[83]

Arbeitsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Enthusiasmus und die Intensität, die er in der Begegnung mit Menschen pflegte, verband er beim Schreiben mit der Genauigkeit.[84] In den Reisegeschichten Die Enden der Welt (2010) schrieb er daher von seinem „Rausch der Genauigkeit“, andere von „überwältigender Beschreibungsintensität“ seiner Prosa.[85] „Das Prinzip ist Genauigkeit. Ich habe das Gefühl, ich lebe in dem Augenblick konzentriert, wo ich genauer lebe. Das heißt, dass Wirklichkeit dann sehr schnell sprachförmig wird. Ich möchte das, was ich im Augenblick sehe, so präzise für mich selber formulieren können.“[86] Für die Präzision seiner Beschreibungen waren für ihn ein Stift und ein Moleskine-Notizbuch unverzichtbar, die er stets mit sich führte.[87] In seiner Literatur beschränkte er sich auf die kleine Form, wie etwa die Kurzgeschichte, das Essay, Aphorismus und die Rede, doch wollte er zeitlebens den einen, „großen“ Roman noch schreiben.[87]

Willemsen war ein hochproduktiver Autor, der seine vielen Tätigkeiten nicht als Arbeit empfand. Freunde beschreiben ihn als „workaholic“ oder Monomanen, der mit vier Stunden Schlaf auskam und stets mehrere Projekte zugleich betrieb.[88] „Er hat in dieser viel zu kurzen Zeit, die sein Leben war, mindestens sieben Leben gelebt. Er war überall gleichzeitig. 2.000 Interviews, 36 Bücher, Hunderte von Fernsehsendungen, Rundfunkarbeiten, unzählige Hörbücher, Zeitungsartikel, Drehbücher, Regiearbeiten, Lehraufträge, Reden, Reisen. Alles im Übermaß. Woher er den unerschöpflichen Brennstoff für all das bezog, werden wir jetzt nie mehr erfahren.“[87]

Neben dem Schreiben hielt Willemsen auch die „geglückte Kommunikation“ für „überhaupt das Beste, was es gibt“.[89] Konzentration und Intensität in der schriftlichen und in der persönlichen Kommunikation waren für ihn ein und dasselbe Mittel, um Glück und Zuwendung zu erfahren und zu geben.[89]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tonträger (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roger Willemsen mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2015
  • 2006: „Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort“ – Die Weltgeschichte der Lüge. Live von Traudl Bünger, Roger Willemsen
  • 2007: Roger Willemsen liest Brehms Tierleben – Teil 1 (Exotische Säugetiere) von Alfred Edmund Brehm
  • 2007: Roger Willemsen liest Brehms Tierleben – Teil 2 (Heimische Säugetiere) von Alfred Edmund Brehm
  • 2007: Roger Willemsen liest Brehms Tierleben – Teil 3 (Vögel) von Alfred Edmund Brehm
  • 2007: Roger Willemsen liest Brehms Tierleben – Teil 4 (Kriechtiere, Lurche, Fische, Insekten, niedere Tiere) von Alfred Edmund Brehm
  • 2007: Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort – Die Weltgeschichte der Lüge – Live-Mitschnitt von der lit.Cologne 2007 mit Roger Willemsen und Dieter Hildebrandt
  • 2007: Ich bin nicht Karl May CD von Götz Alsmann. Mit Texten von Roger Willemsen. Sprecher: Roger Willemsen, Christian Brückner, Götz Alsmann
  • 2008: Der Knacks – Hörbuch von Roger Willemsen
  • 2008: Dem Vergessen entrissen – Eine Hommage an Richard Yates (Schriftsteller). Live-Mitschnitt mit Maria Schrader und Joachim Król, Random House Audio, ISBN 978-3-86604-930-7
  • 2009: Bangkok Noir – Hörbuch von Roger Willemsen
  • 2009: Die wundersamen Irrfahrten des William Lithgow von William Lithgow, herausgegeben von Roger Willemsen
  • 2010: Karneval der Tiere. Eichborn zum Hören, Hörbuch von Roger Willemsen
  • 2010 Die Enden der Welt – Hörbuch von Roger Willemsen
  • 2011: Auf entlegenen Posten – Hörbuch von Roger Willemsen
