Roger de Weck

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Roger de Weck (2010)

Roger François Philippe de Weck (* 17. Oktober 1953 in Freiburg i.Ü., heimatberechtigt ebenda) ist ein Schweizer Publizist und Manager. Er war von Anfang 2011 bis Ende September 2017 Generaldirektor der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG SSR).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Wirtschaftsgeschichte an der Universität St. Gallen (HSG) stieg der zweisprachige Schweizer als Wirtschaftsredaktor und Zürcher Korrespondent der Tribune de Genève in den Journalismus ein. Mit Max Mabillard veröffentlichte er 1977 den Bestseller Scandale au Crédit Suisse (auf Deutsch Der Fall Chiasso) über einen Finanzskandal bei der Grossbank Credit Suisse, damals noch Schweizerische Kreditanstalt. 1979 wechselte er als Wirtschaftsredaktor zur Zürcher Weltwoche. Von 1983 an arbeitete er für die Hamburger Wochenzeitung Die Zeit als politischer Redaktor, Pariser Korrespondent, Reporter und – nach einem Jahr im Verlag – als Leiter des Wirtschaftsressorts. 1992 kehrte er als Chefredaktor des Tages-Anzeigers zurück nach Zürich. 1997 wechselte er abermals nach Hamburg zur Zeit, diesmal als Chefredaktor.

Von 2001 bis 2010 war Roger de Weck freier Publizist. Er schrieb für Printmedien in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Auch moderierte er regelmässig die Fernsehsendung Sternstunde Philosophie im Schweizer Fernsehen. Von 2004 bis 2010 war er Präsident des Stiftungsrats des Genfer Graduate Institute of International and Development Studies. De Weck ist Lehrbeauftragter am College of Europe in Brügge und Warschau/Natolin, Stiftungsrat des Aachener Karlspreises, Herausgeber der aussenpolitischen Buchreihe Standpunkte der Körber-Stiftung und Ehrendoktor der Universität Luzern wie auch der Universität Freiburg.[1] 2004 erhielt er den Medienpreis Davos.

Am 18. Mai 2010 wurde er per 1. Januar 2011 als Nachfolger von Armin Walpen zum Generaldirektor der SRG SSR gewählt.[2] Sein Nachfolger wurde am 1. Oktober 2017 Gilles Marchand.[3]

Roger de Weck lebt in Zürich und Bern.[4] Er ist verheiratet und Vater von vier Kindern, darunter die Lektorin und Herausgeberin Margaux de Weck und die Schauspielerin und Autorin Laura de Weck. Er ist der Sohn des Schweizer Bankiers Philippe de Weck.

Varia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roger de Weck wurde zusammen mit fünf beziehungsweise sechs weiteren Personen als möglicher Preisträger der Arosa-Humorschaufel 2013 und 2014 nominiert, eines Jurypreises des Arosa-Humor-Festivals. 2014 gewann er diese Wahl.[5][6]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Fall Chiasso (mit Max Mabillard). Tribune, Genf 1977.
  • Kuhschweizer und Sauschwaben. Schweizer, Deutsche und ihre Hassliebe (Hrsg. mit Jürg Altwegg). Nagel & Kimche, München 2003, ISBN 3-312-00315-6.
  • Nach der Krise. Gibt es einen anderen Kapitalismus? Nagel & Kimche, München 2009, ISBN 978-3-312-00454-6.[7][8]
  • Sind die Schweizer die besseren Deutschen? Der Hass auf die kleinen Unterschiede (mit Jürg Altwegg). Nagel & Kimche, München 2010, ISBN 978-3-312-00457-7.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dies Academicus 2010. In: Website der Universität Freiburg. 15. November 2010.
  2. Roger de Weck wird neuer Generaldirektor der SRG. In: Neue Zürcher Zeitung. 18. Mai 2010.
  3. Gilles Marchand wird Nachfolger von Roger de Weck. In: Neue Zürcher Zeitung. 9. November 2016.
  4. Martin Spieler, Simon Bärtschi: «Wir sind – anders als am Paradeplatz – nicht in erster Linie monetär getrieben.» In: SonntagsZeitung. 31. März 2013 (Interview).
  5. Elf Tage Schnee und Humor in Arosa. In: Aroser Zeitung. 29. November 2013, S. 1 ff.
  6. Arosa-Humorschaufel geht an SRG-Generaldirektor Roger de Weck. In: Blick.ch. 6. Dezember 2014; abgerufen am 6. Dezember 2014.
  7. Ralph Gerstenberg: Eigentum verpflichtet! In: Deutschlandfunk. 16. November 2009 (Rezension).
  8. Uwe Jean Heuser: Wie der Kapitalismus zu retten wäre. In: Die Zeit. 20. November 2009 (Rezension).