Rolf Knieper

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Rolf Knieper (* 15. Mai 1941 in Unna) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Knieper studierte an der Universität Frankfurt a. M., der Freien Universität Berlin und der Harvard Law School. 1972 wurde er als Professor an die Universität Bremen berufen. 1974 hielt er sich zu Forschungszwecken in Italien auf, 1977 forschte er beim Internationalen Währungsfonds in Washington, D.C. 2006 wurde Rolf Knieper emeritiert. Forschungsschwerpunkte Kniepers waren das Familienrecht und das internationale Wirtschaftsrecht.

1978/1979 beriet er die Regierung des Tschad bei der Formulierung des Bergbaugesetzes und 1981 bis 1988 die Regierung der Zentralafrikanischen Republik bei der Gesetzgebung. Nach dem Zusammenbruch des Ostblockes beriet er ab 1992 bei der wirtschafts- und privatrechtlichen Gesetzgebung Georgiens, Usbekistans, Albaniens, Turkmenistans, der Mongolei, der Volksrepublik China, Aserbaidschans, Armeniens, Kasachstans, Kirgisistans, und Moldawiens. Ab 1997 war er Leiter des Projektes Rechtsreform in den Transformationsstaaten Mittel- und Osteuropas der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Knieper ist Honorarprofessor der Staatlichen Juristischen Universität von Almaty (Kasachstan) und Ehrendoktor der Staatlichen Universität Tiflis und der Staatlichen Universität Chișinău (Moldawien).

Das Justizministerium der Republik Aserbaidschan verlieh ihm mit der Symbolmedaille die höchste vom dortigen Justizministerium verleihbare Auszeichnung.[1] Am 10. Juli 2006 wurde ihm durch die damalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland übergeben. Das Bundesverdienstkreuz wurde ihm für seinen Beitrag zur internationalen Zusammenarbeit verliehen.[2]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gesetz und Geschichte: ein Beitrag zu Bestand und Veränderung des Bürgerlichen Gesetzbuches, Nomos, Baden-Baden 1996, ISBN 3-7890-4351-6.
  • Das Privatrecht im Kaukasus und in Zentralasien: Bestandsaufnahme und Entwicklung, mit Lado Chanturia und Hans-Joachim Schramm, BWV, Berlin 2010, ISBN 978-3-8305-1744-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemitteilung Nr. 145 der Universität Bremen vom 17. Mai 2006 (Memento vom 10. Juni 2007 im Internet Archive)
  2. Bremer Professor Knieper erhält Bundesverdienstkreuz, in: azur, 25. Juli 2006.