  • 2011: Bibel vs. Koran – Hörbuch gelesen von Roger Willemsen und Serdar Somuncu, herausgegeben von Simon Akstinat
  • 2012: Das müde Glück – Hörbuch gelesen von Roger Willemsen, Sofia Brandt und Matthias Brandt, mit Musik von Ulrich Tukur, Tacheles Verlag, Bochum (1 CD, 47 Minuten)
  • 2012: Mir kocht die Blut! – Hörbuch von Roger Willemsen
  • 2012: Momentum – Hörbuch von Roger Willemsen
  • 2014: Das Hohe Haus: Ein Jahr im Parlament – Hörbuch, gelesen von Roger Willemsen, Annette Schiedeck und Jens-Uwe Krause

Musik-CDs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: Non Stop Travels With Roger Willemsen & Trio In C von Michel Petrucciani
  • 2007: 99 × Jazz – Das klingende Lexikon – 3 CDs, gelesen von Roger Willemsen
  • 2011: My Favourite Things (Jazz) von Roger Willemsen
  • 2012: My Favourite Things – Singers (Jazz) von Roger Willemsen
  • 2017: Willemsen legt auf (9 CDs, 1 DVD)[92]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dankesrede von Roger Willemsen für den Julius-Campe-Preis 2011

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

-- alphabetisch --

Willemsen im Gespräch (Filmauswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gast bei Jörg Thadeusz: Roger Willemsen, Publizist. Gespräch, Deutschland, 2015, 30:13 Min., Moderation: Jörg Thadeusz, Produktion: Räuberleiter GmbH, rbb, Reihe: Thadeusz, Erstsendung: 11. August 2015, Inhaltsangabe von ARD, online-Video.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Roger Willemsen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Nachrufe

Interviews[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Podcasts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tilman Spreckelsen: Roger Willemsen ist tot. Bis ans Ende der Welt und weiter. In: FAZ, 8. Februar 2016.
  2. lk/kiru/dpa: Im Alter von 60 Jahren: Bestseller-Autor Roger Willemsen gestorben. In: Focus, 8. Februar 2016: „Roger Willemsen, einer der beliebtesten Intellektuellen des Landes ... “.
  3. Roger Willemsen: Verblaßte Mythen: Das Feuilleton. Rückblick auf die Geschichte einer Gattung. In: Süddeutsche Zeitung, 25. September 1997, Artikelanfang.
  4. Gregor Dotzauer: Auch die heile Welt hat ihren Knacks. In: Tagesspiegel, 8. Februar 2016: „Dieser Mann hatte offenbar viele Seiten, die nicht im weichgespült Telegenen aufgehen wollten. Und so wusste Willemsen schon früh, dass er mit dem Fernsehen und seinem Geschwätz nicht untergehen wollte.“
  5. Roger Willemsen: „... dass die auflagenstarke deutsche Publizistik - von konkret und Titanic abgesehen - weitgehend harmoniebedürftig ist und sich in punkto Kritik nie viel hat zuschulden kommen lassen. Die veröffentlichte Meinung ist von einer Einförmigkeit, die politische Kritik von einer Ausgewogenheit, die populäre Satire von einer Harmlosigkeit, die in Europa kaum ihresgleichen finden.“ In: Kopf oder Adler. Ermittlungen gegen Deutschland, Edition Tiamat, Berlin 1990, ISBN 3-923118-47-3, zitiert von René Martens: Altpapier. In: evangelisch.de, 10. Februar 2016.
  6. Roger Willemsen ist tot. In: LVZ, 8. Februar 2016: „Populär wurde Willemsen vor allem mit essayistischen Reisebüchern ...“
  7. Manfred Bissinger: Trauerrede für Roger Willemsen. In: Literaturhaus Hamburg, 22. Februar 2016: „Ich denke, es war vor allem die Empathie, die ihn zusammenhielt. Und seine überbordende Fähigkeit zum Mitgefühl. Bei Roger Willemsen handelte es sich dabei nicht um die journalistisch-handwerkliche Taktik des sogenannten »Einfühlungsvermögens«, sondern um nichts Geringeres als um ein Lebensprinzip.“
  8. z.B. Karin Großmann: Der Leidenschaftliche. In: Sächsische Zeitung, 9. Februar 2016.
  9. a b Matthias Wulff: Roger Willemsen: Er unterhielt, ohne zu unterfordern. In: Berliner Morgenpost, 8. Februar 2016: „Im Oktober 2001 kündigte Willemsen nach elf Jahren Fernseharbeit seinen Abschied vom Bildschirm an.“
  10. Michael Schmitt: Stets interessiert und offen. Erinnern an Roger Willemsen. In: 3sat, 16. Februar 2017.
  11. Gregor Dotzauer: Auch die heile Welt hat ihren Knacks. In: Tagesspiegel, 8. Februar 2016: „Nie hat das Fernsehen in so kurzer Zeit mehr für den Jazz getan. Überhaupt war er ein Musikkenner, dem zwischen dem alten Europa, dem Orient und der Neuen Musik nichts fremd war.“
  12. a b c d e Kirsten Haake: „0137“-Moderator Roger Willemsen. Der Musil-Mann. In: Medium Magazin, 1992, Nr. 5, S. 4–7, (PDF; 3,44 MB), Titelbild.
  13. Helga König: Helga König im Gespräch mit Prof. Dr. Roger Willemsen. In: interviews-mit-autoren.blogspot.de, September 2012.
  14. se: Roger Willemsen. In: Munzinger-Archiv, 10. November 2015, nur Artikelanfang.
  15. Hans-Peter Fuß: Es geht um die leisen Momente. In: General-Anzeiger (Bonn), 1. Oktober 2013, Interview mit Willemsen.
  16. a b c d Peter Brandt: Epiphanie des Bildungs-Glücks. Roger Willemsen über durstige Lerner und traurige Weise. In: die Zeitschrift, 2006, Interview.
  17. a b c d e Gesprächstext: alpha-Forum: Roger Willemsen, Autor und Moderator. In: Bayerischer Rundfunk, 2001, Manuskript, (PDF; 17 S., 58,5 KB).
  18. Prominente Sitzenbleiber. Ich war faul und desinteressiert. In: FAZ, 31. Mai 2014.
  19. D. v. Hoerschelmann: Ehemaliger Helmholtz-Schüler Roger Willemsen ist gestorben. In: helmholtzblog, 8. Februar 2016.
  20. Mariam Schaghaghi: Warum weinst du, Onkel? In: Berliner Zeitung, 18. März 2006, Interview mit Willemsen.
  21. Willemsens Stipendien-Nachweis in: Max-Alexander Borreck, Jan Bruckmann, Das Insider-Dossier: Der Weg zum Stipendium, S. 220: Evangelisches Studienwerk Villigst. Satzweiss.com, 2013, ISBN 978-3940345554.
  22. Willi Winkler: Er konnte alles besser als alle. In: Süddeutsche Zeitung, 8. Februar 2016, (nur eingeschränkt zugänglich).
  23. Roger Willemsen: »Da tritt der ganze Mensch heraus«. (Memento vom 14. März 2016 im Internet Archive). In: konkret, 1990, Heft 3.
  24. Die Weisen von Zion sterben nicht aus. In: konkret, 2008, Heft 2.
  25. Ausschneiden & Einkleben. In: konkret, 2008, Heft 7.
  26. AutorInnensuche. In: konkret.
  27. Ulrike Simon: „Die Woche“: Schattengewächs. In: Tagesspiegel, 19. Februar 2000.
  28. a b Manfred Bissinger: Liebe in der Wahrheit. In: hundertvierzehn.de – das literarische Online-Magazin des S. Fischer Verlags, 22. Februar 2016.
  29. AutorInnensuche. In: konkret.
  30. Roger Willemsen wird Honorarprofessor an der Humboldt-Universität. In: Humboldt-Universität, 24. Juni 2010.
  31. Heide-Ulrike Wendt: Die Kunst der Frage: Sandra Maischberger. In: heideulrikewendt.de, 2000.
  32. Who we are. (Memento vom 19. September 2016 im Internet Archive). In: noanoa.com, 2016: „The name Noa Noa means ‘simple and harmonious’ in Tahitian“.
  33. Noa Noa. (Memento vom 12. März 2013 im Internet Archive). In: roger-willemsen.de.
  34. Willemsens Zeitgenossen. (Memento vom 27. Januar 2016 im Internet Archive). In: roger-willemsen.de.
  35. Willemsens Musikszene. (Memento vom 15. März 2016 im Internet Archive). In: roger-willemsen.de.
  36. Nachtkultur mit Willemsen. (Memento vom 15. März 2016 im Internet Archive). In: roger-willemsen.de.
  37. Welcome Home – Künstler sehen Deutschland. (Memento vom 6. Juni 2016 im Internet Archive). In: roger-willemsen.de.
  38. a b Roger Willemsen – Biographie. (Memento vom 23. April 2015 im Internet Archive). In: roger-willemsen.de.
  39. siehe Roger Willemsen: Macht das Fernsehen dumm? Roger de Weck im Gespräch mit dem neuen „Literaturclub“-Moderator. In: SF DRS, Gesprächsreihe Sternstunde Philosophie, Erstsendung: 1. Februar 2004, 60 Min., wiederholt in 3sat, 7. Februar 2004, (Beleg); z.T. abgedruckt in: Der Zwerg muss weg!, Fono Forum, 2012, Nr. 2, S. 47, (Quelle).
  40. Harald Suerland: Der kluge Beobachter. In: Westfälische Nachrichten, 8. Februar 2016.
  41. Bauerfeind assistiert Roger Willemsen. (Memento vom 17. Februar 2016 im Webarchiv archive.is). In: 3sat, 13. Februar 2014.
  42. Thadeusz. Gast bei Jörg Thadeusz: Roger Willemsen, Publizist. In: rbb / ARD, 11. August 2015, wiederholt am 9. Februar 2016, online-Video.
  43. a b Felix-Rexhausen-Preis für „Er sucht ihn – Männerliebe literarisch“. In: Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ), 18. Juli 2010, aufgerufen am 9. März 2017.
  44. WDR 5 spezial zum Jahreswechsel: Silvester mit Anke Engelke und Roger Willemsen. (Memento vom 2. Januar 2015 im Internet Archive). In: WDR 5, 31. Dezember 2014.
  45. Foto: WDR5 Literarische Sommernacht 2012 in Würselen, Burg Wilhelmstein. Moderation: Martin Stankowsky und Roger Willemsen. In: Burg-Wilhelmstein.com, aufgerufen am 8. März 2017.
  46. Klassik trifft Jazz. (Memento vom 15. Januar 2016 im Internet Archive). In: NDR Kultur, 3. November 2015, mit Video: 7 Fragen an ... Roger Willemsen, 2:49 Min.
  47. Engelke & Willemsen legen auf. (Memento vom 31. August 2012 im Internet Archive). In: NDR, 20. Oktober 2012.
  48. Serie: Roger Willemsen fragt. In: Zeitmagazin, März – Dezember 2009.
  49. Christoph Forsthoff: Anne Will erleidet mit den Piraten Schiffbruch. In: stern, 22. September 2011: „ ... außer einem Bekenntnis zum straffreien Kiffen von Roger Willemsen brachte die Runde keine neuen Einsichten.“
  50. pad/ddp: Schlagabtausch geht in die zweite Runde. In: Spiegel Online. 28. Mai 2009, abgerufen am 2. August 2009.
  51. Christian Ihle: Best Of Schmähkritik: #16 – Roger Willemsen über Heidi Klum. In: taz, 14. August 2012, mit einem Kommentar von Willemsen aus der SZ.
  52. Rene Martens: Roger Willemsen schreibt für „Compact“ – Mit Thilo und Eva in einem Blatt. In: taz, 17. November 2010.
  53. Pavillon Zukunft – Musik in der Zeit verorten. In: landsdorf.de, 1. Februar 2015.
  54. Tom R. Schulz: Landsdorf. Die Zukunft der Musik im „Pavillon der Jahrhunderte“. In: Hamburger Abendblatt, 28. Juli 2015.
  55. Johanna Zimmermann: Filmkritik: „Valerie“: Impotente Poesie. In: Focus, 20. September 2011.
  56. Nina Tesenfitz: Interview mit Roger Willemsen: „Obszönes Verhältnis zum Grauen“. In: Amnesty International Journal, Dezember 2003.
  57. Bilanz der Benefiz-Kunstauktion von Terre des Femmes: Beratungsstelle langfristig gesichert. In: Terre des Femmes, 25. Februar 2013.
