Roggliswil

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Roggliswil
Wappen von Roggliswil
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern LU
Wahlkreis: Willisau
BFS-Nr.: 1142i1f3f4
Postleitzahl: 6265
UN/LOCODE: CH RWL
Koordinaten: 633857 / 229097Koordinaten: 47° 12′ 43″ N, 7° 53′ 8″ O; CH1903: 633857 / 229097
Höhe: 560 m ü. M.
Fläche: 6,23 km²
Einwohner: 661 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 106 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
6,5 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.roggliswil.ch
Dorfzentrum

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Karte
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Roggliswil ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Willisau des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Nordwesten des Kantons Luzern und ist hufeisenförmig, im Westen, Norden und Osten, von der Gemeinde Pfaffnau umschlossen. Der ganze Ort liegt in einem hügeligen Gebiet. Roggliswil-Dorf, der Ortsteil Niederwil (539 m ü. M.) nordöstlich und der Weiler Netzelen (588 m ü. M.) südwestlich sind mittlerweile zusammengewachsen. Westlich von Roggliswil-Dorf und Netzelen liegt der Bannwald (636 m ü. M.) - in südlicher Richtung der Eglermooswald und im Osten der Hornwald. Der Steinbach, der bei Erpolingen (Gemeinde Grossdietwil) entspringt, fliesst in nordwestlicher Richtung und bildet einen Teil der Südgrenze der Gemeinde. Die Pfaffnern, die südöstlich des Dorfs entspringt, fliesst östlich an Roggliswil-Dorf und Niederwil vorbei nordwärts Richtung Pfaffnau.

Vom gesamten Gemeindeareal von 622 ha werden zwei Drittel (66,1 %) landwirtschaftlich genutzt; 27,5 % sind von Wald und Gehölz bedeckt und 6,1 % Siedlungsfläche.

Roggliswil grenzt an Altbüron, Grossdietwil und Pfaffnau.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1798 523
1850 879
1910 516
1920 518
1950 609
1960 539
1980 554
1990 553
2000 648
2004 656

Von 1798-1850 wuchs die Einwohnerzahl markant an (1798–1850: +68,1 %). Anschliessend setzte bis 1910 eine massive Abwanderung ein (1850–1910: -41,3 %). Das Jahr 1910 verzeichnete den tiefsten Bevölkerungsstand der modernen Zeit. Nach einem Jahrzehnt Stagnation wuchs die Bevölkerung daraufhin bis ins Jahr 1950. Nach einer zweiten Abwanderungswelle in den 1950er Jahren stabilisierte sich die Einwohnerschaft bis ins Jahr 1990. In den 1990er Jahren kam es zu einem starken Bevölkerungswachstum (1990–2000: +17,2 %). Seither stagniert die Zahl der Einwohner.

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung benutzt als Alltagssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 96,30 % Deutsch, 2,01 % Albanisch und 0,62 % Französisch.

Religionen – Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher waren alle Bewohner Mitglied der Römisch-Katholischen Kirche. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) sieht die religiöse Zusammensetzung der Bewohner wie folgt aus. Es gibt 83,02 % römisch-katholische und 8,49 % evangelisch-reformierte Christen. Daneben findet man 2,62 % Konfessionslose und 2,16 % Muslime.

Herkunft – Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2014 waren von den 647 Einwohnern 612 Schweizer und 35 (= 5,4 %) Ausländer.[3] Die Einwohnerschaft bestand aus 94,6 % Schweizer Staatsbürgern. Ende 2014 stammten die ausländischen Einwohner aus Deutschland (51,4 %), Portugal (11,4 %), Italien (2,9 %) und Spanien (2,9 %). 31,4 % stammten aus dem übrigen Europa.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1256 taucht Rocliswil in einer Schenkungsurkunde an das Kloster St. Urban erstmals auf. Ursprünglich den Grafen von Frohburg gehörend, besassen ab dem 13. Jahrhundert die Habsburger die Gemeinde und schlugen sie zur Grafschaft Willisau. In deren Namen übten die Herren von Roggliswil bis 1303 die Regentschaft aus. Diese verkauften ihren Besitz an die Herren von Büttikon. Im Jahr 1407 kaufte die Stadt Luzern die Grafschaft Willisau. Im Gegensatz zu den Nachbargemeinden wurde die Gemeinde der kleinen Landvogtei Wikon und nicht der Landvogtei Willisau zugeteilt. Sie blieb bis 1798 Teil dieser Vogtei. Dann gehörte sie bis 1803 zum Distrikt Altishofen und seither zum damals neu geschaffenen Amt Willisau.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat Roggliswil besteht aus drei Mitgliedern und ist wie folgt aufgestellt:

  • Josef Steinmann-Kreienbühl (parteilos): Gemeindepräsident
  • Brigitte Purtschert-Heller (parteilos): Sozialvorsteherin
  • Hans Blum-Arrigoni (FDP)

Kantonsratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kantonsratswahlen 2015 des Kantons Luzern betrugen die Wähleranteile in Roggliswil: CVP 44,4 %, FDP 25,9 %, SVP 20,2 %, SP 6,7 %, GPS 2,3 %, glp 0,5 %.[5]

Nationalratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2015 betrugen die Wähleranteile in Roggliswil: SVP 32,3 %, CVP 29,8 %, FDP 23,0 %, SP 5,7 %, glp 3,3 %, BDP 3,1 %, Grüne 2,5 %.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roggliswil ist durch die Buslinie Reiden-Pfaffnau-Roggliswil-St. Urban der Gesellschaft SZR ans Netz des öffentlichen Verkehrs angeschlossen. In Reiden gibt es eine Bahnstation an der Linie Luzern-Olten. Die Gemeinde liegt an der Strasse Reiden-Altbüron. Der nächstgelegene Autobahnanschluss ist der von Reiden an der A2 in 7 km Entfernung.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Roggliswil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  3. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach demographischen Komponenten, institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit und Geschlecht (Bundesamt für Statistik, STAT-TAB)
  4. LUSTAT: Gemeindeprofil Roggliswil
  5. LUSTAT: Gemeindeprofil Roggliswil
  6. Nationalratswahlen 2015: Stärke der Parteien und Wahlbeteiligung nach Gemeinden. In: Ergebnisse Nationalratswahlen 2015. Bundesamt für Statistik, 2016, abgerufen am 3. Juni 2016.