Rolf Badenhausen

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Rolf Badenhausen (* 26. Februar 1907 in Emden; † 8. April 1987 in München) war ein deutscher Theaterwissenschaftler, Dramaturg und der persönliche Assistent von Gustaf Gründgens.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badenhausen zog 1912 mit seiner Familie nach Berlin-Pankow. Unterricht hatte er mehrere Jahre in den Sommermonaten auf Schloss Björnsnäs bei Norrköping bei Philipp Magnus Trozelli. Er studierte nach dem Abitur 1926 in Berlin und ab 1929 München Philosophie, Germanistik, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft; 1930 wurde er promoviert. Anfang 1931 wurde er Assistent am Münchener Theatermuseum; 1935 wurde er von Otto Falckenberg als Dramaturg und Hilfsspielleiter an die Münchner Kammerspiele engagiert. Dort lernte er seine erste Ehefrau Elisabeth Flickenschildt kennen, die er 1936 heiratete; die Ehe hielt bis 1944. Ab 1936 arbeitete er als Dramaturg bei Gründgens am Preußischen Staatstheater in Berlin. Nach Kriegsende (er wurde als Gefreiter entlassen) lehrte Badenhausen Theatergeschichte und Filmkunde an der Ludwig-Maximilians-Universität München in München; von 1951 bis zu Gründgens’ Weggang nach Hamburg war er Chefdramaturg, Schauspieldirektor und Stellvertreter des Intendanten am Düsseldorfer Schauspielhaus, von 1960 bis zu seiner Emeritierung 1972 war er Ordinarius der Theaterwissenschaft an der Universität Köln. 1962 bis 1963 war er künstlerischer Leiter des Württembergischen Staatstheaters Stuttgart. Im Laufe seiner Karriere schrieb er Artikel für Theaterzeitschriften und war als Herausgeber mehrerer Bücher tätig, u. a. über Gründgens. Zuletzt lebte Badenhausen in München.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Autor und Co-Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jochen Thieme: Der Zirkus brennt. Eine deutsche Tragödie. Begegnung der Generationen. Herausgegeben von V. O. Stomps. Mit einer Einführung von Rolf Badenhausen. Frankfurt am Main: Siegel Verlag, 1947.
  • Rudolf Rach: Literatur und Film. Möglichkeiten und Grenzen der filmischen Adaption. Vorwort von Rolf Badenhausen. Köln, Grote, 1964. (Wahn-Press, 7).
  • Jürgen Fehling und Gustav Gründgens: Rede von Gustaf Gründgens zur Feier des 75. Geburtstages von Jürgen Fehling am Sonntag, 6. März 1960 im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und Antwort Jürgen Fehlings in einem Heft. Mit Geleitwort von Rolf Badenhausen. Köln: DuMont Presse, 1964.
  • Liselotte Erler: Figurinen. Arbeiten für das Europäische Theater. Mit einem Essay von Rolf Badenhausen. Hamburg, Christians Verlag, 1974.

Als Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Bildbestände der Theatersammlung Louis Schneider im Museum der Preußischen Staatstheater Berlin. Systematischer Katalog. Herausgegeben von Rolf Badenhausen. Berlin, Selbstverlag der Gesellschaft für Theatergeschichte 1938
  • Herbert Jhering: Von Reinhardt bis Brecht. Eine Auswahl der Theaterkritiken 1909–1932. Herausgegeben und mit einem Vorwort von Rolf Badenhausen. Reinbek, Rowohlt Verlag 1967.
  • Rolf Badenhausen und Peter Gründgens-Gorski (Hrsg.): Gustaf Gründgens – Briefe, Aufsätze, Reden. Hamburg, Hoffmann und Campe 1967.
  • Herbert A. Frenzel, Rolf Badenhausen, Harald Zielske (Hrsg.): Bühnenformen, Bühnenräume, Bühnendekorationen, Berlin: Schmidt 1974
  • Gustav Gründgens: „Laß mich ausschlafen“ – Neue Quellen zur Wirklichkeit und Legende des großen Theatermannes. Berlin, Ullstein 1987
  • Elisabeth Flickenschildt: Pony und der liebe Gott. Geschichten aus dem Nachlaß. Herausgegeben von Rolf Badenhausen. Zeichnungen von Wilhelm M. Busch. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1982

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ingrid Nohl (Hrsg.): Ein Theatermann – Theorie und Praxis: Festschrift zum 70. Geburtstag von Rolf Badenhausen. München, Waidhas & Steinberger 1977

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]