  58. Stimmen für Afghanistan – Zitate der Kampagnen-Botschafter. (Memento vom 4. April 2006 im Internet Archive) In: Das CARE-Projekt – Bildung für Mädchen und Frauen, 2005.
  59. a b Prix Pantheon 2012 – „Leidenschaftliche Zeitgenossen“ – ein Abend mit Sonderpreisträger Roger Willemsen am 4.11.2012 im Pantheon Bonn. In: Afghanischer Frauenverein.
  60. Rückblick G8-Konzert in Rostock 2007. (Memento vom 12. Oktober 2007 im Internet Archive) In: Deine Stimme gegen Armut.
  61. Paten. Roger Willemsen: „Der Inbegriff einer humanitären Großtat“. (Memento vom 11. Februar 2016 im Internet Archive). In: Kinderhospiz Bethel.
  62. Roger Willemsen. In: attac, aufgerufen am 9. März 2017: „Willemsen ist Attac-Mitglied seit dem 7. Mai 2009.“
  63. Ulla Heyne und Pascal Faltermann: Roger Willemsen spricht im Interview vor seiner Lesung in Scheeßel über Weltenden und Sprachlosigkeit. „Der Reisende kommt nie an“. In: Rotenburger Kreiszeitung, 31. März 2011.
  64. Dirk von Nayhauss: Fragen an das Leben. Roger Willemsen über die Liebe: „Die Liebe ist der größte, immerwährende Traum.“ In: chrismon, August 2012, aufgerufen am 9. März 2017.
  65. Doris Banuscher: Willemsens Tradition des Erzählens im St. Pauli-Theater. In: Die Welt, 17. Januar 2006 und Ein Abend für Roger Willemsen. In: NDR Kultur, 27. Februar 2017, Bild 2.
  66. Katja Scholtz: Ein idealer Freund. In: hundertvierzehn.de – das literarische Online-Magazin des S. Fischer Verlags, Februar 2016.
  67. Werner Köhler: »He ain’t heavy – he’s my brother«. In: hundertvierzehn.de – das literarische Online-Magazin des S. Fischer Verlags, 22. Februar 2016. He Ain't Heavy, He's My Brother ist ein Lied der Hollies; vgl. Liedtext in songtexte.com.
  68. Roger Willemsen an Krebs erkrankt. Diagnose kurz nach 60. Geburtstag. (Memento vom 26. Februar 2016 im Internet Archive). In: WDR Aktuell, 18. August 2015.
  69. Trauerfeier Roger Willemsen. In: hundertvierzehn.de – das literarische Online-Magazin des S. Fischer Verlags, Februar 2016.
  70. Foto: Das Grab von Roger Willemsen. In: knerger.de.
  71. red/dpa: Trauerfeier für Roger Willemsen. Freunde und Wegbegleiter nehmen Abschied. In: Stuttgarter Nachrichten, 22. Februar 2016, mit Fotogalerie.
  72. Iris Radisch: Roger Willemsen: Wie man Trauergäste beschenkt. In: Die Zeit, 10. März 2016, Nr. 10.
  73. Wir trauern um Roger Willemsen. In: Afghanischer Frauenverein.
  74. Nadia Nashir: Dein Stuhl ist leer. (Trauerrede) In: hundertvierzehn.de / S. Fischer Verlag, 22. Februar 2016, aufgerufen am 9. März 2017.
  75. a b Nils Minkmar: Der Anti-Spießer. In: SpOn, 8. Februar 2016: „Die Leute vertrauten ihm, keineswegs nur die Kollegen, die urbanen Auskenner, Akademiker und Hipster – seine Anhängerschaft ging weit darüber hinaus. [...] Familienunternehmer liebten ihn ebenso innig wie Handwerker und Rentner.“
  76. Berlin trauert um Weltbürger Roger Willemsen. (Memento vom 11. März 2017 im Webarchiv archive.is). In: rbb, 8. Februar 2016: „Als kluger Kurator und Moderator hat er uns allen die vielfältige Welt anderer Kulturen erfahrbar gemacht und gezeigt, welch großer Gewinn und welche Einsicht, gerade in der heutigen Zeit, in der anhaltenden kulturellen Neugier liegt.“
  77. Wir trauern um unseren Freund Roger Willemsen. In: lit.Cologne, März 2017.
  78. Marc Reichwein: Der klügste Mann vom Fernsehen ist tot. In: Die Welt, 8. Februar 2016: „Er war beliebt. [...] Wer ihn je erlebte, ob bei Veranstaltungen oder in seiner eigenen Talkshow, war begeistert von seinem beflissenen Wesen – und Wissen. Es sprühte und sprudelte ja immer nur so aus ihm heraus.“
  79. Dörte Staudt: Roger Willemsen: Spiel mit dem kollektiven Igitt-Gefühl. In: Kölnische Rundschau, 15. November 2011, zu seiner Lesung im Siegburger Stadtmuseum.
