Roland (Unternehmen)

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Roland Corporation
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Rechtsform Kabushiki-gaisha
(Aktiengesellschaft)
ISIN JP3983400007
Gründung 18. April 1972
Sitz Hamamatsu, Shizuoka, Japan
Leitung Junichi Miki (Präsident)
Mitarbeiter 2.945 (2014)[1]
Umsatz 85,607 Mrd. Yen (2014)[1]
Branche Musikinstrumente
Website www.rolandmusik.de

Roland (jap. ローランド株式会社, Rōrando Kabushiki-gaisha, engl. Roland Corporation) ist ein japanischer Hersteller von elektronischen Musikinstrumenten, Studiotechnik und Software. Außerdem werden auch Plotter und Schneideplotter hergestellt. Die Musical Instrument Division zeichnet für 58,6 % der Gesamterlöse verantwortlich. Das börsennotierte Unternehmen wurde von Ikutarō Kakehashi in Osaka am 18. April 1972 mit 33 Millionen Yen gegründet. Heute betreibt Roland Fabriken in Japan, den Vereinigten Staaten, Italien und Taiwan. Am 31. März 2009 beschäftigte Roland weltweit 2708 Mitarbeiter und erzielte einen Gesamtumsatz von über 1 Mrd. US-Dollar. Seit September 2012 befindet sich die deutsche Niederlassung in Nauheim. Die schweizerische Niederlassung befindet sich in Itingen BL.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Roland wurde gewählt, da das Unternehmen einen Namen suchte, der in möglichst vielen Ländern phonetisch gleich klingen und leicht zu merken sein sollte.

Die ersten Produkte, die Roland auf den Markt gebracht hat, waren die Rhythmusmaschinen TR33, TR55 und TR77. Die Geräte wurden gemeinsam mit dem Orgelhersteller Hammond entwickelt. 1974 erschien das RE-201 Space Echo, ein analoger Echo-Effekt, der von Bands wie Can oder Radiohead bis heute verwendet wird.[2] Roland hat unter anderem mit den Geräten TR-808 (1981), TB-303 (1982) und TR-909 (1983) einen massiven Einfluss auf die Techno-/Elektro-Szene gehabt. Speziell die TB-303 war zur Zeit ihres Erscheinens ein Flop. Der spartanische Basssynthesizer klang deutlich synthetisch und konnte seinen eigentlichen Zweck, die Simulation eines echten Basses, nicht erfüllen. Erst als Ende der 1980er- bis Anfang der 1990er-Jahre die Techno-Szene aufkeimte, avancierte die TB-303 zum Kult-Gerät. In der Acid-Musik wurden sogar fast ausschließlich diese Geräte verwendet. Während der 303-Hype Ende der 1990er-Jahre etwas abflachte, sind die Sounds der TR-808 und TR-909 auch heute bei elektronischer Musik präsent. In den frühen 1980er-Jahren schuf Roland mit dem Jazz Chorus JC-120 einen legendären Gitarrenverstärker für unverzerrte Sounds, die mit einem hochwertigen eingebauten Chorus-Effekt versehen werden konnten.

Roland ist nach wie vor ein bedeutender Hersteller von Musik-Equipment, speziell im elektronischen Sektor. 1996 begründete Roland durch die MC-303 die Geräteklasse der Grooveboxen (eine Mischung aus Sequenzer und Synthesizer). Der Fantom G teilt sich mit dem Yamaha Motif XF und dem KORG KRONOS den Markt der Spitzen-Keyboard-Music Workstations. Die Synthesizer aus den Jupiter- und Juno-Reihen, der SH-101 und andere Geräte zählen zu den Klassikern in ihren Bereichen. Mit den JV-Synthesizern setzte Roland in den 1990er-Jahren zeitweise die Standards im Bereich der Sample-ROM-Synthesizer. Der 2003 erschienene V-Synth vereint hochwertige Samples, Granularsynthese sowie flexible Filter und Modulatoren in einem Gerät.

Weitere Marken, unter denen Roland auftritt, sind

  • BOSS (preiswertere Produktvariationen, Gitarreneffektpedale, Effektgeräte, Rhythmuscomputer)
  • Edirol by Roland (Audiorekorder und Videorekorder)
  • RODGERS (digitale Kirchen- und Konzertorgeln sowie Digital-/Pfeifen-Kombinationsorgeln)
  • Roland Digital Group (Roland DG, Plotter und Folienschneidplotter)
  • RSS by Roland (Commercial Audio Equipment)
  • RSG (Roland Systems Group)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b rolandmusik.de: Corporate Information
  2. Firmengeschichte von Roland bei Bonedo.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Roland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien