Rolf Christof Dienst

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Rolf Christof Dienst (* 13. März 1946 in Wuppertal-Elberfeld) ist ein deutscher Unternehmer und Wagniskapital­pionier.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dienst war neben einem Studium der Rechtswissenschaften 1968 Mitgründer und bis zu seinem Ausstieg 1990 Präsident der Matuschka Gruppe, einer Vermögensverwaltung mit Sitz in München. Im Jahr 1984 war die Matuschka Gruppe Mitgründer von TVM Capital in München und Dienst der erste CEO. TVM Capital war eine Kooperation der Matuschka Gruppe mit TA Associates, Boston, und Siemens AG in München.[1]

Nach dem Verkauf seiner Matuschka-Anteile gründete Dienst 1991 das Münchner Wagniskapitalunternehmen Wellington Partners, wo er seit 2011 Partner Emeritus ist. Parallel hat Dienst die Wessel Management GmbH aufgebaut, wo er mit sechs Mitarbeitern das Beratungs- und Beteiligungsmanagement betreibt. Aus dem eigenen Portefeuille von 37 Unternehmensbeteiligungen wurde 2017 der Verkauf der Control Expert GmbH, Langenfeld im Rahmen eines Management-Buy-Out an General Atlantik durchgeführt.[2]

Rolf Christof Dienst ist Initiator und Stifter des LMU Entrepreneurship Centers an der Ludwig-Maximilians-Universität München, deren Ehrensenator er ist.[3] Weiterhin war er von 2005 bis 2007 Vorstandsmitglied und von 2007 bis 2009 Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK).[4] Vier Jahre war er Beiratsmitglied des High-Tech Gründerfonds in Bonn.[5] Darüber hinaus ist er Mitglied des Münchner Finance Forum e.V.[6] Seit 2017 ist er Mitglied des Kuratoriums des Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb unter der Leitung von Dietmar Harhoff. Außerdem ist er Beiratsvorsitzender von AssetMetrix.[7]

Dienst ist verheiratet und hat fünf Kinder.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zudem war Dienst bis 2017 Aufsichtsratsvorsitzender der adviqo AG. Adviqo betreibt die Marken AstroTV, Questico und Viversum. Diese bieten Astrologie, Wahrsagung und Esoterik an – beispielsweise in Form von Kartenlegung und Telepathie. Insbesondere AstroTV steht hierbei in der Kritik, Menschen durch zweifelhafte Geschäftspraktiken in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten zu bringen.[8][9]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Brooke, Peter (2009): A Vision for Venture Capital, S. 61–63.
  2. Investment Team. In: Wellington Partners. Archiviert vom Original am 10. März 2010; abgerufen am 5. April 2019.
  3. Ehrensenatoren. In: LMU München. Archiviert vom Original am 13. Oktober 2009; abgerufen am 5. April 2019.
  4. http://www.bvkap.de/privateequity.php/cat/98/aid/250/title/BVK-Mitgliederversammlung_waehlt_neuen_Vorstand_und_erweitert_Geschaeftsfuehrung (Memento vom 5. Juni 2011 im Internet Archive)
  5. http://www.management-kolloquium.de/main.php?Action=ReferentenInfo&id=205
  6. (Memento des Originals vom 11. März 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mffev.de
  7. https://www.asset-metrix.com/
  8. Welt: Bei Anruf Reichtum, vor allem für Astro TV. Abgerufen am 7. Juni 2017.
  9. Zeit: Die Sinn-Gewinnler. Abgerufen am 7. Juni 2017.