Roland Meier

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Roland Meier (* 22. November 1967 in Dällikon) ist ein ehemaliger Schweizer Profi-Radrennfahrer.

Roland Meier stand in seiner Karriere selten auf der Sonnenseite. Als Amateur war er einer der erfolgreichsten Schweizer. Der Sprung ins Profigeschäft gestaltete sich als äusserst schwierig. Die ersten Jahre fuhr er für einen Hungerlohn und war auf die Unterstützung seiner Partnerin angewiesen. Erst das Jahr beim Schweizer Post-Swiss-Team brachte Erfolge und die Wende. Ausländische Sportgruppen zeigten Interesse am Zürcher. Ein glücklicher Zufall bewahrte ihn vor einem Wechsel zu Festina. Stattdessen unterschrieb er einen Vertrag beim französischen Cofidis-Team.

1998 bestritt er, mit 30 Jahren, zum ersten Mal die Tour de France, als Helfer seines Kapitäns Francesco Casagrande. Diese von der Festina-Affäre überschattete Tour wurde zum grössten Erfolg einer turbulenten Karriere. Auf der 11. Etappe zum Plateau de Beille in den Pyrenäen machte er mit einer Mammutflucht auf sich aufmerksam. Wobei er sich nicht einmal durch einen spektakulären Sturz über die Leitplanke aufhalten liess und am Ende nur vom späteren Tour-Sieger Marco Pantani geschlagen wurde. Er beendete die Tour als Gesamtsiebter und gewann mit Cofidis die Teamwertung.

Der Schweizer begann, sich in der Weltspitze zu etablieren und übernahm im darauffolgenden Jahr bei der Tour die Rolle des Teamleaders, nachdem Bobby Julich nach einem Sturz verletzt hatte aufgeben müssen.

Sein letztes Jahr bei Cofidis war nicht ganz so erfolgreich. Dennoch hatte er beim französischen Team die drei besten und erfolgreichsten Jahre seiner sportlichen Laufbahn.

In die Annalen der Radgeschichte ging Meier aber wegen eines Dopingfalls ein. Er war 2001 der erste Rennfahrer, der mittels EPO-Nachweises im Urin überführt und rechtskräftig verurteilt wurde.[1]

Zur Saison 2001 wechselte er zum neuen deutschen GS1-Team Coast. Mangelnde Form, Verletzungen und schliesslich die positiven Dopingproben vom Fleche Wallone bedeuteten das Ende von Meiers aktiver Radsportkarriere.[2]

Palmarès (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. NZZ: Roland Meier einziger Schweizer auf der Liste (abgerufen am 11. August 2013)
  2. Ralf Meutgens: Doping im Radsport, Bielefeld 2007, S. 275. ISBN 978-3-7688-5245-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]