Rohrbach (Ilm)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Rohrbach (Ilm)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rohrbach hervorgehoben

Koordinaten: 48° 37′ N, 11° 34′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Pfaffenhofen an der Ilm
Höhe: 411 m ü. NHN
Fläche: 29,62 km2
Einwohner: 6143 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 207 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85296
Vorwahl: 08442
Kfz-Kennzeichen: PAF
Gemeindeschlüssel: 09 1 86 149
Gemeindegliederung: 10 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hofmarkstraße 2
85296 Rohrbach
Website: www.rohrbach-ilm.de
Erster Bürgermeister: Christian Keck (SPD)
Lage der Gemeinde Rohrbach im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
IngolstadtLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis DachauLandkreis EichstättLandkreis FreisingLandkreis KelheimLandkreis Neuburg-SchrobenhausenBaar-EbenhausenErnsgadenGeisenfeldGerolsbachHettenshausenHohenwartIlmmünsterJetzendorfManchingMünchsmünsterPfaffenhofen an der IlmPörnbachReichertshausenReichertshofenRohrbach (Ilm)ScheyernSchweitenkirchenVohburg an der DonauWolnzachKarte
Über dieses Bild

Rohrbach an der Ilm (amtlich Rohrbach a.d.Ilm) ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der namengebende Hauptort Rohrbach liegt in der Aue und auf dem Hang des Tales der Ilm. Das Gebiet der Gemeinde erstreckt sich nach Westen weit aufs Hügelland neben dem Flusstal. Sie gehört zur Planungsregion Ingolstadt und liegt im Hopfenland Hallertau im Dreieck München, Ingolstadt und Augsburg.

Die Gemeinde hat zehn Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rohrbach wurde erstmals im Jahr 869 urkundlich erwähnt.[4][5] Damals übergab die Nonne „Peretkund“ dem Freisinger Bischof Anno ihren Besitz „ad rorpahe“. Im 11. Jahrhundert ist eine „Oza de Rohrbach“ belegt. Sie gehörte zum Geschlecht der Herren von Rohrbach, die auch als „Rorbekher“ bezeichnet wurden und später als Ministeriale der Wittelsbacher Herzöge Bedeutung erlangten. Neben Besitzungen in Altbaiern besaßen sie auch Güter in Schwaben.

Stammsitz der Herren von Rohrbach war eine wehrhafte Burganlage auf dem Rohrbacher Turmberg. Sie wurde 1445 durch Ludwig den Bärtigen, Herzog von Bayern-Ingolstadt in einer kriegerischen Auseinandersetzung mit den Herzögen von Bayern-München und Bayern-Landshut zerstört. Etwa seit dieser Zeit ist die Hofmark Rohrbach belegt. Erst im 16. Jahrhundert wurde die verfallene Burg aufgegeben und das jetzige Schloss in Ortsnähe aufgebaut.

Schloss & Alte Kirche

Mit Johann, Heinrich und Moritz erlosch 1709 das Geschlecht der Herren von Rohrbach im Mannesstamm. 1711 wurde die Hofmark von Max Emanuel von Bertrand, Graf von Perusa erworben. Ihm folgte 1731 Maximilian Klemens Freiherr von Dürsch auf Rohrbach, Rohr, Gambach und Langweid, der 1734 bis 1737 das Schloss umbauen ließ. Dessen Sohn, Rittmeister Kajetan Freiherr von Dürsch, verkaufte die durch Kriege und Missernten abgewirtschaftete Hofmark Rohrbach am 1. Januar 1816 dem königlichen Finanzdirektor des Innkreises, Alois Koch. Dieser wurde 1817 durch den bayerischen König Maximilian I. Josef als „Alois Edler von Koch auf Rohrbach und Sünzhausen“ geadelt. Er erwarb sich große Verdienste um die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Hofmark und der Untertanen. Ihm folgte 1842 sein Sohn Joseph von Koch.

Mit der Verwaltungsneugliederung Bayerns gehörte die Hofmark Rohrbach ab 1803 zum Landgericht Pfaffenhofen im Isarkreis, der 1838 in Oberbayern umbenannt wurde. Durch das Gemeindeedikt vom 17. Mai 1818 entstand die politische Gemeinde Rohrbach. Erst mit der Revolution 1848 in Bayern wurden die Vorrechte der Hofmarksbesitzer beseitigt. Die Bauern erhielten nun die Möglichkeit, ihre bisher im Pachtverhältnis bewirtschafteten Höfe abzulösen und in Besitz zu nehmen.[5]

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren von 1904 bis 1906 werden der Raiffeisenverein gegründet, ein Elektrizitätswerk errichtet und die zentrale Wasserversorgung gebaut. Umfangreiche Flussregulierungen und der Autobahnbau in den 1930er Jahren bringen nach dem Bau der Eisenbahnlinien im 19. Jahrhundert weitere bedeutende Veränderungen des Ortsbildes mit sich. Zu diesem Zwecke wird ein Barackenlager des Reichsarbeitsdienstes am Südhang des Turmbergs errichtet.[5]

Nach dem Krieg finden viele Vertriebene aus Sudetenland und Ungarn in diesem Lager und bei den Bauern ihre erste, notdürftige Aufnahme und lösen eine erste große Siedlungswelle aus. Wegen der Bevölkerungszunahme wird Rohrbach, das bis dahin zur Pfarrei Waal gehörte, 1953 eine eigene Pfarrei. Die alte Johanniskirche – schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts zu klein für den Ort – macht nun einen mehrmals gescheiterten Kirchenneubau unumgänglich. Der neue Kirchenbau von Alexander von Branca im Stile einer römischen Basilika wird 1961 eingeweiht. Auch der Schulneubau fällt in diese Zeit.[5]

Pfarrkirche Verklärung Christi
Innenraum der Kirche Verklärung Christi

Der wirtschaftliche Erfolg der Verdichtungsräume München und Ingolstadt macht das verkehrsgünstig gelegene Rohrbach als Pendlerort attraktiv und lässt die Einwohnerzahl ab den 1980er Jahren stark ansteigen. Seit dieser Zeit etabliert sich die Gemeinde auch als Gewerbestandort.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1971 die Gemeinde Waal (mit Gemeindeteil Ossenzhausen) eingegliedert; am 1. Juli 1971 kamen Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Burgstall hinzu. Rohr (mit Gemeindeteil Rinnberg) folgte am 1. Januar 1972[6] und am 1. Januar 1978 kamen Fahlenbach (mit Gemeindeteilen Buchersried und Fürholzen) sowie Gambach zur Gemeinde Rohrbach.[7]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 3581 auf 6015 um 2434 Einwohner bzw. um 68 % – der höchste prozentuale Zuwachs im Landkreis im genannten Zeitraum.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2016 2018 2019 2020
Einwohner 2523 2983 3461 3824 4479 5089 5511 5771 5936 6003 6015 6104 6108

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2020[8]
Wahlbeteiligung: 64,7 %
 %
40
30
20
10
0
38,3 %
32,3 %
22,7 %
6,6 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit Mai 2020 Christian Keck (SPD). Er wurde Nachfolger seines Vaters Peter Keck (SPD), der das Amt seit 2014 innehatte.[9]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CSU SPD FW BGR FDP Gesamt
2002 8 5 4 3 20
2008 6 6 4 3 1 20
2014 6 5 5 3 1 20
2020 8 6 5 1 20

(Stand: 16. März 2020)

St. Johannes der Täufer

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnergemeinde ist Rohrbach bei Mattersburg in Österreich.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Gemeinde Rohrbach
Blasonierung: „In Schwarz drei von links einspringende Spitzen; hinten eine durchgehende grüne Hopfenrebe.“[10]

Das Wappen wird seit 1976 geführt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Rohrbach, Ostfassade

Im Rohrbacher Kultursommer gibt an drei Abenden je ein Künstler ein Konzert.[11]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2018 bestanden nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft neun, im produzierenden Gewerbe 405 und im Bereich Handel und Verkehr 213 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 306 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 2657. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2016 50 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1731 ha, davon waren 1545 ha Ackerfläche und 179 ha Dauergrünfläche. 2018 nahm die Landwirtschaft 60,7 % (1798 ha) der Gemeindefläche ein, 20,8 % (617 ha) waren bewaldet. Die Wohnbaufläche lag bei 114 ha (3,8 %), die Industrie- und Gewerbefläche bei 26 ha (0,9 %). Für das Jahr 2018 nennt der Internetauftritt der Gemeinde 608 ansässige Gewerbebetriebe.

Von wirtschaftlicher Bedeutung ist das Gewerbegebiet zwischen Bahnhof und Staatsstraße, wo sich seit Mitte der 1980er Jahre Betriebe aus den Bereichen Produktion, Logistik und Handwerk angesiedelt haben. Zudem wurden Betriebe aus den Bereichen Werbung, Dienstleistung und Informationstechnik gegründet. Außerdem befindet sich in Rohrbach die deutsche Niederlassung des PC-Monitorherstellers Iiyama sowie Contentserv, der führende Softwarehersteller für Product Information Management Lösungen. Letzterer beschäftigt als einer der größten Arbeitgeber der Gemeinde 400 Mitarbeiter an 22 Standorten weltweit. 2018 wurde das Unternehmen vom unabhängigen Marktforschungsunternehmen Forrester als führender Hersteller für PIM-Systeme ausgezeichnet.