  80. „dass er schon drei kluge Sätze gesagt hat, bevor man den eigenen dummen, den man auf der Zunge hat, noch verwerfen könnte.“ Matthias Altenburg, zitiert von Gottfried Böhmer (NDR): Irgendwie machte er alle glücklich. Roger Willemsen, jedes Wort ein Treffer, jeder Satz wie eine Welle. In: Gesellschaft Freunde der Künste (GFDK), 11. Februar 2016.
  81. Kay Sokolowsky: Willemsens Welt – kritischere Rezension von „Hier spricht Guantánamo“. In: konkret, März 2006.
  82. Reinhard Mohr: Der Knecht der Prominenz. In: Der Spiegel, 13. Januar 1997.
  83. Lothar Schröder: Nachruf auf Roger Willemsen. Entertainer des Geistes. In: Rheinische Post, 6. Februar 2016: „Bis man sich einfach damit abfand, ihn als Ausnahmeerscheinung unseres Kulturlebens zu akzeptieren.“
  84. Lea Bernsmann: Von Flegeln und Liebe: Willemsen in Oldenburg. In: Nordwest-Zeitung, 21. Mai 2014, Interview. Frage: „Ist der Beobachter die Rolle Ihres Lebens?“ Willemsen: „Vielleicht die stärkste. Ich liebe die Genauigkeit, die Präzision. Das Beschreiben und in Worte fassen ist für mich die glücklichste aller Existenzformen.“
  85. Daniel Haas: Roger Willemsen: Die Enden der Welt. Weg mit dem Ich. In: FAZ, 2. Oktober 2010.
  86. Timo Stein: „Es gibt einen Eros der Ideen.“ In: Cicero, 12. September 2012, Interview.
  87. a b c Iris Radisch: Nachruf Roger Willemsen: Alles im Übermaß. In: Die Zeit, 25. Februar 2016.
  88. Rosvita Krausz: Erinnerungen an Roger Willemsen. Freigeist und Menschenfreund. In: Deutschlandfunk, Radio-Feature, 12. Mai 2017, 50 Min., Manuskript als PDF; (24 S., 421 kB) und als Text-Datei in RTF (ohne Umlaute); als Audio-Datei, 50 Min., verfügbar bis 18. November 2017.
  89. a b Julia Abach: „Glückliche Kommunikation ist das Beste was es gibt!“ In: N24, 21. Dezember 2004.
  90. Besprechung von Richard Schroetter: Verborgener Grund. Samuel Pepys: „Die geheimen Tagebücher“. In: Deutschlandfunk, 1. September 2004.
  91. Besprechung von Iris Radisch: Wer wir waren. In: Die Zeit, 22. Dezember 2016.
  92. Roger Willemsen – Willemsen legt auf. In: NDR, 2017, aufgerufen am 10. März 2017 und Besprechung „Willemsen legt auf“-Box. In: NDR Kultur, 24. Februar 2017, Audio-Datei, 4:27 Min.
  93. Das Goldene Kabel. In: kulturpreise.de, aufgerufen am 6. Mai 2017.
  94. Ausgezeichnet! Roger Willemsen erhält den Julius-Campe-Preis. In: Buchjournal, 7. September 2011.
  95. Seine Rede für Hildebrandt. In: tz und Unsere Rosenstrauß-Preisträger. In: tz, 23. Dezember 2013; vgl. Roger Willemsen wünscht sich ein Museum für Hildebrandt. In: Focus, 2. Dezember 2013.
  96. 2015 | Roger Willemsen. In: Heinrich-Heine-Gesellschaft, 2015, aufgerufen am 11. März 2017 und dpa/lnw: Ehrengabe der Heine-Gesellschaft geht an Roger Willemsen. In: Die Welt, 18. Februar 2015.