Eine Erweiterung als Industriegebiet "Rohrbach-Ost" östlich der Staatsstraße wurde 2020 erschlossen. Seit 2014 entsteht zudem in Rohrbach Oberbayerns erstes interkommunales Gewerbegebiet mit insgesamt 28 Hektar. Der Standort erstreckt sich entlang der Staatsstraße vom Ortsrand in Bahnhofsnähe bis nahe der Autobahn. Die Bereiche in Bruckbach bei der A9 gehören seit der Gemeindegebietsreform zur Wolnzacher Flur. Nach Umsetzung der Maßnahmen wird Rohrbach zusammen mit Bruckbach zu den großen Gewerbestandorten der Region zählen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist geographisch und verkehrsmäßig Mittelpunkt des Landkreises Pfaffenhofen.

Der 1867 eröffneten Bahnstrecke München–Ingolstadt folgte 1894 die Hallertauer Lokalbahn vom Bahnhof Rohrbach (bis 2000 noch als Wolnzach Bahnhof bezeichnet) nach Wolnzach Markt, ein Jahr später war die Verlängerung nach Mainburg fertiggestellt. Die nach Norden abzweigende Stichstrecke nach Geisenfeld wurde 1906 eröffnet. Die Personenbeförderung auf den Nebenstrecken endete schrittweise bis 1969 und wurde auf Bahnbusse umgestellt.[12] Der Güterverkehr nach Geisenfeld und Mainburg wurde bis 1988 bzw. 1995 aufrechterhalten und die Strecken anschließend stillgelegt, nur zwischen Rohrbach und Wolnzach besteht noch regelmäßig Güterverkehr für den Automobillogistiker ARS Altmann. Seit 2006 finden auf diesem Abschnitt vereinzelt Sonderfahrten des „Wolnzach-Express“ statt.[13]

Der hauptsächlich auf den Schülerverkehr reduzierte Busverkehr wird durch einzelne Verbindungen nach Wolnzach, Geisenfeld, Langenbruck und Pfaffenhofen hergestellt.[14] Die Buslinie nach Mainburg besteht nicht mehr.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Andreas Schmeller
  • Johann Andreas Schmeller (1785–1852), Germanist und Sprachforscher; verbrachte die Kinder- und Jugendjahre in Rinnberg bei Rohrbach.
  • Franz Edler von Koch auf Rohrbach (1875–1965), Gutsbesitzer und bayerischer Kommunalpolitiker der CSU sowie Landrat von Pfaffenhofen.
  • Bruno Feß (* 29. August 1923; † 15. Juli 2020), 1956 bis 1991 Rohrbacher Pfarrer, Ehrenbürger der Gemeinde
  • Josef Thalmaier (* 1934), bayerischer Volksschauspieler
  • Dieter Seidenkranz (1966–2006), Kraftsportler und Schauspieler
  • Raymond Wilson (1928–2018), Physiker[15], Ehrenbürger von Rohrbach
  • Roman Inderst (* 1970), Ökonom
  • Christian Willisohn (* 1962), Blues-Pianist und Sänger
  • Andrea Otto (* 2. Juni 1975; † 1. Juli 2022), Hörfunk- und Fernsehmoderatorin, wuchs in Rohrbach auf.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Schwarzmeier: Rohrbach: 1900–2000. Chronik. Gemeinde Rohrbach, 1999.
  • Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Bayern IV: München und Oberbayern. Sonderausgabe 1990, S. 1025.
  • Josef Brückl: Eine Reise durch den Bezirk Pfaffenhofen, Verlags-Druckerei Udart, Pfaffenhofen 1950, S. 71–74

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rohrbach (Ilm) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-003r Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtag (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Rohrbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 12. September 2019.
  3. Gemeinde Rohrbach, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 13. Dezember 2021.
  4. Ortsinformationen. Gemeinde Rohrbach, abgerufen am 16. Oktober 2020.
  5. a b c d Herrmann Schwarzmeier: Rohrbach. Hrsg.: Gemeinde Rohrbach. Band 1, 2016.
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 550 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 586.
  8. https://www.rohrbach-ilm.de/wp-content/uploads/2020/03/BEKGR-bitte-aufhompage.pdf Ergebnis Gemeinderat 2020 Rohrbach (aufgerufen am 1. Mai 2020)
  9. Bürgermeister in Rohrbach: Christian Keck wird Nachfolger seines Vaters
  10. Eintrag zum Wappen von Rohrbach (Ilm) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 3. September 2020.
  11. Rohrbacher Kultursommer
  12. Bahnbus statt Lokalbahn. Hallertauer Lokalbahnverein e.V., abgerufen am 21. November 2020.
  13. Die Bahnstrecke Rohrbach (Ilm) - Wolnzach. Hallertauer Lokalbahnverein e.V., abgerufen am 21. November 2020.
  14. Busfahrpläne. Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm, abgerufen am 21. November 2020.
  15. Wilson erhält Kavli-Preis für Astrophysik. In: idw-online.de